Aloe Vera Agave
Die Aloe Vera gehört nicht zu den Agaven

Agaven und ähnliche Pflanzen: Vorsicht Verwechslungsgefahr

In ihren Pflegebedürfnissen ähneln die verschiedenen Agavenarten durchaus den Kakteen, da sie nur wenig Pflege benötigen und mit den als Wasserspeicher dienenden Blättern empfindlich auf jede Schnittverletzung reagieren. Optisch allerdings gibt es eine ganze Reihe anderer Pflanzen, die mitunter gerne mit den im Topf oder als Zimmerpflanze gezogenen Agaven verwechselt werden.

Vorsicht vor der Verwechslung mit Aloe vera

Mittlerweile ist die Aloe vera in vielen Gärten ähnlich verbreitet wie Agaven, da die Heilwirkung des Aloe-Saftes sehr bekannt ist. Hierbei ist aber Vorsicht geboten: Da manche Agavenarten durchaus leicht giftig sind, sollte deren Saft aus den Blättern im Zweifelsfall niemals in offene Wunden und möglichst auch nicht auf die Haut gelangen. Zwar werden bestimmte Agaven für die Herstellung von Agavendicksaft oder Tequila genutzt, eine Verwechslung mit der heilsamen Aloe vera bietet aber durchaus Gefahrenpotenzial.

Die Kerzen-Palmlilie als optischer Doppelgänger der Agaven

Manchmal werden auch die als Kerzen-Palmlilie bezeichneten Exemplare der Art Yucca gloriosa mit den Agaven verwechselt. Allerdings sind deren ebenfalls in Form einer Rosette angeordneten Blätter deutlich dünner und weniger wasserhaltig. Das mag wohl auch der Hauptgrund dafür sein, dass diese Pflanzen im Gegensatz zu vielen Agavenarten sehr gut frosthart sind. Die auch als Spanischer Dolch bezeichnete Kerzen-Palmlilie blüht an einem geeigneten Standort jedes Jahr und neigt mehr zur Ausbildung eines verholzenden Stammansatzes als Agaven. Diese Pflanze kann eine exotisch anmutende Alternative sein, wenn die ähnlich aussehenden Agaven aufgrund der Temperaturen vor Ort nicht im Freien überwintert werden können.

Der sogenannte Bogenhanf

Aufgrund seiner dekorativen Blätter wird der Bogenhanf ähnlich oft als Zimmerpflanze im im Topf kultiviert wie die Agave. Gemeinsamkeiten der Sansevieria mit den Agaven sind:

  • Blätter ungestielt
  • sukkulente Pflanzen
  • leicht zu pflegende Pflanze auf der Fensterbank

Unterschiedlich ist dagegen, dass die Blätter nicht als große Blattrosette angeordnet sind, sondern entlang des Rhizoms als grundständige Blattrosetten oder zweizeilig wachsen. An jedem Trieb bildet sich nur einmalig ein Blütenstand, die Triebe sterben nach der Blüte aber nicht ab.

Tipps

Agaven lassen sich in der Regel relativ eindeutig anhand ihrer dicken, fleischigen Blätter und anhand des oftmals vorhandenen Stachelbesatzes erkennen.

Text: Alexander Hallsteiner

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  1. JoseeRizal64
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