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Die Spuckpalme ist giftig und nicht winterhart

Bei der Pflege einer Spuckpalme alles richtig machen

Die Spuckpalme (Euphorbia leuconeura) gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und stammt ursprünglich aus den Regenwäldern an der Nordküste Madagaskars. Trotz ihres giftigen Milchsafts ist diese für die Fensterbank geeignete Euphorbia aufgrund der optisch attraktiven Wuchsform als stammsukkulenter Strauch eine durchaus beliebte Zimmerpflanze.

Wie oft sollte eine Spuckpalme gegossen werden?

Damit eine Euphorbia leuconeura im Haus annähernd gleiche Wachstumsbedingungen wie in ihrer natürlichen Heimat genießen kann, sollte ihr Wurzelbereich im Topf niemals ganz austrocknen. Allerdings bekommt ihr auch Staunässe nicht sonderlich gut, sodass die Spuckpalme relativ regelmäßig mit sparsamer Dosierung gegossen werden sollte. Zwischen Frühjahr und Herbst sollte etwa zwei Mal pro Woche gegossen werden. Im Winter sollte dagegen einmaliges Gießen pro Woche reichen, besonders bei einer Aufstellung in einem etwas kühleren Raum.

Was sollte beim Umtopfen der Spuckpalme beachtet werden?

Bei der Spuckpalme können Sie anhand der gewählten Topfgröße das Größenwachstum der Pflanze beeinflussen. Findet die ausgebildete Pfahlwurzel in einem zu niedrigen Topf nur wenig Platz zur Entfaltung vor, so bleibt auch die Form der Spuckpalme etwas kompakter und gedrungen. Die maximale Wuchshöhe von 1 bis 1,8 m lässt sich dagegen auch unter günstigen Wachstumsbedingungen nur mit einem mindestens 30 cm hohen und ausreichend groß dimensionierten Pflanzgefäß erreichen.

Kann die Spuckpalme geschnitten werden?

In der Regel wächst eine Spuckpalme unverzweigt und ziemlich kompakt in die Höhe, was einen Schnitt in der Regel unnötig macht. Wird die Pflanze trotzdem geschnitten, so birgt die Verletzung der Pflanze umso größere Gefahren für die Pflanzengesundheit, je größer der Querschnitt der Schnittstelle ist.

Welche Schädlinge können bei der Pflege einer Spuckpalme zum Problem werden?

Die Larven der Trauermücken können für junge Sämlinge der Spuckpalme problematisch werden. Ansonsten ist die Spuckpalme relativ unempfindlich gegen Schädlinge.

Gibt es häufige Krankheiten bei der Spuckpalme?

Insbesondere während der Wintermonate sollten Sie bei einem Abfallen der Blätter von der Spuckpalme nicht in Panik geraten. Bei Lichtmangel und kühleren Temperaturen kommt das durchaus vor. Die Pflanze bildet in der Regel im Frühjahr ganz von selbst eine Vielzahl frischer Blätter aus.

Wie wird die Spuckpalme optimal gedüngt?

Bei der Düngung sollten Sie die folgenden Dinge beachten:

  • eine monatliche Düngung zwischen April und September ist ausreichend
  • unkompliziert ist die Nährstoffversorgung mit Flüssigdünger
  • nach dem Umtopfen in frische Kakteenerde (in der Regel vorgedüngt) muss ein halbes Jahr lang nicht gedüngt werden
  • dem Substrat im Topf sollten keine Torfanteile beigemischt werden

Was ist beim Überwintern der Spuckpalme zu beachten?

Die Spuckpalme ist wie die meisten anderen Euphorbienarten nicht winterhart. Sie kann entweder bei normaler Raumtemperatur in einem beliebigen Raum der Wohnung überwintert werden, oder aber bei mindestens 10 Grad Celsius in einem entsprechend kühleren Raum. Während der Winterzeit ist unbedingt auf eine regelmäßige Wasserversorgung zu achten, da die Spuckpalme an den Wurzeln nie ganz austrocknen sollte.

Tipps

Da der milchige Pflanzensaft der Spuckpalme Giftstoffe wie Ingenole, Phorbolester, Diterpenester und Triterpensaponine enthält, sollten Sie Pflegemaßnahmen wie bei anderen giftigen Arten der Euphorbia stets nur mit geeigneten Schutzhandschuhen durchführen.

Artikelbild: Dasha Devochko/Shutterstock

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