Ameisen an Rosen – Was ist jetzt zu tun?

Genau genommen sind Ameisen keine Schädlinge, sondern - ganz im Gegenteil - sehr nützliche Insekten. Dennoch können die fleißigen Tierchen gerade an Rosen große Schäden anrichten.

Ameisen auf Rosen
Ameisen an Rosen können ein Hinweis auf Blattläuse sein

Ameisen sind häufig ein Hinweis für einen Blattlausbefall

Wo Ameisen sind, finden Sie häufig auch Blattläuse. Deshalb sollten Sie eine auffällig von Ameisen wimmelnde Rose zunächst auf einen Blattlausbefall hin untersuchen und anschließend auf breiter Front kämpfen. Sowohl die Ameisen als auch die Blattläuse schädigen die Pflanze stark und ziehen häufig Pilzerkrankungen (wie beispielsweise den Rußtaupilz) nach sich. Ameisen „halten“ sich Blattläuse quasi als „Haustiere“, wobei beide Arten voneinander profitieren. Die Blattläuse genießen den Schutz durch die wehrhaften Ameisen, während diese wiederum die honigsüßen, nahrhaften Ausscheidungen der Blattläuse als Nahrung gebrauchen.

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Zwischen den Wurzeln sitzende Ameisen schädigen Rosen

Blattläuse schwächen die Rose, weil die Tierchen die Blattadern anstechen und den Pflanzensaft absaugen. Ihre Honigtau genannten Ausscheidungen wiederum werden häufig von Schwarzpilzen (z. B. Rußtaupilzen) besiedelt, locken aber auch Ameisen an. Diese wiederum schädigen die Pflanze vor allem indirekt, indem sie durch ihre Grabetätigkeiten die Erde stark lockern und somit auch die Wurzeln. Diese wiederum können anschließend weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen, so dass die Rose in der Folge welk wird, sich gelblich färbt und schließlich verkümmert.

Ameisen vertreiben – Lavendel- oder Brennnesseljauche hilft

Häufig wird Backpulver als Hausmittelchen gegen Ameisen verwendet, allerdings ist dieses nur bedingt wirksam. Besser ist es, Sie bekämpfen die lästigen Tiere auf folgende Weise:

  • Bekämpfen Sie zunächst einmal eventuell vorhandene Blattläuse.
  • Am besten wirken hierbei ungiftige biologische Mittel,
  • beispielsweise Kaliseife.
  • Sprühen Sie diese bestenfalls abends auf die gesamte Pflanze.
  • Nun lockern Sie zunächst gründlich die Erde rund um die Rose herum
  • beschädigen Sie dabei aber keine Wurzeln!
  • Anschließend treten Sie die Erde wieder gut fest
  • und wässern Sie Rose häufiger.
  • Als wirksam hat sich auch das Gießen mit einem Lavendel- oder Brennnesselsud erwiesen,
  • wobei Ameisen auch Pfefferminztee nicht besonders mögen.

Das häufige Gießen vertreibt die Ameisen zwar sehr sicher, schädigt auf Dauer aber die Rose. Deshalb sollten Sie es damit nicht übertreiben, sondern bei einem starken Befall lieber auf ein bewährtes Ameisenmittel zurückgreifen.

Tipps

Außerdem mögen Ameisen auch Gartenkalk sowie die Aromen von Zitronen, Zimt, Chili oder Gewürznelken nicht besonders. Diese Stoffe können Sie ebenfalls im betroffenen Bereich ausbringen und die lästigen Insekten so vertreiben.

Text: Ines Jachomowski

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