Das Laub des Walnussbaums – Besonderheiten und Tipps zur Verwertung

Aus Herbstlaub lassen sich die schönsten Sachen bilden und basteln: kreative Gartendekorationen, Winterquartiere für kleine Tiere... Darüber hinaus erfüllt Laub einen praktischen Zweck. Die Blätter eignen sich beispielsweise als Frostschutz auf Blumenbeeten oder zum Anreichern des Bodens. Diesbezüglich müssen Sie bei der Walnuss einiges beachten. Genaueres erfahren Sie auf dieser Seite.

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Walnusslaub enthält giftige Bestandteile

Walnusslaub kompostieren?

Im Gegensatz zu anderen Baumarten eignet sich das Laub der Walnuss leider nur bedingt zum Kompostieren. Zwei wichtige Eigenschaften sind dafür verantwortlich:

  • Walnuss Laub verrottet nur langsam
  • Walnuss Laub ist in hohen Mengen giftig

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Was verlangsamt das Verrotten?

Die Blätter des Walnussbaums enthalten Gerbstoffe, sogenannte Tannine. Dabei handelt es sich um ätherische Öle, die in der Medizin zwar sehr geschätzt, für das Kompostieren von Walnusslaub jedoch zum Problem werden.

Hinweis: Haben Sie sich schon immer gefragt, warum unter Ihrem Walnussbaum kaum kleinwüchsige Pflanzen gedeihen? Auch hierfür sind die Tannine verantwortlich. Das Regenwasser spült die Stoffe aus den Blättern und leitet sie in den Boden weiter. Eine Unterpflanzung einer Walnuss wächst ähnlich der Nadelbäume nur schlecht.

Welche Pflanzen nicht mit Walnuss mulchen?

Folgenden Gewächsen kann die enthaltene Gerbsäure zum Verhängnis werden:

  • Sommerblumen
  • Zwiebelgewächse
  • Stauden

Können Sie das Laub der Walnuss aufgrund Ihrer Pflanzenwahl nicht verwenden, finden Sie hier hilfreiche Informationen, wie Sie die Blätter entsorgen.

Alternativen

Der separate Komposthaufen

Mischen Sie das Laub der Walnuss mit Ihren anderen Kompostabfällen, verlangsamt sich der gesamte Zersetzungsprozess. Trotzdem müssen Sie Walnusslaub nicht zwangsläufig entsorgen. Allerdings sollten Sie die Blätter auf einem separaten Komposthaufen von den übrigen Resten trennen. Es gibt sogar viele Pflanzen, die sich über sauren Kompost freuen. Besonders in Moorbeeten findet diese spezielle Anreicherung Verwendung. Geben Sie die zersetzten Walnussblätter in das Substrat von:

  • Hortensien
  • Heidegewächsen
  • Rhododendron
  • zahlreiche Waldpflanzen
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Marian Fil/Shutterstock

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