Stauden umpflanzen – so machen Sie es richtig

Möchten Sie Ihren Garten ein wenig umgestalten und im Zuge dessen auch eine Staude umsetzen, brauchen Sie sich nur an unsere Anleitung und Tipps zu halten. Dann kann im Grunde genommen nichts schief gehen.

stauden-umpflanzen
Der richtige Zeitpunkt ist beim Umpflanzen entscheidend

Eine Frage des passenden Moments

Wichtig ist, Stauden nicht zum falschen Zeitpunkt umzupflanzen. Grundsätzlich gilt: Pflanzen Sie die Schönheiten niemals

  • direkt vor der Blüte,
  • bei zu warmen Temperaturen oder
  • bei Frost

um. Idealerweise nehmen Sie das Umsetzen im Frühjahr (zwischen Ende März und Anfang Mai) vor. Alternativ kommt auch der Spätsommer beziehungsweise Frühherbst infrage. Entscheiden Sie sich möglichst für einen feuchten, kühlen Tag.

Stauden im Frühjahr umpflanzen

Im Frühjahr sind Stauden gut im Wachstum, sodass sich nach dem Umpflanzen auch die Wurzeln rasch im Boden etablieren, was die nötige Festigkeit sicherstellt. Durch die Stabilität können die Wurzeln die Blätter und Blüten in der Hauptwachstumsperiode optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Stauden im Spätsommer/Frühherbst umpflanzen

Wenn die heißen Tage vorüber sind, haben Stauden ihre Hauptvegetationszeit hinter sich. Sie ziehen langsam ein, doch die Wurzeln wachsen bis zum Spätherbst weiter. Das heißt, dass die Pflanzen nach dem Umsetzen bis zur Winterruhe noch genügend Wurzelmasse ausbilden können, um die kühle Jahreszeit zu überstehen und im Vorfrühling wie üblich damit zu beginnen, sich allmählich zu entfalten.

Achtung: Setzen Sie Stauden erst im November um, besitzen die Pflanzen normalerweise keine ausreichend funktionsfähigen Wurzeln. Die Folge: Sie vertrocknen und wachsen kümmerlich.

Stauden umpflanzen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Bereiten Sie das Beet, in das Sie die Stauden umsetzen wollen, umfassend vor. Konkret bedeutet das, dass Sie den Boden gezielt verbessern müssen. Achten Sie darauf, dass dieser frei von Wurzeln und Unkräutern ist. Vergessen Sie auch nicht, ihn aufzulockern. Eine Mulch- oder Düngergabe kann nicht schaden.
  2. Befreien Sie die Staude. Dazu stechen Sie eine Grabegabel oder einen Spaten rund um den Wurzelstock in den Boden und bewegen das Gerät mehrere Male vor und zurück – dadurch lösen Sie den Wurzelballen. Agieren Sie vorsichtig, um den Ballen nicht zu verletzen.
  3. Bei Bedarf können Sie die Staude teilen.
  4. Setzen Sie die Staude so schnell wie möglich um. Sie darf nicht zu lange ohne Erde bleiben. Auch beim Einpflanzen sollten Sie vorsichtig vorgehen, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
  5. Gießen Sie die umgesetzten Stauden gründlich an – am besten schlämmen Sie sie ein.

Hinweis: Stellen Sie sicher, Ihre Stauden im richtigen Abstand zueinander einzupflanzen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Patiwat Sariya/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.