Schädlinge im Garten mit Nützlingen bekämpfen

Schädlingsbekämpfung erfolgt heute (noch) zum überwiegenden Teil mit chemischen Pflanzenschutzmitteln, die für Mensch und Tier mit gesundheitlichen Gefahren verbunden sind. Was aber machen die umweltbewussten Naturgärtner, die auf unverfälschtes Biogemüse und -obst stehen, um Schädlinge in Schach zu halten und sich vor Ernteverlusten zu schützen? Ganz einfach: Sie setzen Nützlinge ein! Ehrlich gesagt war uns diese Lösung in diesem Umfang vor unseren Recherchen auch nicht geläufig, denn: Wie kommt der ökologisch denkenden Kleingärtner eigentlich zu solchen Nützlingen?

Schädlinge Nützlinge
Marienkäfer fressen Läuse

Aber dann wurde deutlich, dass sich auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung in den letzten Jahren und nach dem altbekannten biologischen Grundprinzip, dass die Natur Vieles im Leben und auch im Garten selbst reguliert, einiges bewegt hat.

Nützlinge sind nun auch käuflich

Und zwar im Gartenfachhandel und in vielen Onlineshops ebenfalls. Ob es gegen die verhassten Apfelwickler, Dickmaulrüssler, Spinnmilben oder Wiesenschnaken geht, gegen alle nur erdenklichen Schädlinge kann nun zu Hause ein Nützling heranwachsen, wenn die passende Brut zur Hand ist. Und die gibt’s in Tüten für den Fight von Tier zu Tier im Zimmer, auf Balkonien, im Gewächshaus und natürlich fürs Freiland.

Beispielsweise: Florfliegen-Larven gegen Blattläuse, Thripse, Spinnmilben und Wollläuse. Ab 12° C sind sie ganzjährig in einem Kampfgebiet von 10 oder 30 m2 einsetzbar. Preis: ab 9,99 Euro und was dabei noch beachtet werden muss, beschreibt das GrünTeam in seinem Gartenshop ausführlich.

Wichtig ist bei der biologischen Schädlingsbekämpfung, dass man sich vorher mit der Thematik gründlich befasst und Feinde wie Freunde der verschiedenen Gartenkulturen ganz genau kennt. Dafür haben wir eine kleine Übersicht vorbereitet, die vielleicht schon bei der Beseitigung der gängigsten Schädlingsarten nützlich ist und, besonders wichtig, vorbeugend gegen deren Verbreitung hilft.

 BlattläuseSchmierläuseSchildläuse
EigenschaftenSaugen Pflanzensaft aus und vergiften Pflanzen mit ihrem Speichel. Blätter kräuseln sich, rollen sich ein und kleben.Auf der ausgeschiedenen wachsartigen Substanz werden Hunderte von Eiern abgelegt, die besonders Citrusfrüchte und Korbblütler schaden.Setzen sich unterhalb der Blätter fest und verkrüppeln sie. Auf der Blattoberfläche befindet sich ausgeschiedener Honigtau der Tiere.
NützlingGallmücken / Florfliegen: Fressen ca. 100 Blattläuse pro TagMarienkäfer: Vertilgt im Laufe seines Lebens bis zu 300 Läuse.Schlupfwespe: Frisst Schildlauslarven von innen auf.
 NacktschneckenMöhrenfliegenMiniermotte
EigenschaftenBesetzen Triebspitzen und Blätter von Gemüse und vielen anderen Pflanzen.Verursachen rostbraune Wurzelspitzen und scheiden den Kot aus.Blattspitzen werden gelblich bis braun und sind oft angefressen.
NützlingNematoden: Dringen in die Schnecke ein und zersetzen sie mit dem körpereigenen Bakterium.Laufkäfer & Spinnen: Fressfreudigkeit unterschiedlich, wirken sehr gut vorbeugend.Spinnen / Zaunkönig: Beide Arten fressen Miniermotten mit großem Vergnügen.

Tipps & Tricks

Die meisten Schädlinge haben es sich auf den Unterseiten der Blätter gemütlich gemacht und verursachen zum Anfang Flecken, dann Bläschen und lassen die Blätter schließlich nach und nach welken. Am besten, Sie machen sich schon vor der Frühjahrsbestellung mit möglichen Feinden Ihrer Pflanzen vertraut.

Text: Gartenjournal.net

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