Schädlinge

Wühlmäuse im Garten? Effektive Bekämpfung ohne Gift

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Wühlmäuse können im Garten erhebliche Schäden anrichten. Dieser Artikel gibt Ihnen wichtige Informationen zur Identifizierung, Schadenserkennung und Bekämpfung dieser Nagetiere.

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Wühlmäuse haben einen sehr feinen Geruchssinn

Wühlmaus oder Maulwurf?

Bevor Sie mit der Bekämpfung beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass es sich tatsächlich um Wühlmäuse handelt. Maulwürfe hinterlassen ebenfalls Erdhügel, werden aber oft mit Wühlmäusen verwechselt. Dabei sind die Unterscheidungsmerkmale recht deutlich:

  • Maulwurfshügel: Größer und kegelförmig, mit einem mittigen Eingangsloch unter dem Haufen.
  • Wühlmaushaufen: Kleiner, flacher und mit einem seitlich versetzten Eingangsloch. Oft durchzogen von Wurzeln und Pflanzenteilen.

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Zur weiteren Klärung eignet sich die Verwühlprobe. Dabei legen Sie einen Gang auf etwa 30 Zentimetern frei. Wühlmäuse verschließen den freigelegten Gang oft innerhalb weniger Stunden, während Maulwürfe darunter neue Gänge anlegen.

Wühlmäuse erkennen

Wühlmäuse sind kleine Nagetiere, etwa 8 bis 16 Zentimeter lang, meist graubraun und gelegentlich schwarz oder rotbraun. Sie haben kurze, nahezu unbehaarte Schwänze und kleine Ohren. Ihr Gangsystem verläuft oft oberflächennah und ist oval, etwa zwei Finger breit und drei Finger hoch. Merkmale ihrer Anwesenheit sind:

  • Pflanzen ohne Wurzelsystem
  • Angeknabberte Knollen und Wurzelrinden
  • Längliche, flache Erdhaufen mit Pflanzenteilen
  • Oberflächliche Löcher im Boden
  • Rillenartige Fraßspuren an Wurzeln und Baumrinden

Auch beschädigte oder abgestorbene Pflanzen sind ein deutliches Zeichen für diese Gartenbewohner.

Schäden durch Wühlmäuse

Wühlmäuse sind reine Pflanzenfresser und bevorzugen Knollen, Wurzeln und Zwiebeln. Typische Schäden durch Wühlmäuse umfassen:

  • Welkende oder abgestorbene Pflanzen durch angenagte Wurzeln
  • Beschädigte Rasenflächen durch zerstörte Grasnarben
  • Erhöhte Stolpergefahr durch eingesunkene Gänge und Erdhügel

Solche Schäden treten oftmals erst im Frühjahr oder Sommer zutage, wenn Pflanzen nicht richtig wachsen oder absterben.

Bekämpfung von Wühlmäusen

Es gibt diverse Methoden zur Bekämpfung von Wühlmäusen, abhängig von der Gartengröße und dem Befallsgrad.

Fallen

Fallen gelten als eine effektive Methode zur Bekämpfung von Wühlmäusen. Am besten geeignet sind Kastenfallen, da sie tierschutzfreundlicher sind. Gehen Sie systematisch vor: Beginnen Sie in einer Gartenecke und bestücken Sie jeden aktiven Gang mit Fallen. Kontrollieren Sie diese mehrmals täglich.

Köder

Als Köder eignen sich geschälte Möhren oder Selleriestücke, die in die Fallen gelegt werden. Dies erhöht die Erfolgschancen der Fangmethoden erheblich.

Chemische Präparate

Chemische Präparate sollten nur bedingt eingesetzt werden. Wühlmausgas vertreibt die Tiere durch Geruch, ist aber auf sandigen Böden weniger wirksam.

Hausmittel

Es gibt diverse Hausmittel, die helfen sollen, Wühlmäuse zu vertreiben:

  • Buttermilch: Vergorene Buttermilch in die Gänge gießen.
  • Knoblauch: Knoblauchknollen in die Gänge legen.
  • Abwehrpflanzen: Kaiserkrone, Kreuzblättrige Wolfsmilch und Hundszunge können Wühlmäuse abschrecken.
  • Stark riechende Pflanzen: Thujazweige oder Walnussblätter in die Gänge legen.
  • Menschenhaare: Menschenhaare in die Gänge legen sollen die Tiere ebenfalls fernhalten.
  • Wurzelschutzkörbe: Körbe aus engmaschigem Drahtgeflecht schützen Pflanzenwurzeln wirksam.

Bekämpfung mit Geräuschen

Laut tickende Wecker, kleine Windräder oder Flaschen, die pfeifende Geräusche erzeugen, können ebenfalls zur Vertreibung von Wühlmäusen beitragen.

Natürliche Feinde

Natürliche Feinde wie Katzen, Hunde, Greifvögel, Füchse und Mauswiesel können ebenfalls helfen, die Wühlmauspopulationen zu reduzieren. Locken Sie diese Tiere in Ihren Garten, um auf natürliche Weise die Schädlinge zu bekämpfen.

Bilder: Neil Burton / Shutterstock