Wühlmaus-Loch erkennen

Wühlmäuse graben Löcher mit kleinen Hügeln drum herum, genau wie Maulwürfe. Wühlmäuse dürfen mit Tötungsfallen bekämpft und mit aggressiveren Methoden vertrieben werden, Maulwürfe nicht. Daher ist es enorm wichtig, das Wühlmaus-Loch von einem Maulwürfshügel zu unterscheiden. Wir erklären die Merkmale.

wuehlmaus-loch
Bevor eine Falle aufgestellt wird, muss ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem Eindringling um einen Maulwurf handelt

Wie sieht ein Wühlmaus-Loch aus?

Wühlmäuse graben kleine, runde Löcher, die sich an der Seite des Hügels, also der aufgeschütteten Erde befinden. Dahinter verbirgt sich ein ausgeklügeltes Gangsystem, das eine Länge von bis zu 25m haben kann.

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Worin unterscheiden sich Wühlmauslöcher von Maulwurfshügeln?

Von Weitem sehen sich Maulwurfshügel und Wühlmauslöcher recht ähnlich. Sieht man sich die Baueingänge aber genauer an, lassen sich deutliche Unterschiede erkennen:

  Wühlmaus Maulwurf
Hügelgröße deutlich kleiner 25cm
Lochposition seitlich des Hügels in der Mitte des Hügels
Anzahl der Eingänge etwa 5 bis zu 20 täglich
Schaden knabbern Gemüse und Pflanzenwurzeln an rein optisch durch Hügel

Maulwurf oder Wühlmaus? – Die Lochprobe

Gehen Sie auf Nummer sicher, dass es sich bei dem Gartenbewohner um eine Wühlmaus handelt, bevor Sie zu aggressiven Bekämpfungsmethoden greifen. Auch Maulwürfe dürfen sanft vertrieben, aber auf keinen Fall getötet werden. Die beste Methode, herauszufinden, wer in Ihrem Garten Löcher gräbt, ist die Lochprobe: Dazu zerstören Sie einen der Eingänge sowie 30cm des dahinterliegenden Gangs. Eine Wühlmaus wird den Bau innerhalb weniger Stunden reparieren; ein Maulwurf braucht deutlich länger für die Reparatur, wenn er sich überhaupt die Umstände macht.

Tipps

Wenn Sie sich beim besten Willen nicht sicher sind, wer bei Ihnen im Garten Löcher gräbt, sollten Sie zu einer Bekämpfungsmethode greifen, die für beide Tiere zugelassen ist. Dazu zählen Geruchsmittel und Lärm. So können Sie z.B. eine Wühlmausscheuche selber bauen oder die Tiere mit unangenehmen Gerüchen wie Buttermilch vertreiben.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Tom Meaker/Shutterstock

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