Bodendecker vermehren – so gelingt es

Bodendecker sind ohne Frage eine tolle Sache - sie zieren willig nackte Bodenflächen, sind denkbar pflegeleicht und begünstigen dazu noch das Bodenleben. Wer noch mehr von ihnen haben möchte, kann sie meist leicht multiplizieren - wir zeigen, wie es geht.

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Die Stecklingsvermehrung gehört zu den vielversprechendsten Varianten

Wozu Bodendecker vermehren?

Einerseits kann man sich natürlich in bestimmte Bodendecker regelrecht verlieben. Ihre praktischen, bodenverbessernden und oft auch sehr dekorativen Vorzüge sind schließlich nicht von der Hand zu weisen. Gleich mehrere Stellen im Garten mit herrlich duftendem Duftsteinerich, hübsch anzusehender Federnelke oder dekorativem Seifenkraut zu bepflanzen, kann das Gärtnerauge dann gleich mehrfach erfreuen. Außerdem ergibt sich so eine attraktive Wiederholungsstruktur.

Ein geradezu künstlerischer Gestaltungsanspruch hat der Einsatz von Bodendeckern in akkurat angelegten Beeten. Staudenrabatten mit polsterbildenden Bodendeckern zu durchwirken oder Steingärten mit einer abwechslungsreichen Polsterstruktur zu begrünen, erfordert eine klare Planung – und nicht selten ist die mehrfache Setzung ein und derselben Bodendeckersorte sehr wirkungsvoll.

Nicht zuletzt sind Gärtner schließlich oft gemeinschaftlich und tauschen sich gern gegenseitig aus. Anderen Pflanzenbegeisterten etwas von einem schönen Bodendecker abzutreten, ist unter Freunden gang und gäbe und kostet schließlich auch nichts – nur ein klein wenig freundschaftlichen Aufwand.

Die Bodendecker-Vermehrungsgründe im Überblick:

  • Kultur von Lieblingsbodendeckern
  • Widerholungsstruktur im Garten
  • klare, kleinstrukturierte Gestaltung von Beeten und Steingärten
  • Versorgung von Gärtnerfreunden

Wie funktioniert die Vermehrung?

Bodendecker zu vermehren ist in der Regel durch ihre meist sehr wuchsfreudige und robuste Natur nicht sehr schwer.
Vermehrungsmöglichkeiten sind:

  • Ableger
  • Rhizomschnittlinge
  • Stecklinge
  • Samenvermehrung

Gerade die Sorten, die Ausläufer bilden wie Storchschnabel oder Immergrün lassen sich einfach durch Ableger vermehren. Dazu stechen Sie Randstücke mit bewurzelten Trieben ab und setzen sie an den gewünschten Stelle neu ein. Je nach gewünschter Größe der neu zu besiedelnden Fläche sollten Sie eine entsprechend große Menge Triebe abstechen.

Rhizombildende Bodendecker werden durch Rhizomschnittlinge vermehrt. Dazu trennen Sie einen belaubten Ausläufer ab und lassen ihn zunächst in einem Anzuchttopf unter regelmäßiger Wassergabe anwurzeln. Ist das geschehen, können Sie ihn im Freiland auspflanzen.

Sie können natürlich auch Stecklinge machen. Diese Vermehrungsmethode funktioniert beispielsweise bei der Kriechspindel besonders gut. Sie trennen dazu einen verholzten, aber noch nicht über 2 cm starken Trieb des Bodendeckers ab, entfernen die unteren Blätter und setzen ihn in ein torfiges Substrat, das sie gleichmäßig wässern.

Zuletzt gibt es natürlich noch die Möglichkeit der Samenvermehrung, indem Sie nach der Blüte die Samen sammeln und im Topf vorziehen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Robert Przybysz/Shutterstock

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