Eine Wühlmaus erkennen

Wühlmäuse bekommt man nur selten zu Gesicht. Daher ist es schwierig, eine Wühlmaus von einer Ratte oder einem Maulwurf zu unterscheiden. Allerdings ist das Verhalten der Tiere recht unterschiedlich. Hier erklären wir, woran Sie Wühlmäuse am Aussehen und ihrem Verhalten erkennen.

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Wühlmäuse sind relativ klein und gelbbraun bis gräulich gefärbt

Wühlmausarten

Wühlmaus ist nicht gleich Wühlmaus. Es gibt über 150 Arten von Wühlmäusen. Bei uns am häufigsten zu sehen, sind die Bisamratte, die Feldmaus, die Schermaus und die Rötelmaus. Je nach Art variiert auch die Größe der Wühlmaus zwischen 7 und 23cm. Haben Sie eine Wühlmaus bei sich im Garten, handelt es sich vermutlich um die Feldmaus, ein gefürchteter Gartenschädling.

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Wühlmaus – am Aussehen erkennen

Die Feldmaus (Microtus arvalis) hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 9 bis 12 cm und eine Schwanzlänge von 2,5 bis 3,8 cm. Damit ist sie z.B. im Vergleich zu einer Ratte deutlich kleiner. Anders als Ratten treten Wühlmäuse fast immer als Einzelgänger auf, was ihre Bekämpfung deutlich erleichtert.

Die Fellfarbe der Wühlmaus variiert von gelblich-braun bis grau-braun, wobei die Unterseite etwas heller ist. Die Ohren sind rund und mit bis zu 1,2cm relativ groß, die Nase mäusetypisch spitz und fein.

Wühlmäuse sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, sind aber äußert scheu und daher selten zu sehen.

Wühlmäuse an ihrem Verhalten erkennen

Anders als Maulwürfe ernähren sich Wühlmäuse ausschließlich von Wurzeln, Maulwürfe sind Insektenfresser und somit sehr nützlich – ganz im Gegenteil zu der Wühlmaus, die Ihre Gemüseernte deutlich reduzieren kann. Maulwürfe bauen außerdem längere Gänge mit deutlich mehr Hügeln als Wühlmäuse.

Erdhügel bei Wühlmäusen

Während Maulwürfe über 50 Maulwurfshügel über ihrem Gangsystem bauen können, sind bei Wühlmäusen selten mehr als 5 zu beobachten. Hinzu kommt, dass Maulwurfshügel deutlich größer sind als Wühlmaushügel.

Tipps

Das beste Erkennungszeichen der Wühlmaus ist der angerichtete Schaden: Sind Ihre Karotten oder andere Wurzeln angefressen? Dann haben Sie es mit Sicherheit mit einer Wühlmaus zu tun.

Text: Sara Müller
Artikelbild: corlaffra/Shutterstock

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