Schädlinge im Garten loswerden – Tipps für eine umweltfreundliche Bekämpfung

Kein Garten wird von Schädlingen verschont. Blattläuse, Schnecken, Wühlmäuse und Konsorten nutzen jede Gelegenheit, um sich über Ihre liebevoll gepflegten Zier- und Nutzpflanzen herzumachen. Diese Liste praxiserprobter Tipps verrät, wie Sie die häufigsten Übeltäter ohne Gifteinsatz effektiv bekämpfen.

schaedlinge-im-garten
Indische Laufenten fressen alle Schnecken auf

Läuse kapitulieren vor Seifenwasser – so geht es

Pünktlich zum Beginn der Gartensaison sind sie zur Stelle. Blattläuse, Schildläuse und andere Pflanzenläuse besiedeln die Blätter, um dem jungen, frisch sprießenden Leben den Saft auszusaugen. Dieses Verhalten nehmen wir Läusen übel und definieren sie als Schädlinge, die es zu bekämpfen gilt. Um die Plage loszuwerden, können Sie auf chemische Insektizide getrost verzichten. Bei diesem Hausmittel ziehen die Parasiten regelmäßig den Kürzeren:

  • 1 Liter Wasser erhitzen, um darin 30 bis 40 Gramm reine Kernseife aufzulösen
  • Die abgekühlte Flüssigkeit in Handsprüher füllen
  • Im Abstand von 2 bis 3 Tagen befallene Pflanzen einsprühen

Lesen Sie auch

Wiederholen Sie die Anwendung so lange, bis Sie keine Schädlinge mehr ausfindig machen.

Gestank vergrämt Wühlmäuse – giftfreie Repellent-Mittel

Wühlmäuse haben die gleiche Vorliebe für Gemüse im Garten, wie der Gärtner. Blumenzwiebeln und Rosenwurzeln stehen ebenfalls auf ihrem Speiseplan. Daher werden die gefräßigen Tunnelbauer als Schädlinge definiert, deren Bekämpfung erlaubt ist. Wer seinen ökologischen Grundprinzipien auch in der Schädlings-Bekämpfung treu bleibt, lässt giftige Mittel links liegen und vertreibt geruchsempfindliche Wühlmäuse mit Gestank.

Unter den Hausmitteln haben sich mit Terpentin oder Karbolineum getränkte Tücher bewährt, die an mehreren Stellen in die Gänge gesteckt werden. Wer die nötige Vorsicht walten lässt, vergrämt Wühlmäuse mit Buttersäure. Der Fachhandel hält anwendungsfertige Repellent-Mittel bereit, wie das giftfreie Wühlmaus-Gas von Neudorff oder die geruchsintensiven Kugeln von Dr. Stähler Wühlmausfrei.

Enten versus Schnecken – Bekämpfung im Einklang mit der Natur

Pestizide haben ausgedient in der Bekämpfung von Schnecken, wenn Sie in Ihrem Garten Indische Laufenten pflegen. Schon eine kleine Schar dieser flugunfähigen Wasservögel hält das gesamte Areal frei von den gefräßigen Nacktschnecken. Wenn die munteren Enten durch den Garten watscheln, verschmähen sie auch Insekten, Käfer und andere Schädlinge nicht.

Damit sich die schlagkräftige Truppe in Ihrem Garten wohlfühlt, sollten Wasserstellen in der Nähe sein, wie ein Teich oder Bachlauf. Ein mindestens mannshoher Zaun hält Füchse, Marder oder andere Tod-Feinde fern. Zudem bietet ein kleiner Stall den emsigen Nützlingen einen geschützten Rückzugsort bei Regen, Kälte und Schnee.

Tipps

Fallen Zecken im Garten ein, haben sie nicht die Pflanzen, sondern den Gärtner im Visier. Da die Bekämpfung der Blutsauger sehr schwierig ist, stehen vorbeugende Maßnahmen im Rahmen der Pflegearbeiten hoch im Kurs. Halten Sie den Rasen kontinuierlich kurz, schneiden Gehölze regelmäßig zurück und vermeiden dunkle, feuchte Nischen. Endgültig ungemütlich wird es für die Biester, wenn Sie verlassene Nester als potenzielle Winterquartiere im Herbst entfernen und Nisthöhlen reinigen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Rob kemp/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.