Schädlinge im Baumstamm bekämpfen – die besten Tipps

Zahlreiche Schädlinge haben den Baumstamm im Visier als Winterquartier und Brutstätte. Dem dreisten Befall stehen Sie im naturnahen Hobbygarten nicht hilflos gegenüber. Lesen Sie hier die besten Tipps, wie Sie Schädlinge im Baumstamm bekämpfen ohne Gift.

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Schädlinge am Baumstamm können verheerenden Schaden anrichten

Wie kann ich Schädlinge im Baumstamm bekämpfen?

Mit einer Austriebsspritzung bekämpfen Sie die meisten Schädlinge, die einen Baumstamm befallen. Rapsöl-haltige Spritzmittel vernichten die Eier und Larven, die unter der Rinde überwintern. Der Zeitpunkt ist ebenso wichtig, wie die Anwendungstechnik. So machen Sie es richtig:

  • Bester Zeitpunkt ist im Mausohrstadium, wenn sich erste Blattspitzen aus den geschwollenen Knospen schieben.
  • Lockere Rindenstücke vom Baumstamm abbürsten.
  • Baumstamm, Äste und Zweige mit dem Spritzmittel tropfnass einsprühen.
  • Resultat: Der Ölfilm unterbindet an Eiern den Gasaustausch und verschließt an Larven oder Raupen die Atemöffnungen.

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Wie kann ich Schädlinge im Apfel-Baumstamm bekämpfen?

Schädlingsbefall im Baumstamm eines Apfelbaums bekämpfen Sie effektiv mit Leimringen, Wellpappe, Raupenleim und natürlichen Fressfeinden. Mit diesen Mitteln vernichten Sie häufige Schädlinge, wie Frostspanner, Apfelwickler und Apfelblütenstecher ebenfalls an Birne, Pflaume oder Kirsche:

  • Leimring im September in 50 cm Höhe am Baumstamm anbringen.
  • Wellpappe in 10-cm-Streifen von Ende Mai bis Ende Juni um Baumstamm sowie Äste wickeln und wöchentlich mitsamt der darunter angesammelten Schädlinge vernichten.
  • Raupenleim selbst anrühren und ab September in 50-80 cm Stammhöhe aufstreichen.
  • Schlupfwespen (33,00€ bei Amazon*) als Fressfeinde im Frühjahr in der Baumkrone in Stellung bringen.

Tipp

Pilzschädlinge – die unsichtbare Gefahr

Pilzbefall am Stamm deutet immer auf eine ernsthafte Baumkrankheit hin. Unter den unscheinbaren Fruchtkörpern auf der Rinde verzweigen sich gigantische Organismen im gesamten Baumstamm. Holzzersetzende Pilzarten zehren Bäume von innen heraus auf und beeinträchtigen massiv die Standfestigkeit. Hierzu zählen gefürchtete Pilzschädlinge, wie Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) und Ochsenzunge (Fistulina hepatica), die Braunfäule verursachen. Weißfäule-erregende Pilzschädlinge sind Feuerschwamm (Phellinus igniarius) und Zunderschwamm (Fomes).

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Aleksey Matrenin/Shutterstock

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