So installieren Sie eine automatische Bewässerung fürs Gemüsebeet

Vor allem während der heißen Sommermonate sind Gemüsepflanzen sehr durstig. Damit Tomaten, Gurken, Zucchini und Co. schmackhafte und große Früchte entwickeln, brauchen sie viel Wasser. Mit einer automatischen Bewässerungsanlage stellen Sie die Versorgung der Pflanzen sicher - auch während Ihrer Abwesenheit.

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Eine Tröpfchenbewässerung spart Zeit, Arbeit und Wasser

Tröpfchenbewässerung ohne externe Anschlüsse

Eine ganz simple Form der automatischen Bewässerung bauen Sie mit Hilfe einer großen Regentonne (mindestens 1500 Liter Fassungsvermögen) sowie einem oder mehreren Gartenschläuchen auf. Einen externen Strom- oder Wasseranschluss benötigen Sie hier nicht, da sich das System die Schwerkraft zu Nutze macht. Allerdings funktioniert das Hochtank-System nur mit ausreichend großen Wasserbehältnissen, da kleinere nicht genug Druck für eine automatische Bewässerung aufbauen können. Und so funktioniert es:

  • Stellen Sie die Regentonne auf ein 50 bis 100 Zentimeter hohes Podest.
  • Legen Sie die Schläuche so im Gartenbeet aus, dass die Gemüsepflanzen einzeln bewässert werden.
  • Korrigieren Sie die Lage gegebenenfalls.
  • Verbinden Sie ruhig mehrere Schläuche miteinander.
  • So können etwa von einem Hauptschlauch mehrere Abzweigungen ablaufen.
  • Schließen Sie den Hauptschlauch an der Regentonne an.
  • Verschließen Sie die Endstücke der Gartenschläuche mit einem Stopfen.
  • Perforieren Sie die Schläuche an den notwendigen Stellen mit einem Hammer und einem Nagel.

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Achten Sie anschließend darauf, dass die Regentonne immer nachgefüllt wird.

Automatische Bewässerung mit externen Anschlüssen

Der Nachteil des beschriebenen Systems besteht allerdings darin, dass immer ausreichend Wasser in der Regentonne vorhanden sein muss. Dieses Problem können Sie umgehen, indem Sie die Gartenschläuche anstatt an einer Tonne oder einem anderen Wasserreservoir direkt an einem Wasserhahn anschließen, der dann allerdings ständig geöffnet sein muss. Diese Form der Bewässerung ist also nur dann sinnvoll, wenn Sie direkt daneben stehen und den Hahn auf- und wieder zudrehen können. Allerdings lässt sich das Reservoir prima über einen weiteren Schlauch über einen Wasserhahn füllen. Reicht der Wasserdruck nicht aus, schafft eine Tauchpumpe – die strom-, solar- oder batteriebetrieben funktioniert – schnell Abhilfe.

Tipps

Gemüsepflanzen sollten Sie niemals beregnen lassen, sondern immer von unten gießen. Werden die Blätter nass, können sich Pilzkrankheiten ausbreiten und die Ernte gefährden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Petrychenko Anton/Shutterstock

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