Ameisen im Rasen 10 besten Tipps

Ameisen im Rasen bekämpfen – die 10 besten Tipps

Nisten sich Ameisen dreist im Rasen ein, artet die Belagerung rasch zur Ameisenplage aus. Spätestens wenn Ameisennester die Höhe von Maulwurfshügeln erreichen, wollen wir der Invasion Einhalt gebieten. Die 10 besten Tipps für eine giftfreie Ameisenbekämpfung lesen Sie hier.

Tipp 1: Ameisennester umsiedeln – die sanfte Tour

Der tierfreundliche Gärtner verurteilt emsige Ameisen nicht zum Tod, nur weil sie sich im Rasen niedergelassen haben. Stattdessen zielt die Ameisenbekämpfung darauf ab, die Insekten zu einem Umzug in einen anderen Unterschlupf zu motivieren. Dieses Unterfangen ist indes nur dann von Erfolg gekrönt, wenn sich die Königin ihrem Volk anschließt. So gelingt der Plan:

  • Einen großen Tonkübel mit Holzwolle füllen
  • Diesen umgestürzt so aufstellen, dass er den entstehenden Hügel abdeckt
  • Alternativ Überkopf in unmittelbarer Nähe zu einem Ameisennest aufstellen

Gewähren Sie den Ameisen nun einige Tage Zeit für den Umzug. Ein sicheres Signal für den erfolgreichen Verlauf sind lange Reihen von Arbeiterinnen, die den Nachwuchs in den Topf tragen. Sobald die Karawane beendet ist, nehmen Sie einen Spaten zur Hand, schieben diesen unter den Topf und tragen das Volk an einen sicheren Ort.

Tipp 2: Mit Gerüchen vergrämen – so gelingt es

Ameisen sind ausgestattet mit einem sensiblen Geruchssinn, der in erster Linie der Orientierung dient. Mit intensiven Gerüchen wird diese Wahrnehmung derart paralysiert, dass die Hautflügler voller Eckel das Weite suchen. Auf diese Weise nimmt die Ameisenplage im Rasen rasch ein Ende, ohne dass die chemische Keule hervorgeholt werden muss. Diese Düfte versprechen maximalen Erfolg:

  • Knoblauchbrühe
  • Mix aus Kampfer und Alkohol
  • Billiges Parfum
  • Japanisches Heilpflanzenöl

Werden Ameisennester mit diesen Flüssigkeiten wiederholt eingesprüht, packen die Arbeiterinnen die Koffer und das ganze Volk zieht aus. Einen ähnlichen Effekt erzielten ätherische Kräuter, die sich in der natürlichen Ameisenbekämpfung bestens bewährt haben. Legen Sie um die Ameisennester Eukalyptus, Anis, Salbei, Zitronenmelisse, Lavendel und ähnliche Kräuter aus, ist die Ameisenplage innerhalb kurzer Zeit Geschichte.

Tipp 3: Natürliche Gegenspieler aktivieren

Nimmt die Ameisenplage im Rasen überhand, holen sich kundige Gärtner Schützenhilfe durch die Freßfeinde der Lästlinge. Die folgenden Tiere des Gartens haben Ameisen zum Fressen gerne:

  • Vögel jeglicher Gattung, vor allem der Grünspecht
  • Käfer, wie der Dickmaulrüssler
  • Libellen
  • Spinnen
  • Kröten

Einer der gefährlichsten Feinde für Ameisen ist der Ameisenlöwe, dem Insekt des Jahres 2010. Der schlaue Ameisenlöwe fängt die Krabbeltiere mit einer selbst gebauten Trichterfalle auf feinkörnigem Sand. Im naturnahen Garten siedeln sich alle diese Nützlinge gerne an. Schaffen Sie daher Rückzugsorte, wie eine Trockenmauer, dichte Hecken, morsche Baumstämme oder Laubhaufen

Tipp 4: Mit Nematoden giftfrei Ameisenplage beenden

Natürliche Gegenspieler der besonderen Art zählen bereits seit Jahrmillionen Ameisen zu ihrem Beuteschema. Die Rede ist von Nematoden, winzig kleinen Fadenwürmern, die in fossilen Arbeiterinnen entdeckt wurden. In der modernen Ameisenbekämpfung werden die Nematoden der Gattung Mermis als giftfreies Präparat auf die Ameisennester ausgebracht, wo sie die Ameisenplage aus der Welt schaffen.

Tipp 5: Orientierung stören mit Essig und Teebaumöl

Funktionstüchtige Ameisennester sind darauf angewiesen, dass die Arbeiterinnen immer wieder den Weg dorthin zurückfinden, reich beladen mit Nahrung für die Brut. Zu diesem Zweck markieren die Insekten die Laufstraßen mit körpereigenen Duftstoffen. Das Volk ist dem Untergang geweiht, wenn diese Düfte überdeckt werden. Essig ist zu diesem Zweck bestens geeignet, ebenso wie das etwas mildere Teebaumöl.

Sprühen Sie die Pfade Richtung Rasen und Ameisennester alle paar Tage mit Essigwasser oder verdünntem Teebaumöl ein, beendet diese Maßnahme die Ameisenplage im Handumdrehen. Wichtig zu beachten ist, dass Sie die Flüssigkeit nicht unmittelbar auf das Gras sprühen.

