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Walnussbaum im Herbst: Laubfall, Früchte und Pflanzzeit

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Der Walnussbaum ist ein imposanter Baum, der im Herbst mit seinem intensiven Farbenspiel und der reichen Walnussernte begeistert. Erfahren Sie in diesem Artikel alles Wissenswerte über den Walnussbaum im Herbst, von der Laubfärbung über die Ernte bis hin zur idealen Pflanzzeit.

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Im Herbst ist Erntezeit

Der Walnussbaum im Herbst: Ein Farbenspiel der Natur

Im Herbst präsentiert sich der Walnussbaum in einem intensiven Farbenkleid. Das sommergrüne Laub wechselt von einem satten Grün zu einem warmen Spektrum aus Gelb- und Orangetönen, die auffällige Akzente im Garten setzen. Dieser Farbwechsel entsteht durch den Abbau des Chlorophylls, wodurch andere Farbstoffe wie Carotinoide sichtbar werden. Mit dem Einzug des Herbstes beginnt der Walnussbaum, seine Blätter abzuwerfen, was zu einer eindrucksvollen Kulisse führt. Je nach Sorte und Witterungsbedingungen kann die Intensität und Dauer der Herbstfärbung variieren, wobei die Verwandlung besonders in wärmeren Regionen prächtig zur Geltung kommt.

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Laubfall beim Walnussbaum: Ein natürlicher Kreislauf

Durch das Abwerfen der Blätter verringert der Baum seine Oberfläche, wodurch der Wasserverlust minimiert und die Schneelast auf den Ästen reduziert wird, was Bruchschäden vorbeugt. Zudem enthalten die herabgefallenen Walnussblätter ätherische Öle, die das Wachstum anderer Pflanzen in ihrer Umgebung hemmen können. Dieser Prozess sorgt für ausreichend Platz und Ressourcen für den Walnussbaum im kommenden Frühjahr.

Walnussernte: Die Früchte des Herbstes

Im Herbst ist die Zeit der Walnussernte. Ab September sind die Nüsse reif und fallen von selbst oder durch leichtes Schütteln vom Baum. Die grüne Fruchthülle platzt auf und gibt die braune Nuss frei. Beim Sammeln der Walnüsse ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, da die Fruchthülle einen stark färbenden Saft enthält.

Walnussbaum pflanzen im Herbst: Der ideale Zeitpunkt

Der Herbst gilt als eine der besten Pflanzzeiten für Walnussbäume. In dieser Zeit sind die Bedingungen optimal, da milderes Wetter und erhöhte Bodenfeuchtigkeit das Anwachsen der jungen Bäume unterstützen. Herbstpflanzungen ermöglichen es den Bäumen, vor dem Winter ein starkes Wurzelwerk zu entwickeln, was ihnen im nächsten Frühjahr einen deutlichen Wachstumsvorsprung gibt.

Standortwahl für den Walnussbaum: Sonne und Platz

Ein Walnussbaum benötigt einen sonnigen und geschützten Standort. Er bevorzugt warme, lichtreiche Plätze und sollte in ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen stehen, um seine ausladende Krone und das tiefreichende Wurzelsystem entwickeln zu können. Der Baum sollte idealerweise an einem Ort mit mindestens 10 Metern Abstand zu anderen Bäumen oder Gebäuden gepflanzt werden. Herabfallende Blätter und Fruchthüllen des Walnussbaums können den Boden mit Juglon anreichern, was das Wachstum anderer Pflanzen in der Nähe hemmen kann.

Bodenbeschaffenheit: Nährstoffreich und durchlässig

Der ideale Boden für den Walnussbaum ist tiefgründig, gut durchlässig und nährstoffreich. Lehmige Böden mit einem hohen Humusanteil bieten optimale Bedingungen, ebenso wie kalkhaltige Böden. Staunässe sollte vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Der pH-Wert des Bodens sollte im schwach sauren bis alkalischen Bereich liegen, um das Wachstum optimal zu unterstützen.

Pflanzloch und Pflanzung: Sorgfältige Vorbereitung

Das Pflanzloch für den Walnussbaum sollte mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein, damit der Baum ausreichend Platz hat, um sich zu etablieren. Eine gründliche Vorbereitung des Aushubs verbessert die Nährstoffversorgung und die Bodenstruktur:

  • Das Pflanzloch doppelt so breit und tief wie den Wurzelballen ausheben.
  • Den Aushub mit Kompost oder Pflanzerde anreichern.
  • Eventuell vorhandene Drehwurzeln vor dem Einpflanzen leicht zurückschneiden.
  • Nach dem Einsetzen des Baumes das Pflanzloch sorgfältig mit Erde auffüllen und festtreten.

Eine gute Bewässerung nach der Pflanzung und ein stabiler Stützpfahl helfen dem jungen Baum, gut anzuwachsen und standfest zu bleiben.

Gießen und Düngen: Moderate Wasser- und Nährstoffgaben

Walnussbäume sind relativ pflegeleicht und haben nur einen geringen Nährstoff- und Wasserbedarf. In Trockenperioden und während der Anwachsphase von jungen Bäumen sollte jedoch regelmäßig gegossen werden. Dabei ist es entscheidend, eher seltener, aber dafür gründlicher zu gießen, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann.

Zur Düngung eignet sich am besten Kompost oder ein organischer Dünger mit einem höheren Anteil an Kalium und Stickstoff, aber wenig Phosphor. Dies fördert das Wachstum und die Fruchtbildung. Ein guter Zeitpunkt für die Düngung ist der Frühling oder nach dem Fruchtfall im Herbst. Achten Sie darauf, keinen zu frischen Kompost zu verwenden, da dieser oft zu nährstoffreich ist.

Schnittmaßnahmen: Formschnitt und Auslichtung

Walnussbäume benötigen normalerweise keinen regelmäßigen Rückschnitt. Bei Bedarf können jedoch Formschnitt- und Auslichtungsmaßnahmen durchgeführt werden, um die Krone zu formen und die Baumgesundheit zu fördern. Der beste Zeitpunkt für Schnittarbeiten ist zwischen Ende Juli und Ende September, da das Risiko des „Blutens“ in dieser Zeit am geringsten ist.

  • Entfernen von konkurrierenden Ästen, um eine gleichmäßige Krone zu sichern.
  • Beseitigung von abgestorbenen oder nach innen wachsenden Zweigen, um Licht und Luft in die Baumkrone zu lassen.
  • Begrenzen des Kronendurchmessers durch Kürzung einzelner Triebe, um ein zu starkes Ausbreiten zu verhindern.
Bilder: Marina Lohrbach / Shutterstock