Ameisen in Zimmerpflanzen: Ursachen und Bekämpfungsmaßnahmen

Ameisen sind zwar nützliche Helfer für die Natur, können für den Menschen aber auch zur Plage werden. Besonders lästig sind die Insekten, wenn sie im Haus auftauchen. Leider besitzen Ameisen eine Vorliebe für Zimmerpflanzen und nisten sich gerne im Substrat ein. Wie Sie den Befall erkennen und das krabbelnde Volk schnell wieder los werden, lesen Sie in diesem Artikel.

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Umtopfen hilft bei Ameisenbefall

Schadbild an der Pflanze

Einen Ameisenbefall erkennen Sie an angefressenen Blättern. Allerdings ist dies auch schon das einzige Symptom. Im Gegensatz zu anderen Schädlingen richten Ameisen keinen großen Schaden an Zimmerpflanzen an. Viel eher stören sie aufgrund ihres regsamen Auftretens überall in der Wohnung. Doch Vorsicht, sobald Ameisen im Küchenschrank auftauchen, besteht das Risiko, dass die Lebensmittel verderben.
Weiterhin sollten Sie möglichst schnell handeln, wenn Sie Blattläuse an Ihrer Zimmerpflanze entdecken. Haben diese einmal angefangen, Mehltau auf den Blättern zu produzieren, sind die Ameisen gewiss nicht mehr fern. Der klebrige Belag stellt ein regelrechtes Festmahl für die Insekten dar.

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Bekämpfungsmaßnahmen

Auch wenn der Befall noch so lästig ist, kommen chemische Fungizide zur Bekämpfung nicht infrage. Diese schadeten nicht nur den Ameisen, sondern auch Ihrer Pflanze und Ihrer Gesundheit. Besser sind folgende Hausmittel:

Kaffeesatz

Ameisen verabscheuen Kaffeearoma. Entsorgen Sie Ihren alten Kaffeefilter nicht, sondern geben Sie den Inhalt beim nächsten Mal über das Substrat.

Ameisen in die Falle locken

Stellen Sie eine Falle auf, indem Sie eine süße, klebrige Flüssigkeit (Honig, Sirup, etc.) mit Wasser mischen. Der süße Duft zieht die Ameisen an, sodass Sie sie gezielt vernichten können.

Seifenlösung herstellen

Lösen Sie etwas Pfefferminzseife (erhältlich in der Apotheke) mit zwei Tassen Wasser und besprühen Sie Ihre Zimmerpflanze mit der Lösung.

Zimmerpflanzen umtopfen

Sollte keine der genannten Maßnahmen helfen, topfen Sie Ihre Zimmerpflanze in frisches Substrat und waschen den alten Pflanzkübel gut aus.

Hinweis: Zwar sind es in erster Linie die adulten Tiere, die bei Betroffenen für Ärgernis sorgen, das eigentliche Problem stellen jedoch die jungen Ameisen dar. Während ausgewachsene Tiere den größten Teil ihres Lebens bereits hinter sich haben, vermehrt sich die junge Generation meistens unbemerkt. Wird nichts gegen die Brut unternommen, nimmt die Ausweitung der Population kein Ende.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Pixel-Shot/Shutterstock

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