Tipps

Die Gelbe Wiesenameisen zählt den häufigsten Ameisenarten in Europa. Ihre Ameisennester befinden sich überwiegend in Rasenflächen oder Wiesen und sind in der Regel vollständig überwuchert. Eine einzelne Kolonie beherbergt von wenigen Hundert bis zu mehreren Tausend Arbeiterinnen. Im größten bislang entdeckten Bau tummelten sich 100.000 Arbeiterinnen.

Tipp 6: Mit Natron gegen Ameisenplage vorgehen

Das Backtriebmittel Natron hat sich in der Ameisenbekämpfung einen guten Ruf erworben. Natron alleine übt allerdings noch keine Wirkung gegen die Ameisenplage aus. Erst in Kombination mit Zucker, ziehen Sie auf diese Weise einen Schlussstrich unter die Ameisenplage. Wiederholt ausgestreut auf die Ameisennester, fressen die Plagegeister das Gemisch und gehen am freigesetzten Ammoniak ein.

Tipp 7: Mit Bier auf Ameisenfang – so funktioniert es

Bestens bekannt als wirksames Mittel gegen gefräßige Schnecken, erfüllt die Bierfalle ebenfalls gegen eine Ameisenplage im Rasen die Erwartungen. So machen Sie es richtig:

  • Einen flachen Teller füllen mit verschaltem Bier
  • Darin einen Esslöffel Honig verrühren
  • In unmittelbarer Nähe der Ameisennester aufstellen

Da sie ganz wild auf Süßigkeiten sind, krabbeln die Ameisen in den Teller und ertrinken in der alkoholischen Flüssigkeit.

Tipp 8: Ameisennester konsequent stören im Rahmen der Rasenpflege

In Anbetracht des Gewimmels rund um Ameisennester erstaunt es zwar, doch die Plagegeister möchten eigentlich ihre Ruhe haben. Die regelmäßige Rasenpflege ist daher ein probates Mittel, um es den Krabbeltieren möglichst ungemütlich zu machen. So gelingt die Ameisenbekämpfung durch Ruhestörung:

  • Von April bis September alle 7-10 Tage mähen
  • Vor jedem Rasenmähen die Hügel der Ameisennester einebnen
  • Beim sommerlichen Rasen sprengen den Bau stets mit einbeziehen

Die alljährliche Erhaltungskalkung des Rasens beugt übrigens nicht nur einer Übersäuerung des Bodens vor; zugleich werden sich Ameisen hüten, in einem gekalkten Rasen einen neuen Bau anzulegen.

Tipp 9: Ameisenbekämpfung mit Pflanzenjauchen – eine Anleitung

In der häuslichen Ameisenbekämpfung verpönt, rücken Sie mit dem Gestank von Pflanzenjauchen einer Ameisenplage im Rasen nachhaltig zu Leibe. Brennnesseljauche können Sie ganz einfach selbst herstellen, um damit Ameisennester solange einzusprühen, bis die Biester von dannen ziehen. Nach dem folgenden Rezept stellen Sie nicht nur Brennnesseljauche selber her, sondern auch andere Mischungen, wie Wermut- oder Beinwellsud:

  • In 10 Litern Wasser 1 Kilogramm frische Brennnesselblätter einweichen
  • Am sonnigen Gartenplatz aufstellen und mit Maschendraht abdecken
  • In einem Holzbottich 14 Tage lang ziehen lassen und täglich umrühren

Nach Abschluss des Gärungsprozesses wird die Jauche abgeseiht und ist sogleich bereit für die Anwendung. Verdünnt im Verhältnis 1:10 sprühen Sie die Ameisennester im Rasen wiederholt ein. Beziehen Sie dabei den gesamten Rasen ein, düngen Sie das Grün im gleichen Zug auf natürliche Art und Weise.

Tipp 10: Bekämpfung von Blattläusen vertreibt Ameisen – so geht’s

Wo sich Blattläuse auf Pflanzen tummeln, sind Ameisen nicht weit. Es ist der Honigtau, den die Schädlinge ausscheiden, der die Ameisen anlockt. Ameisenbekämpfung geht daher im Garten Hand in Hand mit der Eindämmung von Läusen. Werden Sie mit einer Ameisenplage im Rasen konfrontiert, entziehen Sie den Insekten die Nahrungsgrundlage durch folgendes Vorgehen gegen Blattläuse:

  • Besprühen mit einem Mix aus 1 Liter Wasser sowie je 15 ml Kernseife und Spiritus
  • Pflanzen wiederholt bestäuben mit reiner Holzkohleasche oder Gesteinsmehl
  • Aus 3 Knoblauchzehen und 1 Liter Wasser einen Sud kochen und die Pflanzen behandeln

Darüber hinaus hält der Fachhandel Bekämpfungsmittel auf der Basis von Neem- oder Rapsöl bereit, die sich als wirksam gegen Blattläuse erwiesen haben und somit den Garten für Ameisen ebenfalls unattraktiv gestalten.

Tipps

Die längste Lebensspanne einer Ameisenkönigin betrug 28 3/4 Jahre. Das Exemplar wurde im August 1931 gefangen und segnete erst im April 1960 das Zeitliche. Dabei handelte es sich um eine begattete Königin der Schwarzen Wegameise, die bis zu ihrem Tod befruchtete Eier legte.

GTH

Text: Burkhard

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