Basilikum richtig düngen – So bleibt das aromatische Kraut gesund und kräftig

Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern gehört das aromatische Basilikum (Ocimum basilicum) zu den Starkzehrern, braucht also für ein gesundes und kräftiges Wachstum viele Nährstoffe. In unserem Beitrag erfahren Sie alle wichtigen Fakten zum Düngen des beliebten Küchenkrauts.

Basilikum düngen
Basilikum kann super mit Kompost gedüngt werden

Wie und womit sollte man Basilikum düngen?

Zum Düngen von Basilikum können Sie viele handelsübliche Düngemittel verwenden. Am besten eignen sich Dünger auf organischer Basis, etwa in Form von Flüssigdünger. Greifen Sie gern zu Gemüse- oder Kräuterdünger! Alternativ – und wenn der Basilikum im Garten wächst – können Sie auch Kompost, Hornspäne (9,00€ bei Amazon*) oder Rinderdung (24,00€ bei Amazon*) nutzen.

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Lediglich mit rein mineralischen Düngern sollten Sie den Starkzehrer nicht versorgen, um eine Überdüngung mit Stickstoff zu vermeiden. In diesem Fall würde der Basilikum sehr lange Triebe, dafür aber nur wenig Aroma ausbilden. Zudem kannn eine Überdüngung verschiedene Krankheiten verursachen.

Wann und wie oft sollte man Basilikum düngen?

Wann und wie oft Sie das Basilikum düngen, hängt von dem gewählten Düngemittel ab. Bei einer organischen Düngung im Gartenbeet gehen Sie von Mai bis September am besten wie folgt vor:

  • einmal wöchentlich Kompost und Hornspäne bzw. Hornmehl
  • alle 14 Tage etwas Rinderdung (gekörnt, ca. 100 Gramm je Quadratmeter)
  • alle vier Wochen dünne Schicht getrockneten Kaffeesatz aufbringen

(Organischer) Flüssigdünger sollte hingegen einmal wöchentlich ausgebracht werden. Sofern Sie Ihren Basilikum mit Langzeitdünger versorgen, so genügt in der Regel je eine Düngergabe im Mai und im Juli.

Nach dem Umtopfen von Topfbasilikum sollten Sie bei der Verwendung vorgedüngten Substrats ca. vier bis sechs Wochen mit der ersten Nachdüngung warten.

Kann man Basilikum mit Kaffeesatz düngen?

Grundsätzlich können Sie Basilikum auch mit (getrocknetem!) Kaffeesatz düngen. Doch Vorsicht: Dieses Hausmittel eignet sich nicht als alleiniges Düngemittel, sondern sollte lediglich aus Ergänzung verabreicht werden – etwa um Stickstoff zu liefern und Schnecken fernzuhalten.

Allerdings liefert Kaffeesatz nicht alle notwendigen Nährstoffe, zudem versäuert durch die Anwendung allmählich der Boden. Basilikum bevorzugt jedoch einen eher alkalischen pH-Wert zwischen 6,5 und 7.

Mit welchen Hausmitteln kann man Basilikum noch düngen?

Gut zur (ergänzenden) Düngung von Basilikum eignet sich jedoch Brennnesseljauche, die die Pflanze mit wichtigen Mineralstoffen sowie den Hauptnährstoffen Kalium und Stickstoff versorgt. Brennnesseljauche ist ganz einfach selbst gemacht:

  • 1 Kilogramm klein geschnittene Brennnesseln
  • mit 10 Liter Wasser aufgießen
  • eine Handvoll Gesteinsmehl (19,00€ bei Amazon*) hinzugeben
  • an warmen Standort aufstellen
  • mit Tuch oder feinmaschigem Gitter abdecken
  • 10 bis 14 Tage gären lassen
  • einmal täglich umrühren

Sobald keine Bläschen mehr aufsteigen, ist die Jauche fertig und kann zur Düngung genutzt werden. Hierzu verdünnen Sie sie jedoch noch einmal mit weichem Wasser im Verhältnis 1:10.

Tipp

Muss man Basilikum auch im Winter düngen?

Sofern Sie das Basilikum auch im Winter auf der heimischen Fensterbank ziehen, sollten Sie es düngen. Hier genügt es allerdings, alle 14 Tage einen Flüssigdünger für Gemüse oder Kräuter zu verabreichen oder einen Langzeitdünger (z. B. im Form von Düngestäbchen) zu verwenden.

Text: Ines Jachomowski

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