Andentanne – Standort, Pflege und Vermehrung des außergewöhnlichen Gehölzes

Die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana), auch als Schmucktanne, Affenbaum, Schuppentanne oder, aufgrund ihrer Herkunft, als Andentanne bezeichnet, ist ein uns außergewöhnlich anmutendes Relikt der Kreidezeit von vor etwa 90 Millionen Jahren. Somit gehört die Andentanne zu den ältesten Baumarten der Welt. Die in ihrer südamerikanischen Heimat fast ausgerottete Araukarie wird auch hierzulande gern in Gärten oder Kübeln kultiviert.

Affenbaum
Die Andentanne ist eine sehr alte Baumsorte

Welchen Standort bevorzugt die Andentanne?

Araukarien bevorzugen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Der ideale Boden ist leicht sauer, feucht, mager und weist einen hohen Sandanteil auf. Achten Sie bei der Pflanzung darauf, dass der Baum später nicht mehr umgepflanzt werden muss.

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Kann die Andentanne auch im Kübel kultiviert werden?

Ja, Araukarien lassen sich auch sehr gut in Kübeln kultivieren. Allerdings sollten Sie auch hierbei darauf achten, dass der Baum später nicht mehr umgetopft werden sollte – ergo wählen Sie möglichst schon beim Einpflanzen einen großen Kübel.

Wie hoch ist der Wasserbedarf der Andentanne?

Die Andentanne braucht eine konstante Feuchtigkeit, um sich wohl zu fühlen. Gleichzeitig verträgt sie jedoch keine Staunässe.

Wann und womit sollte man die Andentanne düngen?

Ausgepflanzte Araukarien müssen in der Regel nicht gedüngt werden, Kübelpflanzen sollte mit einem flüssigen, organischen Volldünger etwa alle zwei bis drei Wochen versorgt werden.

Darf man die Andentanne schneiden?

Araukarien sollten nicht geschnitten werden, da sie an der beschnittenen Stelle nicht wieder austreibt. Sollte ein Schnitt doch einmal notwendig sein, schneiden Sie am besten direkt am Stamm zurück. Stummel sollten keine zurückbleiben.

Wie lässt sich die Andentanne vermehren?

Araukarien lassen sich sehr gut über Samen vermehren. Beachten Sie bitte, dass es sich um einen Kaltkeimer handelt, dessen Samen zunächst stratifiziert werden sollten.

Ist die Andentanne anfällig für bestimmte Schädlinge und Krankheiten?

Die Andentanne ist sehr robust, allerdings recht empfindlich gegenüber Staunässe. Diese kann eine Pilzinfektion verursachen, die in der Regel immer zum Tod des Baumes führt. Bei winterlichem Frost und Wintersonne vertrocknet der Baum sehr schnell, da er kein Wasser mehr aufnehmen kann.

Was tun, wenn die Andentanne braun wird?

Verfärbt sich die Araukarie braun, so ist dies meist ein Zeichen von Trockenheit – ganz besonders im Winter.

Ist die Andentanne winterhart?

Der urige Baum ist nicht winterhart und sollte daher in kalten Regionen möglichst nur in Kübeln kultiviert werden. Stimmt jedoch der Standort, kann die Araukarie auch ausgepflanzt werden.

Tipps

Achten Sie bei der Pflanzung darauf, dass der bis zu 15 Meter hoch werdende Baum sowohl in der Höhe als auch in der Breite ausreichend Platz hat und sich möglichst weit weg von Mauern, Dächern und anderen Gewächsen befindet.

Text: Ines Jachomowski

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