Die Spuren der Wühlmaus

Sie haben eine Schädling im Garten und wissen nicht genau, wer hier sein Unwesen treibt? Im Folgenden erklären wir Ihnen, an welchen Spuren und Schäden Sie einen Wühlmausbefall erkennen können und wie Sie die kleinen Nager von Maulwürfen oder Ratten unterscheiden.

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Wühlmäuse hinterlassen Fraßspuren an Gemüse und Wurzeln

Wühlmausbefall erkennen

Wühlmäusen sind an zweierlei Spuren zu erkennen: Ihrem Bau und ihrem Schadbild. Wenn Sie beides unter die Lupe nehmen, können Sie mit Sicherheit erkennen, ob Sie eine Wühlmaus, eine Ratte oder einen Maulwurf im Garten haben.

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Wühlmausbau

Wühlmäuse werfen Hügel auf, ähnlich wie Maulwürfe. Im Unterschied zu Maulwürfen graben sie aber deutlich weniger Eingänge in ihre Gänge und werfen die Hügel weniger hoch. Der Eingang befindet sich neben dem Haufen; bei Maulwürfen ist er in der Mitte. Ratten hingegen bauen keine Hügel; die Eingänge in ihren Bau sind flach und rund.

Wühlmausschaden

Wühlmäuse sind Pflanzenfresser, Maulwürfe Fleischfresser und Ratten sind Allesfresser. Maulwürfe ernähren sich überwiegend von Gartenschädlingen wie Engerlingen, Raupen oder Schnecken, weswegen ein Maulwurf im Garten sehr nützlich ist. Wühlmäuse hingegen richten großen Schaden an: Sie knabbern Gemüse und Pflanzenwurzeln von unten an und sorgen so stummheimlich für ein Absterben derselben. Ratten ernähren sich lieber von Essensresten, Insekten und Samen. Sie machen sich nicht die Mühe, Gänge unter Gemüsebeete zu bohren, um von unten die Wurzeln anzuknabbern.

Zusammenfassung

Sie haben angefressene Wurzeln und abgestorbene Pflanzen zu beklagen? Sie haben eine Wühlmaus im Garten! Sie sehen braun-schwarze, um die 20cm große Tiere mit langem Schwanz über ihren Kompost rennen? Vermutlich wohnen Ratten bei Ihnen. Zahlreiche Hügel im Rasen, aber kein Schaden an Gemüsepflanzen weisen auf die Anwesenheit eines Maulwurfs hin.

Tipps: Ratten und Wühlmäuse können Sie mit Fallen bekämpfen. Tierfreundlicher sind Lebendfallen. Diese sind auch für den Maulwurf eine gute Option. Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden!

Text: Sara Müller
Artikelbild: She Homesteads/Shutterstock

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