Wühlmäuse schonend vertreiben

Wühlmäuse, die den Garten mit ihren Gängen unterwandern und die Wurzeln der Pflanzen fressen, sind bei Gärtnern wenig beliebt. Die prinzipiell niedlichen Tierchen gehen den Naturliebhabern dann ziemlich auf die Nerven. Wie Sie die korrekt als Schermäuse bezeichneten Nager erfolgreich wieder loswerden, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Wühlmäuse sind zwar total niedlich, richten aber im Garten großen Schaden an

Woran erkennt man Wühlmäuse

Mit ihren dunklen Knopfaugen, dem 12 bis 22 Zentimeter langen Körper und dem seidigen, graubraunen Fell ist die Wühlmaus ein zugegeben süßer Untermieter. Wäre da nicht ihre Gefräßigkeit, denn zum Leidwesen vieler Gartenbesitzer ernährt sie sich bevorzugt von Wurzeln und Knollen und kann die Gewächse dadurch so stark schädigen, dass sie sogar eingehen.

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Im ganzen Garten verstreute Erdhügel können von Wühlmäusen stammen, allerdings könnte auch ein Maulwurf für die ungewollte Umgestaltung der Grünfläche verantwortlich sein. Betrachten Sie die Aufschüttung genau: War eine Schermaus zugange, befindet sich der Eingang seitlich, während ein Maulwurf seinen Zugang mittig anlegt.

Legen Sie den Gang frei. Lebt hier eine Wühlmaus, wird sie diesen nach kürzester Zeit wieder verschließen. Die pragmatischeren Maulwürfe hingegen bauen einfach einen neuen Gang.

Welche Mittel helfen gegen die Nager?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die allesamt ökologisch verträglich sind.

Lärm

Laute Geräusche mögen Schermäuse gar nicht. Stecken Sie beispielsweise kleine Windräder, bei denen bereits ein laues Lüftchen eine Schraubenmutter zum Klappern bringt, in den Boden. Auch Geräte, die Ultraschallwellen ausstoßen, sind hilfreich.

Gerüche

Die lästigen Wurzelfresser haben ein sehr empfindliches Näschen, dem bestimmte Düfte gar nicht behagen. Hierzu zählen:

  • Die Jauche von Thuja, Fichte oder Holunder,
  • Thuja- und Nussbaumzweige,
  • vergorene Buttermilch,
  • Knoblauch,
  • Brennspiritus,
  • Kräuteröl.

Träufeln oder stecken Sie die umweltfreundlich wirkenden Mittel direkt in den Gang.

Haare Ihres Haustieres

Geeignet sind Hunde- und Katzenhaare. Diese verströmen den intensiven Duft eines Feindes, dem die Wühlmäuse ausweichen.

Natürliche Feinde fördern

Hierzu zählen nicht nur Katzen, sondern auch:

  • Fuchs,
  • Mauswiesel,
  • Marder,
  • Iltis,
  • Eule,
  • Greifvögel.

Bieten Sie den Nützlingen eine Ecke mit Totholz an und errichten Sie Zäune so, dass sie von Füchsen und Katzen passiert werden können.

Abwehrpflanzen

Nicht nur bestimmte Gerüche im Gang der Mäusebehausung wirken gegen die ungebetenen Gäste, auch einige Pflanzen werden von den Tieren gemieden. Dies sind beispielsweise:

Wühlmausfallen

Verzichten Sie bitte auf Schlagfallen, die den Nagern einen schmerzvollen Tod bereiten. Nutzen Sie stattdessen Lebendfallen, die mit Ködern wie Möhren-, Sellerie- oder Topinamburstückchen bestückt werden. Entlassen Sie die gefangenen Tiere in weiter Entfernung in die Freiheit.

Tipps

Fassen Sie die Fallen und die Gemüsewürfel nur mit Handschuhen an. Schermäuse sind ausgesprochen klug und lassen sich nicht mehr fangen, nehmen sie menschlichen Geruch wahr.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: KaMay/Shutterstock

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