Frostschaden am Walnussbaum – Ursachen und Behandlung

Der Walnussbaum ist eine frostempfindliche Pflanze, die vor allem bei Spätfrösten stark gefährdet ist, Schaden zu nehmen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über Frostschäden bei der Walnuss.

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Frostschäden entstehen durch Spätfröste

Spätfröste schaden dem Walnussbaum

Ursprünglich hat sich der Walnussbaum in warmen Gefilden entwickelt. Deshalb ist die Pflanze so frostempfindlich. Problematisch sind in erster Linie Spätfröste.

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In den Monaten April, Mai und Juni bilden Walnussbäume Blätter und Blüten aus. Tritt ausgerechnet in dieser Zeit Frost auf, resultieren Frostschäden.

Hinweis: Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt reichen in diesem Fall schon aus.

“Spätfröste” nach voreilig einsetzendem Frühjahr

Neben den klassischen Spätfrösten gibt es noch ein anderes kritisches Szenario, das sich auf das erste Aufkommen des Frühjahrs bezieht: Setzt es voreilig ein und sorgt also zeitig für warme Temperaturen, so regt dies die Walnuss an, auch früher auszutreiben.

Das wäre an sich noch kein Drama, im Gegenteil. Aber: Folgt plötzlich wieder eine länger dauernde Kälteperiode, haben die frischen Triebe des Baumes kaum eine Chance.

So erkennen Sie Frostschäden an der Walnuss

Ein frostgeschädigter Walnussbaum zeigt von heute auf morgen schwarze Blätter und bräunliche bis schwarze Blüten.

Wie Sie einen frostgeschädigten Walnussbaum retten

Sie müssen weitestgehend auf die zweifellos vorhandenen Selbstheilungskräfte Ihres Walnussbaumes vertrauen und haben nur wenige Möglichkeiten, ihm aktiv zu helfen.

Was bei beschädigten Blättern zu tun ist

  1. Beobachten Sie Ihre Walnuss. Nach wenigen Wochen sollte sie mit dem Neuaustrieb beginnen.
  2. Schneiden Sie die erfrorenen Blätter NICHT ab, ansonsten muss der Baum auch noch offene Wunden heilen (unnötiger Kraftverlust). Der Wind wird das Laub forttragen.
  3. Versorgen Sie den Baum mit geeignetem Dünger, um ihm zusätzlich Kraft zu geben.
  4. Führen Sie der Walnuss außerdem genügend Flüssigkeit zu.

Achtung: Der Neuaustrieb ist extrem wichtig. Ohne Blätter stirbt der Baum ab.

Hinweis zu veredelten Walnussbäumen: Sie bilden eine Ausnahme, was das Abschneiden der Blätter betrifft:

  1. Schneiden Sie gleich nach der Frostnacht alle erfrorenen Blätter ab.
  2. Lassen Sie die Blattstiele stehen.
  3. Wenige Tage später treiben aus den Beiaugen Neutriebe aus.
  4. Binden Sie daraufhin den Leittrieb an.
  5. Nach ein paar Wochen schneiden Sie dann auch den frostgeschädigten Trieb ab.

Was bei beschädigten Blüten zu tun ist

Bei erfrorenen Blüten sind Sie machtlos und müssen mit einem kompletten Ernteverlust rechnen – es sei denn, es steht ein anderer (gesunder) Walnussbaum in der Nähe.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: PhoThought/Shutterstock

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