Wühlmaus: Gänge und Erdhaufen

Wühlmäuse graben unterirdische Gänge, in denen sie wohnen, sich fortbewegen und Vorräte anlegen. Die Gänge können erstaunlich lang und verzweigt sein. Erfahren Sie im Folgenden, woran Sie Wühlmaus-Gänge erkennen und wie Sie sie von Maulwürfen unterscheiden.

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Wühlmäuse werfen Erdhaufen neben den Eingängen in die Wühlmausgänge

Das Gangsystem der Wühlmaus

Wühlmäuse leben allein. Umso beeindruckender ist das ausgeklügelte Gangsystem, das sie sich ganz allein graben. Die Gänge der Wühlmaus sind meist ca. 5cm breit und je nach Größe der Wühlmausart bis zu 8cm hoch. Wühlmäuse legen meist ein mit weichen Materialien ausgestattetes Nest sowie eine Vorratskammer an. Ein Wühlmausbau kann bis zu 25m lang, in seltenen Fällen auch länger sein.

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Erdhaufen über den Gängen

Wühlmäuse werfen wie Maulwürfe Erdhaufen an den Gangeingängen auf. Im Gegenteil zum Maulwurf buddeln Wühlmäuse aber selten mehr als fünf Erdhaufen, die außerdem deutlich flacher sind als die der Maulwürfe. Maulwürfe haben ihr Einstiegsloch meist in der Mitte ihres Haufens; Wühlmausgänge beginnen neben dem Haufen.

Schäden durch Wühlmäuse

Anders als Maulwürfe richten Wühlmäuse nicht nur „optischen“ Schaden an. Wühlmäuse sind Pflanzenfresser und knabbern so ziemlich alle Wurzeln an, die ihnen in die Quere kommen. Besonders beliebt bei Wühlmäusen sind sämtliches Gemüse, Obstbäume und Clematis.

Fallen in Gänge stellen

Wühlmausfallen werden meist direkt in die Gänge gestellt. Dazu müssen Sie den Eingang etwas freilegen, damit die Falle hineinpasst. Während Wühlmaus-Zangenfallen nur von oben in den Eingang gesteckt werden, müssen Wühlmausschussfallen und andere Fallenarten in den Gängen platziert werden. Auch natürliche Bekämpfungsmittel wie Stinkbomben, Pflanzen oder Jauchen sollte direkt in die Gänge gegeben werden.

Tipps

Bevor Sie eine Tötungsfalle aufstellen, sollten Sie auf Nummer sicher gehen, dass es sich bei Ihrem Gartenbewohner wirklich um eine Wühlmaus handelt. Maulwürfe stehen nämlich unter Schutz und dürfen nicht getötet werden.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Irondaru/Shutterstock

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