Thymian vermehren

Thymian lässt sich leicht vermehren

Wer gern und viel mit frischen Kräutern kocht, kann diese relativ leicht selbst über Samen oder Stecklinge heranziehen - natürlich auch Thymian. Das ist nicht nur billiger, als ständig teure (und überzüchtete) Kräutertöpfchen im Supermarkt zu kaufen, es macht auch noch deutlich mehr Spaß. Ein besonders grüner Daumen ist ebenfalls nicht notwendig - schließlich können Sie einfach auf unsere in der Praxis bewährten Tipps zurückgreifen.

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Thymian über Stecklinge vermehren

Bei vielen Pflanzen funktioniert insbesondere die Stecklingsvermehrung sehr gut, auch beim Thymian. Die Vermehrung über Stecklinge (oder Absenker) hat den Vorteil, dass Sie genau wissen, was Sie bekommen – immerhin hat der verwendete Trieb genau das gleiche Erbgut wie die Mutterpflanze. Der beste Zeitpunkt, um junge Triebe für eine Stecklingsvermehrung zu schneiden, ist kurz vor der Blüte – also in den Monaten Mai und Juni.

  • Schneiden Sie einen frischen, etwa 10 bis 15 Zentimeter langen Trieb ab.
  • Verwenden Sie dafür ein scharfes und sauberes Schneidewerkzeug, am besten ein Messer.
  • Der Schnitt sollte leicht schräg erfolgen, damit der Steckling leichter Wasser aufnehmen kann.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter.
  • Tauchen Sie die Schnittstelle in Bewurzelungspulver.
  • Pflanzen Sie den Trieb in einen Topf mit Sand vermischter Anzuchterde.
  • Der Steckling kann auch gleich nach draußen gepflanzt werden.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.
  • Sobald der Steckling neue Blätter entwickelt, hat er Wurzeln gebildet und kann umgetopft werden.

Vermehrung über Absenker

Noch einfacher gelingt die Vermehrung jedoch über so genannte Absenker, denn die Seitentriebe der Pflanze entwickeln, sofern sie sich dicht genug über dem Boden befinden, von ganz allein Wurzeln. Machen Sie sich diesen Umstand zunutze, indem Sie einfach in der Nähe des Strauchs ein kleines Loch graben, einen in der Nähe befindlichen Zweig hinunterbiegen und ihn mittig – das obere Ende schaut auf der anderen Seite wieder heraus – mit Erde bedecken. Damit der Absenker nicht wieder herausrutscht, können Sie die Stelle mit einem Stein beschweren. Durchschnittlich dauert es etwa drei bis vier Monate, bis der kleine Ableger Wurzeln gebildet hat und von der Mutterpflanze getrennt werden kann. Deshalb sollten Sie Absenker ebenfalls spätestens im Mai oder im Juni setzen.

Tipps & Tricks

Im Gegensatz zu Lavendel kann Thymian auch durch Teilung vermehrt werden. Dazu stechen Sie den gewünschten Ausläufer einfach mitsamt seiner Wurzeln ab und pflanzen ihn am gewünschten Ort wieder ein.

Beiträge aus dem Forum

  1. erster Schnitt Feigenbaum

    Hallo Gartenfreunde Ich habe seit letztem Sommer einen Feigenbaum in einem Topf (wobei man noch nicht wirklich von "Baum" sprechen kann:) ). Überwintert hat er im kühlen Treppenhaus und er gedeiht weiterhin prächtig. Nun stellen sich mir die Fragen, 'ob', 'wann' und 'wie' ich den das erste mal schneiden muss? Ich hab mal ein Bild mitgeschickt. Sollte ich den so belassen und er mach später selber Seitentriebe und ein Schnitt ist erst in ein paar Jahren notwendig? Oder muss ich den jetzt "köpfen"? Ich habe im Netz viel über das Schneiden von Feigenbäumen gefunden. Jedoch nicht, wann und wie diese []

  2. Moos kontra magere Blumenwiese als Bienenweide

    Hallo Leute, ihr schreibt, dass Moos auf schattigen und mageren Böden gut gedeiht. Diese Magerkeit brauche ich aber gerade für die Wildblumen, die auch magere Böden bevorzugen. Habe extra Rasenziegel abgetragen und Sand eingestreut. Und nun ist alles bedeckt mit Moos. Was soll ich tun? Ich muss dazu sagen, dass in den ersten 2 Jahren die Bienenweide wunderbar bunt vielfältig geblüht hat. Und jetzt nur noch Moos!

  3. Pilze im Haus (Keller) züchten ... Myzelvermehrung

    Hallo an alle Pilzfreunde! (Stachelbär, ich weiß inzwischen, Du bist nicht so der Pilzfan... hahaha) Folgender Sachverhalt: Habe im Januar Pilzmyzel gekauft um im Haus bzw. Keller meine eigenen Shitakes, Austernpilze und Kräuterseitlinge zu züchten bzw. vielmehr einfach wachsen zu lassen. Funktioniert super! (Pilzgerichte hängen uns schon zum Halse raus- haha) Hab alle Regeln des Myzel-Produzentens befolgt und die geimpften Ballen bei 11-13 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 75-90 Prozent gehalten, alle paar Tage mit Duschkopf abgebraust. Anbei ein Foto vom Kräuterseitling in der 3ten Wachtumsphase der Fruchtkörper. (heute aufgenommen) Laut Myzel-Züchter ist der Ballen, der die Nährstoffe liefert, []

  4. Heckenpflanzen

    Hallo, ich habe jetzt ein Haus mit Garten und möchte diesen neu gestalten. Derzeit stehen hier ganz viele Nadelgehölze. Ich möchte einige der Heckenpflanzen entfernen und das Ganze durch insekten- und vogelfreundliche Sträucher ersetzen. Gerade am Rand des Gartens möchte ich eine bunte Strauchreihe haben. Allerdings habe ich nicht sehr viel Platz. Ich mag Schlehe und Holunder sehr gern, aber diese wuchern leider sehr stark. Hat jemand eine Idee, welche Sträucher ich nehmen könnte? Ich habe schon an Sommerflieder gedacht. Danke im Voraus für eure Ratschläge.

  5. Basilikum MEHRJÄHRIGE Kultur (Hochstämmchen ziehen?)

    Hallo Ihr lieben Garten-Freunde! So, heute möchte ich mein mehrjähriges Basilikum-Saatgut aussähen. Nun habe ich mich ja über die Wintermonate schon etwas "schlau" gemacht. Der "Rote Genoveser" ist mein Saatgut und mehrjährig kultivierbar. (angeblich sind das alle rotgefärbten Sorten und z.T Kreuzungen davon) MEINE FRAGE an Euch: Kann man WIRKLICH ein Hochstämmchen aus Basilikum ziehen? (das habe ich nun schon öfters gehört, aber niemanden mit persönlichen Erfahrungen getroffen) gewönliches Küchen-Basilikum soll ja immer am obersten Trieb gekappt werden, damit es sich bestenfalls schön verzweigt und nicht gleich verreckt. Gegenteilig davon, zur Hochstämmchenkultur soll man alle Seitentriebe abzwicken. Meine persönliche Erfahrung []