Basilikum

Basilikum gießen: Die besten Methoden & Techniken

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Die richtige Wassermenge ist entscheidend für gesundes und aromatisches Basilikum. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die optimale Bewässerung, von der Häufigkeit über die richtige Technik bis hin zur Vermeidung von Staunässe.

Basilikum gießen

Die richtige Wassermenge für Basilikum

Für Basilikum ist es essenziell, je nach Umgebungsbedingungen die Wassermenge anzupassen. Standort, Temperatur, Sonneneinstrahlung, Topfgröße und Substrat spielen dabei eine wichtige Rolle.

  • Standort: Basilikum im Freiland benötigt weniger Wasser als Pflanzen im Topf auf Balkon oder Terrasse. Im Freiland können die Wurzeln tiefer wachsen und Wasser aus tieferen Erdschichten aufnehmen.
  • Temperatur und Sonneneinstrahlung: An heißen Sommertagen steigt der Wasserbedarf, da die Pflanze mehr Wasser über die Blätter verdunstet. Pflanzen in praller Sonne müssen daher häufiger gegossen werden.
  • Topfgröße und Substrat: Kleinere Töpfe und durchlässiges Substrat erfordern häufigere Wassergaben, da das Substrat schneller austrocknet. Größere Töpfe und schwerere, lehmige Erde halten die Feuchtigkeit dagegen länger.

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Basilikum benötigt stets feuchte, aber nicht durchnässte Erde. Gießen Sie so, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, aber sich keine Staunässe bildet. Lassen Sie die Fingerprobe entscheiden: Ist die obere Erdschicht trocken, ist es Zeit zum Gießen. Kübelpflanzen sollten dabei einen guten Wasserabfluss ermöglichen, um Wurzelfäule zu vermeiden.

So oft sollte man Basilikum gießen

Basilikum ist ein feuchtigkeitsliebendes Kraut und benötigt daher regelmäßige Wassergaben, wobei die Erde nie vollständig austrocknen sollte, um Trockenstress zu vermeiden.

Sommer

  • Topfpflanzen: Bei anhaltend heißen Temperaturen empfiehlt es sich, Basilikum täglich zu gießen. Prüfen Sie morgens und abends die Substratfeuchtigkeit.
  • Freilandpflanzen: Im Freiland muss Basilikum regelmäßig, jedoch weniger häufig als im Topf gegossen werden. Lassen Sie die oberste Erdschicht leicht antrocknen, bevor Sie erneut gießen.

Winter

Während der Ruhephase im Winter benötigt Basilikum deutlich weniger Wasser. Gießen Sie nur so oft, dass das Substrat gleichmäßig feucht bleibt, ohne dass Staunässe entsteht.

Allgemeine Hinweise

  • Die Fingerprobe ist eine zuverlässige Methode, um die Feuchtigkeit im Substrat zu überprüfen.
  • Stellen Sie sicher, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, um Staunässe zu verhindern.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen?

Der beste Zeitpunkt zum Gießen von Basilikum ist in den frühen Morgenstunden, da zu dieser Zeit die Temperaturen noch kühl sind, was die Verdunstungsrate reduziert und eine optimale Wasseraufnahme ermöglicht. Sollte das morgendliche Gießen nicht möglich sein, kann abends gegossen werden. Nutzen Sie möglichst abgestandenes Wasser, um Temperaturschocks zu vermeiden. Vermeiden Sie jedoch Gießen zur Mittagszeit wegen hoher Verdunstungsrate und der Gefahr von Blattverbrennungen durch Sonneneinstrahlung.

Die richtige Gießtechnik

Gießen Sie Basilikum direkt im Wurzelbereich, um Krankheiten zu vermeiden und das Wachstum zu fördern. Vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen, da nasse Blätter anfälliger für Pilzkrankheiten wie Grauschimmel sind.

  • Gießen von unten: Bei Topfpflanzen empfiehlt es sich, das Wasser in den Untersetzer zu geben, sodass die Pflanze es von unten aufsaugen kann.
  • Brausekopf verwenden: Nutzen Sie beim Gießen einen Brausekopf, um das Wasser in feinen Tropfen zu verteilen und die Erde nicht zu erodieren.
  • Temperiertes Wasser: Basilikum bevorzugt temperiertes Wasser. Verwenden Sie idealerweise weiches Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser bei Zimmertemperatur.

Regelmäßige Kontrolle der Erde durch die Fingerprobe hilft, die optimale Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Staunässe vermeiden

Staunässe kann Basilikum stark schädigen und zu Wurzelfäule führen. Um dies zu verhindern:

  1. Drainageschicht anlegen: Verwenden Sie am Topfboden Materialien wie Blähton oder Kies, um einen guten Wasserabfluss zu sichern.
  2. Abflusslöcher: Stellen Sie sicher, dass Pflanzgefäße genügend Abflusslöcher haben, und bedecken Sie diese mit Steinen oder Tonscherben, um Verstopfungen zu vermeiden.
  3. Erhöhter Standort: Verwenden Sie Untersetzer oder „Topffüße“, um einen guten Ablauf zu gewährleisten.
  4. Durchlässiges Substrat: Eine Mischung aus Kräutererde und Sand oder Perlit verhindert, dass die Erde zu nass bleibt.
  5. Wassermenge kontrollieren: Gießen Sie sparsam und prüfen Sie nach dem Gießen, ob sich Wasser im Untersetzer gesammelt hat.
  6. Regelmäßiges Entfernen: Entfernen Sie überschüssiges Wasser nach etwa 30 Minuten.

Durch diese Maßnahmen verhindern Sie effektiv Staunässe und schützen Ihr Basilikum.

Basilikum richtig düngen

Basilikum hat einen hohen Nährstoffbedarf und benötigt daher regelmäßige Düngergaben.

Im Topf

Basilikum im Topf sollte während der Wachstumsphase wöchentlich mit organischem Flüssigdünger versorgt werden. Mischen Sie den Dünger gemäß den Herstellerangaben mit dem Gießwasser und geben Sie diesen idealerweise im Wurzelbereich zu.

Im Gartenbeet

Basilikum im Gartenbeet benötigt alle drei bis vier Wochen Dünger, idealerweise Kompost oder organischen Langzeitdünger. Eine Grunddüngung im Frühjahr bereitet die Pflanze optimal auf die Wachstumsphase vor.

Praktische Tipps

  • Düngezeitpunkt: Düngen Sie ab dem frühen Frühling bis zum Spätsommer. Im Winter ist der Nährstoffbedarf geringer.
  • Hausmittel: Verwenden Sie ergänzend Hausmittel wie verdünnten Kaffeesatz, jedoch nur zusätzlich zu anderen Düngern.

Mit der richtigen Düngung fördern Sie das kräftige Wachstum Ihres Basilikums und können eine reiche Ernte genießen.

Bilder: BasieB / iStockphoto