Basilikum aussäen auf der Fensterbank – so gelingt’s

Die Anzucht von Basilikum durch Aussaat auf der Fensterbank, verschafft der tropischen Kräuterpflanze einen vorteilhaften Wachstumsvorsprung. Richtiges Aussäen stellt die Weichen für ein prächtiges Königskraut und eine reichhaltige Ernte. Die folgende Anleitung zeigt, wie es funktioniert.

Basilikum säen

Den Aussaat-Termin wählen mit Bedacht

Mit den helleren Lichtverhältnissen ab Anfang April, tritt die Natur ein in die ideale Phase für die Aussaat von Basilikumsamen. In den Wochen zuvor fehlt es auf der Fensterbank an Helligkeit, sodass die lebenswichtige Photosynthese blockiert wird. Das Resultat sind lange, schwächliche Geiltriebe, mit denen sich die Pflanzen verzweifelt auf die Suche nach Sonnenlicht begeben.

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Für die Wahl dieses Zeitpunktes spricht darüber hinaus, dass die kleinen Pflänzchen bis Mitte Mai kräftig genug sind für einen Umzug ins Beet oder auf den Balkon.

Basilikum richtig aussäen – Schritt-für-Schritt erklärt

Damit sich die Samen von Königskraut vom Start weg mächtig ins Zeug legen, werden sie einige Stunden in Kamillentee eingeweicht. Kundige Hobbygärtner versetzen das Saatgut so in Keimlaune und beugen schädlicher Schimmelbildung vor. In diesen Schritten nehmen Sie die Aussaat in Angriff:

  • kleine Anzuchttöpfe (1,96€ bei Amazon*) oder eine Schale füllen mit Saaterde oder einem alternativen, nährstoffarmen Substrat
  • diese Erde mit Wasser aus der Sprühflasche befeuchten, jedoch nicht durchnässen
  • die vorbereiteten Samen aussäen
  • als Lichtkeimer nur andrücken und nicht übersieben
  • in ein beheizbares Zimmergewächshaus stellen, mit Folie oder Glas bedecken
  • ein feucht-warmes Mikroklima wirkt sich förderlich auf die Keimung aus

Bei einer konstanten Temperatur von 20-25 Grad auf der halbschattigen Fensterbank, dürfen Sie sich nach 5-14 Tagen über die ersten Keimblättchen freuen. Eine eventuelle Abdeckung hat ihre Aufgabe nun erfüllt. Während sich die ersten echten Basilikumblätter entwickeln, gießen Sie die Aussaat idealerweise von unten. Hierzu stellen Sie die Gefäße in eine größere Schale mit einem 2-3 cm hohen Wasserspiegel.

Direktaussaat ist wenig empfehlenswert

Im Gegensatz zu einer Vielzahl anderer Nutzpflanzen, ist eine unmittelbare Aussaat von Basilikumsamen ins Beet mit erheblichen Nachteilen verbunden. Selbst in milden Weinbauregionen kommt als Termin frühestens Anfang Juni in Betracht. Wer sich dieser Herausforderung stellen möchte, geht so vor:

  • am sonnigen, warmen Standort die nährstoffreiche Erde tiefgründig auflockern
  • Unkraut jäten, Steine und Wurzeln entfernen, um den Boden mit dem Rechen glattzuziehen
  • die Samen aussäen im Abstand von 20-25 cm
  • der Reihenabstand beträgt 30-40 cm
  • die Aussaat mit einem kleinen Brettchen andrücken und nicht bedecken

Gießen Sie das Beet an mit feiner Brause, damit die zarten Samen nicht gleich wieder davonschwimmen. Ein engmaschiges Netz schützt die Aussaat vor pickenden Vögeln und gefräßigen Schädlingen.

Tipps & Tricks

In jedem Substrat können lebensbedrohliche Pilzsporen oder Insekteneier lauern. Für empfindliche Basilikumsamen wäre das fatal. Eine Desinfizierung der Anzuchterde ist daher dringend zu empfehlen. Füllen Sie die Erde in eine feuerfeste Schale und stellen diese für 30 Minuten bei 150 Grad Celsius in den Backofen oder 10 Minuten bei 800 Watt in die Mikrowelle.

GTH

Text: Paula Jansen

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