Walnussblätter auf den Kompost bringen?

Viele Gärtner warnen davor, Walnussblätter auf den Kompost zu bringen. Diese Warnung ist nicht ganz unberechtigt. Trotzdem dürfen Sie natürlich auch das Laub eines Walnussbaumes kompostieren. Dabei müssen Sie nur ein paar Dinge beachten.

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Walnussblätter machen den Kompost sehr sauer

Dürfen Walnussblätter auf den Kompost?

Walnussblätter enthalten sehr viel Gerbsäure. Die Säure sorgt zum einen dafür, dass die Blätter nur sehr langsam verrotten. Zum anderen säuert sie den Kompost, sodass er sich nicht für die Düngung aller Pflanzen im Garten eignet.

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In kleinen Mengen schadet Walnusslaub sicherlich nicht und wird auch den Kompost nicht zu stark belasten. Sie sollten das Laub aber zuvor gut kleinhäckseln und es mit anderen Gartenabfällen mischen.

Auf den Kompost gehört in jedem Fall nur Laub, das frei von Pilzen und Schädlingen ist. Bei Walnussblättern treten solche Probleme allerdings nur sehr selten auf.

Zweiten Komposthaufen für Walnussblätter anlegen

Fällt bei Ihnen viel Walnusslaub an, sollten Sie überlegen, ob Sie einen zweiten Komposthaufen anlegen, in dem Sie nur das Laub und andere saure Stoffe kompostieren.

Eine andere Möglichkeit ist es, das Laub auf einen Haufen zu fegen. Es wird dann zerkleinert und in sehr kleinen Mengen auf dem Hauptkomposthaufen mit anderen, sich schneller zersetzenden Materialien gemischt. Dann wird die Komposterde nicht so sauer und der Verrottungsprozess verläuft etwas zügiger.

Für welche Pflanzen eignet sich saurer Kompost?

Sehr saure Komposterde, wie sie beim Kompostieren von Walnussblättern und anderem Laub entsteht, können Sie sehr gut verwenden, wenn Sie Moorbeetpflanzen düngen möchten. Diese Pflanzen freuen sich über Kompost aus Walnussblättern:

  • Azaleen
  • Rhododendren
  • Heide
  • Waldpflanzen

Kompost kalken

Damit Komposterde, die durch Walnussblätter sehr sauer geworden ist, auch für andere Pflanzen genutzt werden kann, können Sie den Kompost auch kalken.

Den Kalk sollten Sie erst kurz vor der Verwendung aufstreuen. Als Dosierung wird ein Kilogramm Kalk pro drei Kubikmeter Kompost empfohlen. Als bester Kalk für diesen Einsatz gilt Algenkalk.

Tipps

Nicht nur Laubblätter können Komposterde sehr sauer machen. Auch viele Nadelbäume wie Thuja sollten nicht in zu großen Mengen auf den Kompost gebracht werden. Zuvor wird das Schnittmaterial kleingehäckselt, damit es schneller verrottet.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: popotepec/Shutterstock

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