Stauden vermehren – praktische Tipps für die gängigsten Methoden

Kaum eine Pflanzengruppe bietet Ihnen so viele Möglichkeiten der Vermehrung wie Stauden. Von der Aussaat bis hin zur Teilung - wir beschreiben Ihnen gängige Methoden und versorgen Sie mit praktischen Tipps dazu.

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Die Vermehrung über Samen ist langwieriger, aber schön anzusehen

Stauden durch Samen vermehren

Zunächst einmal lassen sich Stauden über Samen vermehren. Die meisten Arten sind Kaltkeimer – das bedeutet, sie brauchen vor dem Keimen einen längere Zeit andauernden Kältereiz. Nur wenige Stauden keimen sofort. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderen der Gelbweiderich und die Vielfarbige Wolfsmilch.

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Praxistipp: Empfindlichere Samen wie die von Scheinmohn oder Lupinen, die im Garten keine guten Keimbedingungen vorfinden, sammeln Sie am besten nach der Blüte ab und kultivieren sie im Gewächshaus vor.

Spannend: Beim Vermehren von Stauden durch Samen erwartet Sie mitunter eine kleine (oder große) Überraschung. Es können dabei nämlich auch Pflanzen entstehen, die sich in Bezug auf wesentliche Merkmale wie die Blütenfarbe oder -form teils beträchtlich von der Mutterpflanze unterscheiden.

Hinweis: Bedenken Sie, dass einige Stauden züchterisch so bearbeitet sind, dass sie keine Früchte ausbilden. In diesem Fall bleibt logischerweise auch Saatgut aus. Zudem gibt es Sorten (vor allem solche mit gefüllten Blüten oder manchmal auch Kreuzungen), die steril sind. Sie verfügen zwar über Samen, allerdings über nicht keimfähige.

Stauden über andere Pflanzenteile vermehren

Wenn die Vermehrung über Samen nicht möglich ist oder Sie eine alternative Methode bevorzugen, stehen Ihnen immer noch genügend Optionen zur Wahl. Sie können Stauden genauso gut beziehungsweise oftmals sogar noch besser über andere Pflanzenteile wie Blätter, Triebe oder Wurzeln vermehren.

Vorteile der vegetativen Vermehrung gegenüber der Aussaat

Mit der vegetativen Vermehrung gehen bedeutende Vorteile einher:

  • Bei neuen Stauden aus Stecklingen oder Schnittlingen handelt es sich stets um exakte Kopien der Mutterpflanze. Dies liegt daran, dass das genetische Material vollkommen identisch ist. Man kann auch sagen, dass Sie die Mutterpflanze bei diesen Methoden einfach klonen.
  • Vegetativ vermehrte Stauden haben gegenüber samenvermehrten Pflanzen oft einen kleinen Wachstumsvorsprung. Das heißt, sie entwickeln sich etwas schneller, sodass Sie rascher Ergebnisse sehen.

Empfehlung: Das Teilen von Stauden ist eine besonders effiziente Methode der Vermehrung. Auf diese Weise halten Sie die Pflanzen lange Zeit blühfreudig und sorgen dafür, dass sie wüchsig bleiben.

Tipps

Ganz wichtig: Vermehren Sie immer nur gesunde Pflanzen!

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Gartenphilosophin/Shutterstock

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