Birne als Spalierobst – trägt auch ein flacher Birnenbaum?

Birnbäume sind in unseren Breitengraden heimisch, doch nicht in jeder Lage bringen sie auch eine gute Ernte hervor. Ihr Anbau als Spalier, insbesondere an einer warmen Hauswand, kann daher Vorteile bringen. Auch anspruchsvolle Lagerbirnen lassen sich so ertragreich anbauen.

Spalierbirne
Der Birnbaum eignet sich besonders gut als Spalierobst

Ansprüche an den Anbau

Birnbäume benötigen einen tiefgründigen, warmen Boden. Ideal sind Süd- bzw. Westwände. In städtischen Gebieten werden Birnen häufig von Birnengitterrost bedroht. Schuld sind in der Nachbarschaft wachsende Wacholdersträucher, die als Zwischenwirt für den Pilz dienen. Die Krankheit greift nicht auf die Früchte. Allerdings mögen viele Gartenbesitzer den Anblick erkrankter Bäume nicht. Ziehen Sie das vor der Pflanzung in Erwägung.

Das Berfruchtungsproblem

Birnen sind keine Selbstbefruchter. Ihr Anbau im heimischen Garten, weit weg von Obstanbaugebieten, kann unter Umständen fruchtlos bleiben.

  • es wird eine geeignete Befruchtersorte benötigt
  • in etwa 200 m Radius

Birnen am Spalier blühen häufig etwas früher als frei stehende Exemplare. Daher kann es trotz einer passenden Sorte in der Nachbarschaft nicht zu einer Befruchtung kommen.

Tipps

Erkundigen Sie sich in der Baumschule nach einer doppelt veredelten Sorte. Das Befruchtungsproblem ist damit gelöst, denn der Baum befruchtet sich selbst.

Schneiden von Spalierbirnen

Das Schneiden von Spalierobst sorgt nicht nur für die gewünschte zweidimensionale Form. Auch die Fruchtbildung soll damit angeregt werden. Da Birnenbäume sortenspezifisch geschnitten werden, sollten Sie sich diesbezüglich rechtzeitig informieren.

Text: Daniela Freudenberg

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