Hilfe – in meinem Blumentopf haben sich Ameisen angesiedelt

Ameisen sind ausgesprochen nützliche Tiere, die mit ihrem Fleiß die Umwelt nachhaltig positiv beeinflussen. Im eigenen Garten sind sie jedoch eher unerwünscht und können lästig werden. Selbst in Blumentöpfen auf Terrasse und Balkon lassen sie sich gelegentlich nieder. Es lohnt sich aber in jedem Fall, eines der zahlreichen Hausmittel auszuprobieren und die Tierchen nicht einfach abzutöten. Gerade wenn es sich der Ameisenstaat im Blumentopf auf sehr begrenztem Raum gemütlich gemacht hat, klappt dies mit etwas Geduld hervorragend.

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Ameisen lassen sich gern in Blumentöpfen nieder

Zitronensaft

Zitronensäure schmeckt Ameisen gar nicht und sie suchen meist rasch das Weite.

  • Pressen Sie eine frische Zitrone aus.
  • Geben Sie den Saft auf ein Tuch.
  • Legen Sie dies auf die Erde.
  • Regelmäßig wiederholen.

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Gurkenschalen

Gurkenschalen sind giftig für die Tiere. Legen Sie diese einfach für einige Tage auf die Erde, das wirkt abschreckend und der Insektenstaat sucht das Weite.

Gewürze wie Lorbeer, Nelke oder Zimt

Ameisen mögen die Gerüche dieser Küchenkräuter gar nicht. Bewährt hat es sich, eine Mischung aller Gewürze auf die Erde im Blumentopf zu streuen. Alternativ können Sie zu ätherischen Ölen, wie Sie für Dampflampen erhältlich sind, greifen. Insbesondere Zimtöl wirkt ausgesprochen gut. Tropfen Sie die Substanz auf ein Tuch und legen Sie es rund um die Pflanze. Täglich erneuern.

Gemahlener Kaffee

Bestreuen Sie die Erde einfach mit einigen Löffeln gemahlenem Kaffee. Es muss kein frisches Pulver sein, selbst der Trester aus dem Kaffeevollautomaten oder Kaffeefilter funktioniert gut. Geben Sie das Pulver auch vorsichtig in die Löcher, aus denen sehr viele Ameisen herauskrabbeln und drücken Sie mit einem Löffelstiel nach. Der intensive Geruch Ihres liebsten Morgengetränks schreckt die Tierchen ab und sie suchen sich eine neue Bleibe.

Reichlich Wässern

Überschwemmungen mögen Ameisen gar nicht. Verträgt es die Pflanze, sollten Sie diese an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen durchdringend gießen, sodass sich Wasser im Untersetzer sammelt. Sie werden sehen, den Tieren wird das bald zu bunt und sie wandern aus.

Kalk oder Gartenkreide

Haben Sie Ameisennester im Garten, sollten Sie vorbeugend Kreidepulver oder Gartenkalk (9,70€ bei Amazon*) rund um die Blumentöpfe streuen. Die kleinen Krabbler überqueren diese alkalisch wirkenden Barrieren nicht und wählen lieber andere Plätze, um einen neuen Staat zu gründen.

Kein gutes Mittel: Backpulver

Ein gängiger Tipp bei Ameisenbefall Lautet: Backpulver auf der Erde im Blumentopf zu streuen. Das Mittel wirkt nicht besonders gut und bedeutet gleichzeitig einen qualvollen Tod für die Tiere. Entgegen der landläufigen Meinung fressen Ameisen das Backpulver nicht, sondern sterben beim Kontakt mit dieser Substanz an Verätzungen. Greifen Sie deshalb auf schonende Methoden zurück, die ebenfalls wirken aber die Insekten gleichzeitig schützen.

Tipps

Rasch wirkende Insektizide für das Erdreich sollten schon als Umweltaspekten nur dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Mittel versagen. Ameisen sind Nützlinge, die Samen weiter tragen Samen, den Boden auflockern und vielen anderen Tieren als Nahrung dienen. Das macht sie zu einem wichtigen, schützenswerten Glied im Ökosystem.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: TIPAKORN MAKORNSEN/Shutterstock

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