Wühlmaus

Wühlmaus-Loch erkennen: So unterscheiden Sie es vom Maulwurf

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Wühlmäuse können in Gärten erhebliche Schäden anrichten. Dieser Artikel erläutert, wie Sie Wühlmäuse anhand ihrer Hügel und Gänge erkennen, welche Schäden sie verursachen und wie Sie sie effektiv bekämpfen können.

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Bevor eine Falle aufgestellt wird, muss ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem Eindringling um einen Maulwurf handelt

Wühlmaushaufen erkennen

Die Hügel der Wühlmaus sind ein erstes Indiz für ihre Anwesenheit in Ihrem Garten. Sie lassen sich anhand folgender Merkmale von den Hügeln des Maulwurfs unterscheiden:

  • Wühlmaushaufen sind flach und eher unregelmäßig verteilt.
  • Sie haben eine längliche Form.
  • Die Öffnung zum Gang befindet sich am Rand des Haufens.
  • Oft sind Pflanzenteile oder Wurzeln im Erdreich zu finden.

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Diese Merkmale erleichtern die Unterscheidung und ermöglichen eine gezielte Vorgehensweise.

Wühlmausgänge erkennen

Auch die Gänge der Wühlmaus weisen Besonderheiten auf, die Sie bei der Bestimmung unterstützen:

  • Sie verlaufen dicht unter der Erdoberfläche, wodurch wellige Linien im Boden entstehen.
  • Die Gänge sind hochoval und etwa acht Zentimeter breit.

Um sicherzugehen, ob ein Gang bewohnt ist, können Sie eine sogenannte Verwühlprobe durchführen:

  1. Öffnen Sie dazu den Gang an mehreren Stellen auf einer Länge von jeweils 30 Zentimetern.
  2. Kontrollieren Sie nach einigen Stunden, ob die Öffnungen wieder verschlossen wurden.
  3. Ist dies der Fall, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen aktiven Wühlmausgang.

Wühlmäuse verschließen ihre Gänge für gewöhnlich innerhalb weniger Stunden, während Maulwürfe anders reagieren und die geöffneten Bereiche entweder umgehen oder andersartig bearbeiten.

Schäden durch Wühlmäuse

Wühlmäuse ernähren sich von Wurzeln, Knollen und Rinde. Dies führt zu teils erheblichen Schäden an der Vegetation:

  • Pflanzen können kümmern oder sogar ganz absterben.
  • Die Grasnarbe wird zerstört, was zu kahlen Stellen und vermehrtem Unkrautwuchs führt.

Neben den Auswirkungen auf die Ästhetik Ihres Gartens können Wühlmäuse auch finanzielle Belastungen verursachen, etwa durch die Kosten für die Erneuerung von Pflanzen und Rasenflächen. Hügel und eingesunkene Gänge bergen zudem ein gewisses Unfallrisiko.

Wühlmäuse bekämpfen – der beste Zeitraum

Die Bekämpfung von Wühlmäusen ist ganzjährig möglich. Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Erfolgsaussichten in den kühleren Monaten höher sind:

  • Im Spätherbst ist das Nahrungsangebot knapper, wodurch ausgelegte Köder attraktiver für die Tiere sind.
  • Im zeitigen Frühjahr, bevor die Vermehrungszeit beginnt, sind die Wühlmäuse ebenfalls verstärkt auf Nahrungssuche.

Um zu verhindern, dass die Wühlmäuse einfach in benachbarte Bereiche ausweichen, empfiehlt es sich, die Bekämpfung gleichzeitig und großflächig durchzuführen, beispielsweise in einer Kleingartenanlage.

Wühlmausschäden reparieren

Nach einem Wühlmausbefall können Sie Ihren Garten mithilfe weniger Maßnahmen wieder in einen schönen Zustand versetzen:

  1. Lockern Sie den Boden an den betroffenen Stellen auf.
  2. Füllen Sie vorhandene Löcher mit hochwertiger Rasenerde auf.
  3. Bringen Sie an diesen Stellen neuen Rasensamen aus.
  4. Treten Sie die Erde anschließend fest.
  5. Halten Sie die neu angesäten Bereiche kontinuierlich feucht.
Bilder: Tom Meaker / Shutterstock