Lupinen lassen sich auf drei Arten selbst vermehren

Lupinen bilden so viele Samen aus, dass Sie sie ganz einfach selbst sammeln können. Aber auch durch die Teilung von Wurzeln oder das Schneiden von Stecklingen lassen sich die winterharten Zierpflanzen vermehren und mehrjährig im Garten pflegen.

Lupinen vermehren
Früher Artikel Lupinen brauchen wenig Pflege

Die drei Methoden der Vermehrung von Lupinen

  • Aussaat
  • Wurzelteilung
  • Stecklinge

Lupinen aus Samen ziehen

Lupinen lassen sich am einfachsten aus Samen ziehen. Den Samen können Sie selbst von ausgeblühten Blütenrispen sammeln oder im Fachgeschäft kaufen. Hier haben Sie die Wahl zwischen bunten Mischungen und einfarbigen Lupinensorten.

Der Samen wird entweder im Herbst oder Frühjahr gleich an Ort und Stelle im Garten ausgesät. Alternativ können Sie auch Anzuchttöpfe zum Vorziehen verwenden und die Jungpflanzen später in den Garten oder einen Kübel setzen.

Beachten Sie, dass der Samen von Zierlupinen giftig ist und außer Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahrt werden muss.

Teilung der Lupinenwurzel

Wenn die Lupinen sehr groß geworden sind und Sie sie aus Platzgründen ohnehin ausgraben müssen, können Sie die Wurzeln zur Vermehrung teilen.

Es ist nicht ganz leicht, die ganze Wurzel unbeschädigt aus dem Boden zu bekommen, denn die Lupine bildet sehr lange Wurzeln aus. Achten Sie darauf, dass Sie das Wurzelwerk weder beim Ausgraben noch beim Teilen zu sehr beschädigen.

Die Wurzel wird mit einem Spaten durchgestochen, sodass an jedem Teilstück mindestens fünf Augen verbleiben. Anschließend werden die Wurzelstücke an den gewünschten Standort gepflanzt und gut angegossen.

Stecklinge zur Vermehrung schneiden

Die Lupinenstaude bildet in der Mitte der Pflanze neue Triebe. Diese werden im zeitigen Frühjahr soweit unten wie möglich abgeschnitten, wenn sie mindestens zehn Zentimeter lang sind.

Die abgeschnittenen Stücke werden in ein Anzuchtbeet oder eine tiefe Anzuchtschale gesteckt und gut feuchtgehalten. Nach circa sechs Wochen haben die Stecklinge genügend Wurzeln gebildet, sodass Sie sie in den Garten oder einen Kübel pflanzen können.

Tipps & Tricks

Lupinen werden häufig als Gründüngung im Garten oder auf Feldern angebaut. Diese Pflanzen entwickeln anders als die Zierstauden keine eindrucksvollen Blütenstände, sondern sind eher unscheinbar. Achten Sie beim Kauf auf Samen oder Pflanzen, die als Zierpflanzen ausgewiesen sind.

Text: Sigrid Hestermann

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