Die besten Nützlinge im Garten

Wer seinen Garten möglichst natürlich bewirtschaften will, kann zum Glück auf einige tierische Gehilfen zählen. Diese unterstützen Sie sowohl bei der Schädlingsbekämpung, als auch bei der Bodenverbesserung. Wir stellen Ihnen drei der fleißigsten Helferlein vor.

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Marienkäfer halten Blatt- und Schildläuse fern

Schädlingsdezimierung und Bodenaufwertung

Die Schädlingsbekämpfung und Bodenverbesserung sind die zentralen Bereiche, in denen tierische Helfer Ihnen Arbeit im Garten ersparen können. Neben Vögeln und Mikroorganismen sind das vor allem Insekten und Würmer. Sehr fleißig und effektiv sind dabei zum Beispiel:

  • Marienkäfer
  • Schlupfwespen
  • Regenwürmer

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Marienkäfer

Die gepunkteten, kugeligen Käfer sind neben ihrer schädlingsvernichtenden Eigenschaft auch symbolisch sehr positiv besetzt – als Boten der Mutter Gottes, als Schutzpatron der Kinder oder einfach als Glücksbringer. Im Garten tun sie sich vor allem durch ihren großen Appetit auf Blatt- und Schildläuse nützlich hervor. Neben diesen sehr häufigen und oft massenhaft auftretenden Schädlingen vertilgen sie außerdem auch Spinnmilben, Wanzen oder Blattwespenlarven. Manche Arten ernähren sich praktischerweise auch von Mehltau- und Schimmelpilzen.

Ein Marienkäfer kann täglich bis zu 50 Blattläuse vertilgen, besonders effektiv ist der Asiatische – „Harlekin“ – Marienkäfer, der deshalb auch gezielt aus Asien zu uns nach Europa eingeführt wurde und in gewerblichen Gärtnereien zum biologischen Pflanzenschutz eingesetzt wird.

Schlupfwespen

Die nur etwa 5-10 mm großen Schlupfwespen (21,90€ bei Amazon*) werden im Ei-Stadium im Fachhandel und im Internet explizit zur Schädlingsbekämpfung angeboten. Sie haben es vor allem auf die Weiße Fliege, die Minierflige, Blattläuse, die Kohlweißfliege, Gespinstmotten und Falter wie den Maizünsler oder den Apfelwickler abgesehen. Im Haus werden sie auch gegen Lebensmittel- und Kleidermotten eingesetzt. Schlupfwespen vernichten Schädlinge, indem sie sie parasitieren: Sie legen ihre Eier in den Wirtstieren ab, die den später schlüpfenden Larven als Nahrung dienen – sie fressen sie also von innen auf.

Regenwürmer

Regenwürmer gehören zu den besten Bodenverbesserern überhaupt. Zum einen durchwühlen und durchmischen sie durch ihre unterirdische Kriechtätigkeit das Erdreich, wodurch es belüftet, gelockert und zum besseren Eindringen von Wasser nach oben geöffnet wird.

Außerdem transportieren sie Pflanzenreste von oberen in tiefere Erdschichten, um sie dort zu fressen. Dabei vollziehen sie quasi den organischen Zersetzungsprozess des Komposthaufens im Turbo-Durchlauf. Ihre Ausscheidungen sind der beste Dauerdünger, den man sich denken kann: Er enthält sehr viele Nährstoffe, die an der Erdoberfläche nutzbar werden, denn ihre Kothäufchen setzen die Würmer an ihren oberen Tunnelausgängen ab.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Nejron Photo/Shutterstock

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