Clematis

Clematis-Wurzeln: So gedeiht Ihre Pflanze optimal

Artikel zitieren

Die Wurzeln der Clematis spielen eine entscheidende Rolle für das Gedeihen und die Blütenpracht dieser Kletterpflanze. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Wurzeltypen von Clematis, die optimale Pflanztiefe sowie die Bedeutung der Bodenbeschaffenheit und -vorbereitung.

Clematis Wurzeln

Fleischige Wurzeln – Kraftvolle Wasserspeicher

Großblumige Hybriden, Viticellas, Integrifolias und Flammulas besitzen fleischige Wurzeln, die an Spaghetti erinnern. Diese dienen der Pflanze als effizientes Wasserspeicher-System. So übersteht sie Trockenperioden und anstrengende Wachstums- und Blütephasen unbeschadet.

Lesen Sie auch

Feine, verzweigte Wurzeln – Effiziente Nährstoffaufnahme

Arten wie Atragene, Montana, Vitalba und Tangutica haben feine, verzweigte Wurzeln, die sich horizontal in den oberen Bodenschichten ausbreiten. Sie bilden ein dichtes Netz, das Wasser und Nährstoffe optimal aufnimmt.

Die richtige Pflanztiefe

Die Pflanztiefe ist entscheidend für das erfolgreiche Anwachsen Ihrer Clematis.

Clematis mit fleischigen Wurzeln

Setzen Sie diese Sorten, z. B. großblumige Hybriden oder Clematis viticella, etwa 5-7 cm tiefer als im Topf, um das Wachstum und die Stabilität zu fördern. Dies beugt auch der Clematiswelke vor und regt die Bildung neuer Wurzeln an.

Clematis mit feinen, verzweigten Wurzeln

Frühjahrsblüher wie Clematis alpina und Sorten der Tangutica-/Orientalisgruppe sollten in derselben Tiefe eingepflanzt werden wie im Topf, um Staunässe und Nährstoffmangel zu vermeiden. Achten Sie auf eine gute Drainage.

Bodenbeschaffenheit und -vorbereitung

Ein optimaler Boden ist der Schlüssel zu üppigen Clematisblüten.

Bedeutung der Drainage

Staunässe schadet den Wurzeln. Sorgen Sie für einen gut durchlässigen Boden, indem Sie z. B. Quarzsand, Lavagranulat oder Vermiculite beimischen. Letzteres speichert Wasser und gibt es langsam wieder ab, was die Wasserversorgung der Pflanze reguliert.

Bodenvorbereitung Schritt für Schritt

  1. Lockern Sie schwere Böden mit Sand oder Kies auf und schaffen Sie eine ca. 10 cm hohe Drainageschicht.
  2. Lockern Sie den Boden tiefgründig, um den Wurzeln Raum zu geben.
  3. Reichern Sie ihn mit Kompost, Humus oder Lauberde an, um die Struktur und Fruchtbarkeit zu verbessern.
  4. Kalkulieren Sie saure Böden, um den pH-Wert zu optimieren.
  5. Mischen Sie 30 % Pflanzerde und 30 g Langzeitdünger pro Pflanzloch bei, um die Nährstoffversorgung zu sichern.

So schaffen Sie einen humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden – ideal für Ihre Clematis.

Clematis wurzelnackt pflanzen – Vorteile und Anleitung

Wurzelnackte Clematis bieten einige Vorteile:

  • Bessere Wurzelentwicklung
  • Leichtere Handhabung
  • Verbesserte Nährstoffaufnahme

So pflanzen Sie wurzelnackt:

  1. Befreien Sie die Wurzeln von Erde und lockern Sie sie vorsichtig auf.
  2. Entfernen Sie beschädigte oder abgestorbene Wurzelteile.
  3. Weichen Sie die Clematis eine Stunde in Wasser ein.
  4. Bereiten Sie ein Pflanzloch vor, das tief genug ist, um die Clematis 7-10 cm tiefer als im Topf zu setzen.
  5. Setzen Sie die Clematis ein, füllen Sie das Loch mit Erde auf und achten Sie auf einen stabilen Stand.
  6. Gießen Sie reichlich.

Clematis-Wurzeln schützen

Clematis-Wurzeln sind empfindlich und brauchen Schutz.

Bodenbearbeitung vermeiden

  • Bearbeiten Sie den Boden im Wurzelbereich nicht.
  • Entfernen Sie Unkraut vorsichtig von Hand.
  • Mulchen Sie den Boden, um ihn vor mechanischer Belastung zu schützen.

Mulchen

Bringen Sie eine 5-8 cm dicke Schicht Rindenmulch aus, um das Bodenklima zu verbessern und die Feuchtigkeit zu halten. Arbeiten Sie vorher organischen Dünger ein, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden.

Rhizomsperre

Schützen Sie Ihre Clematis vor invasivem Wurzelwachstum benachbarter Pflanzen mit einer Wurzelsperre (mindestens 2 mm stark). Verankern Sie diese ringförmig um die Pflanzstelle.