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Ameisen Eier bekämpfen: Effektive Methoden & Tipps

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Ameisen im Garten sind lästig, aber eine dauerhafte Bekämpfung gelingt nur, wenn auch die Brut vernichtet wird. Dieser Artikel stellt verschiedene Methoden vor, um Ameiseneier effektiv zu bekämpfen – von Hausmitteln bis zu chemischen Mitteln.

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Die Ameiseneier enthalten die zukünftige Generation der Nützlinge

Warum die Bekämpfung von Ameiseneiern so wichtig ist

Ameisen existieren in gut organisierten Staaten, geleitet von einer Königin, deren Hauptaufgabe die Eiablage ist. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die von den Arbeiterinnen gepflegt werden. Diese entwickeln sich letztendlich zu neuen Arbeiterinnen, Soldaten oder geschlechtsreifen Tieren.

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Eine reine Bekämpfung der Arbeiterinnen führt nur kurzfristig zum Erfolg, da die Königin kontinuierlich neue Eier produziert. Deshalb ist es notwendig, nicht nur die erwachsenen Ameisen, sondern auch die Eier und Larvalstadien zu vernichten, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen.

Hausmittel gegen Ameiseneier

Es gibt mehrere bewährte Hausmittel zur Bekämpfung von Ameiseneiern:

  • Kies und Mörtel: Die Schwarze Wegameise baut häufig Nester unter Gartenplatten. Beim Verlegen der Platten ist es ratsam, feinen Kies anstelle von Sand zu verwenden, da Ameisen diesen nicht abtragen können. Alternativ können Fugen auch mit Mörtel verschlossen werden.
  • Umsiedeln des Ameisennests: Ein schonendes Verfahren ist das Umsiedeln des Ameisennests. Dazu kann ein großer Blumentopf mit trockenem Gras und etwas Marmelade über das Nest gestülpt werden. Nach einigen Tagen ziehen die Ameisen mitsamt ihrer Eier in den Topf um, welcher dann an einen entfernten Ort gebracht werden kann.
  • Kräftige Gerüche: Starke Gerüche wie Lavendel, Minze, Zitronenschalen, Essig, Zimt, Chili, Gewürznelken und Farnwedel stören den Orientierungssinn der Ameisen und vertreiben sie. Diese Duftstoffe können rund um Eingänge und auf Ameisenstraßen angewendet werden.
  • Kalk und Kreide: Alkalische Substanzen wie Kalk oder Kreide können Ameisen abwehren. Streuen Sie diese an kritischen Stellen, die die Ameisen meiden sollen.
  • Kaffeesatz: Kaffeesatz eignet sich gut zur Abwehr von Ameisen. Streuen Sie ihn auf Ameisenstraßen oder mischen Sie den Satz mit Gartenerde.
  • Kupfer: Ameisen meiden Kupfer. Kupferdraht, -band oder -münzen wirken als effektive Barrieren.

Chemische Mittel zur Bekämpfung von Ameiseneiern

Wenn Hausmittel nicht ausreichend wirksam sind, können chemische Mittel Abhilfe schaffen:

  • Ameisensprays: Sprays können direkt in das Nest gesprüht werden und töten die Ameisen sowie deren Eier. Diese Sprays enthalten häufig Wirkstoffe wie Permethrin oder Cyhalothrin.
  • Ameisenköder: Diese enthalten süßes Gel, welches die Ameisen anlockt. Die Ameisen bringen das Gift ins Nest, wodurch die Königin und Brut ebenfalls vergiftet werden. Wirkstoffe wie Spinosad sind hierin häufig enthalten.
  • Ameisenpulver: Pulver werden um die Nesteringänge und auf Ameisenstraßen gestreut. Sie werden von den Ameisen aufgenommen und ins Nest gebracht, wo sie die Königin und Brut töten. Häufig enthalten diese Pulver Gifte wie Fipronil.

Wichtig: Lesen Sie stets die Gebrauchsanweisung und Sicherheitshinweise der chemischen Mittel. Sie können für Haustiere und Kinder gefährlich sein und auch die Umwelt belasten.

Natürliche Feinde von Ameisen

Die Einbeziehung natürlicher Feinde kann ebenfalls hilfreich sein:

  • Nematoden: Mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Larven der Ameisen eindringen und diese abtöten. Nematoden sind umweltfreundlich und effektiv.
  • Raubtiere: Verschiedene Tiere ernähren sich von Ameisen und können deren Population kontrollieren. Dazu gehören Vögel wie Spechte, Igel, Spitzmäuse, Eidechsen, Kröten, Frösche, Schlangen, Spinnen, Käfer wie Sandkäfer und Ameisenlöwen.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen helfen, einer Ameisenplage vorzubeugen:

  • Lebensmittel gut verschließen: Ameisen werden von Lebensmitteln, besonders Süßem, angezogen. Bewahren Sie alle Lebensmittel in luftdichten Behältern auf.
  • Müll regelmäßig entsorgen: Abfälle sollten täglich entfernt werden, um keine Nahrungsquelle für Ameisen zu bieten.
  • Tierfutterreste entfernen: Entfernen Sie Futterreste, da diese oft Ameisen anziehen.
  • Zugänge abdichten: Verschließen Sie Ritzen und Fugen mit geeigneten Materialien wie Silikon oder Acryl. Fenster und Türen können mit Dichtungsbändern gesichert werden.
  • Regelmäßige Reinigung: Reinigen Sie Böden und Oberflächen regelmäßig, besonders mit heißem Wasser, um Duftspuren zu entfernen.
  • Gartengestaltung: Verwenden Sie beim Verlegen von Gartenplatten feinen Kies oder Split statt Sand, um Stabilität zu gewährleisten und Ameisen den Nestbau zu erschweren.