Schöne Sukkulenten für Ihr Zuhause – repräsentative Arten im Überblick

Sukkulenten sind nicht beschränkt auf eine einzige Pflanzenfamilie oder Gattung. Vielmehr verfügen zahlreiche Pflanzenarten rund um den Globus über die Fähigkeit, Wasser zu speichern und in lebensfeindlichen Regionen zu überleben. Dank ihrer Anspruchslosigkeit sind die Überlebenskünstler für Zimmer-Gärtner ein teamfähiger Begleiter, der nicht ständig auf pflegende Zuwendungen pocht. Lernen Sie hier repräsentative Arten kennen, die beim Schaulaufen auf der Fensterbank für Furore sorgen.

Sukkulenten Sorten
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Kakteen – bizarre Urgestalten mit einem Dornenkleid

Kakteen sind die bekanntesten Vertreter sukkulenter Pflanzen. Innerhalb dieser facettenreichen Familie tummeln sich Winzlinge von wenigen Zentimetern bis hin zu Giganten, die sich 10 Meter und höher gen Himmel strecken. Die folgenden Arten rangieren ganz oben im Ranking der beliebtesten Zimmerpflanzen, weil sie sich mit einer furiosen Kombination aus bizarrer Form, wunderschönen Blüten und farbenfrohen Dornen in Szene setzen:

  • Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii) mit goldgelben Dornen und leuchtend gelber Blütenpracht
  • Greisenhaupt (Cephalocereus senilis) mit weiß behaartem, säulenförmigem Körper und rosafarbenen Trichterblüten
  • Weihnachtskaktus (Schlumberga), Blattkaktus ohne Dornen und mit atemberaubender Blütenfülle zur Weihnachtszeit

In dieser Auslese darf die magische ‚Königin der Nacht‘ (Selenicereus grandiflorus) nicht fehlen. An ihren schlanken, kletternden Ranken entfalten sich in der Nacht bis zu 30 cm große, lachsfarbene Blüten, die einen verführerischen Duft verströmen.

Königs-Agave – royale Schönheit für die Fensterbank

Stellvertretend für die faszinierende Familie der Agaven, stellen wir Ihnen hier die Königs-Agave (Agave victoriae-reginae) vor. Sie bildet mit ihren dunkelgrünen, weiß umrandeten, Schwertblättern eine dichte Rosette. Im Gegensatz zu anderen Agaven, sind die Blattränder glatt. Lediglich an den Spitzen befinden sich 2 cm lange Endstachel. Mit einer Wuchshöhe von maximal 50 cm, gilt die Königs-Agave als einer der schönsten sukkulenten Zimmerpflanzen.

Aasblume – Blütenpracht mit markantem Duft

Eine Sukkulente der Superlative entstammt der Familie der Seidenpflanzengewächse. Die Großblütige Aasblume (Stapelia gigantea) trumpft auf mit 40 cm großen Blüten, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ihre hellgelbe Grundfarbe weist zahlreiche rote Querstreifen auf. Zudem sind die Blütenblätter übersät mit purpurfarbenen Härchen. Da die exotische Pretiose eine Wuchshöhe von 30 bis 50 cm erzielt, ist sie eigentlich ein Paradebeispiel für repräsentative Arten – wäre da nicht der unangenehme Geruch nach Aas.

Dickblattgewächse – florale Schmuckstücke für Ihr Daheim

Die Familie der Dickblattgewächse hat mannigfaltige repräsentative Arten für die Wohnraumbegrünung zu bieten. Um Ihnen die Qual der Wahl zu erleichtern, haben wir die schönsten Exemplare für Sie zusammengestellt:

  • Pfennigbaum (Crassula ovata), strauchartiges Ziergehölz mit dicken, glänzend-grünen, ovalen Schmuckblättern
  • Gold-Fetthenne (Sedum floriferum), zierlicher Bodendecker für Schalen und Tröge mit goldgelben Blüten
  • Aeonium arboreum trumpft auf mit dunkel-weinroten Blattrosetten und gelblich-weißen Blüten

Ein Klassiker unter den schönsten Dickblattgewächsen für Daheim ist Flammendes Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana). Die sukkulente Zierpflanze aus Madagaskar hat alles zu bieten, was wir uns von einer repräsentativen Zimmerpflanze wünschen. Mit einer Wuchshöhe von 30 cm und lang anhaltender Frühlingsblüte, eignet sich die Sukkulente für Blumentopf und Ampel gleichermaßen. In ihren dickfleischigen Blättern legt die Pflanze Wasservorräte an, sodass sie nicht schlappmacht, wenn ihr Gärtner ab und zu das Gießen versäumt.

Wolfsmilch – wilder Charme mit sukkulentem Charakter

Weil sie zahlreiche repräsentative Arten aufzuweisen hat, wurde die gesamte Gattung Wolfsmilch in 2013 zur Staude des Jahres gekürt. Wie die folgende Auslese beweist, haben alle Euphorbia den Titel einer sukkulenten Schönheitskönigin verdient.

  • Kandelaber-Wolfsmilch (Euphorbia abyssinica), majestätischer Gigant mit kantigen Trieben, der bis zur Decke reichen kann
  • Baseball-Wolfsmilch (Euphorbia obesa) zieht mit ihrem kugeligen Körper alle Blicke auf sich
  • Christusdorn (Euphorbia milii var. milii), giftig und dornig, jedoch mit wunderschöner Blüte inmitten des Winters
  • Tirucalli-Wolfsmilch (Euphorbia tirucalli), reich verzweigter Strauch, dessen bleistiftdünne Triebe an Stimmgabeln erinnern

Repräsentative Arten für die Weihnachtszeit hält die Gattung der Wolfsmilchgewächs gleich mehrere für Sie bereit. Neben dem dornenbesetzten Christusdorn, hat sich der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) einen Stammplatz erobert auf der winterlichen Blumenbank. Am hellen Standort mit angenehmen 20 Grad Celsius erstreckt sich die Blütezeit von November bis Februar.

Greiskräuter bescheren uns sukkulente Hängepflanzen

Repräsentative Arten unter Sukkulenten sind nicht beschränkt auf einen Auftritt entlang von Fenster- und Blumenbank. Prädestiniert für die spektakuläre Dekoration von Ampel und Hanging Basket sind die folgenden Arten aus der Familie der Greiskräuter:

  • Erbsen am Band (Senecio rowleyanus) mit kugeligen, grünen Blättern entlang dünner, bis zu 100 cm langer Triebe
  • Hängendes Kreuzkraut (Senecio herreianus) besticht mit grau-grünen, rot gestreiften, dicken Blättern an 70 cm langen Ranken

Übrigens haben die Sukkulenten unter den Greiskräutern bekannte, nicht sukkulente Artgenossen. Das Frühlings-Greiskraut beispielsweise ist uns aus dem naturnahen Garten wohlbekannt und unter Landwirten gefürchtet, weil es für Weidevieh giftig ist.

Tipps

Zahlreiche repräsentative Arten sind auf den ersten Blick als Sukkulenten nicht zu erkennen. Hierzu zählt die populäre Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia), die auf keiner Fensterbank fehlen darf. Mit ihren dunkelgrünen Fiederblättern an straff aufrechten Trieben verleiht die afrikanische Schönheit selbst lichtarmen Nischen grüne Lebendigkeit. Hausgärtner mit knapp bemessener Zeit wissen sich glücklich zu schätzen, die pflegeleichte Sukkulente ihr Eigen zu nennen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Teerachai Pankhao/Shutterstock
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