Wühlmaus

Erkennen Sie Wühlmaus-Gänge und schützen Sie Ihren Garten

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Wühlmäuse im Garten können ärgerlich sein, denn ihre Grabetätigkeit richtet oft große Schäden an Pflanzen an. Dieser Artikel informiert Sie darüber, wie Sie einen Wühlmausbefall erkennen, welche Schäden die Tiere verursachen und wie Sie sie effektiv bekämpfen können.

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Wühlmäuse werfen Erdhaufen neben den Eingängen in die Wühlmausgänge

Wühlmäuse im Garten erkennen

Wühlmäuse sind für ihre unterirdischen Aktivitäten bekannt, die erhebliche Schäden an Pflanzen und Rasenflächen verursachen können. Diese Symptome deuten auf einen Wühlmausbefall hin:

  • Wellenförmige Linien an der Erdoberfläche: Die Gänge der Wühlmäuse verlaufen dicht unter der Erdoberfläche und erscheinen als leicht erhöhte, wellenförmige Linien.
  • Erdhaufen: Wühlmäuse werfen charakteristische, flache und längliche Erdhaufen auf, die oft Pflanzenreste wie Wurzeln enthalten.
  • Absterbende Pflanzen: Plötzlich welkende oder umkippende Pflanzen können auf Wurzelschäden durch Wühlmäuse hinweisen. Typisch sind angefressene Wurzeln und rillenartige Fraßspuren an Baumrinden.

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Wühlmausgänge von Maulwurfsgängen unterscheiden

Sowohl Wühlmäuse als auch Maulwürfe legen unterirdische Gangsysteme an und werfen Erdhaufen auf. Hier sind die Unterschiede:

  • Form der Erdhaufen: Wühlmaushaufen sind flach und asymmetrisch, während Maulwurfshügel größer, rund und mittig über dem Gang angeordnet sind.
  • Lage des Tunnellochs: Bei Wühlmäusen liegt der Eingang seitlich am Erdhaufen, während bei Maulwürfen der Eingang in der Mitte des Hügels ist.
  • Querschnitt und Tiefe der Gänge: Wühlmausgänge sind hochoval und mindestens fünf Zentimeter breit, verlaufen dicht unter der Oberfläche. Maulwurfgänge sind rund bis queroval und oft tiefer im Boden.
  • Inhalt der Erdhaufen: Wühlmauserdhaufen enthalten oft Pflanzenreste, während Maulwurfhaufen hauptsächlich aus lockerer Erde bestehen.
  • Verwühlprobe: Ein geöffneter Wühlmausgang wird von diesen innerhalb weniger Stunden wieder verschlossen, während ein Maulwurf den geöffneten Gang nicht wieder verschließt.

Schäden durch Wühlmäuse

Durch ihre Fraßtätigkeiten verursachen Wühlmäuse erhebliche Schäden an Pflanzen. Besonders betroffen sind:

  • Obstbäume: Fraß an den Wurzeln lässt oft junge Obstbäume absterben.
  • Rosen: Auch Rosenwurzeln werden gerne von Wühlmäusen angefressen.
  • Gemüsepflanzen: Knollen- und Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie und Kartoffeln gehören zu den bevorzugten Nahrungsquellen der Wühlmäuse.
  • Blumenzwiebeln: Diese werden oft komplett aufgefressen, wodurch Blumen wie Tulpen verschwinden.

Zusätzlich können die Gänge und Hügel den Rasen uneben machen, was zu Stolperfallen führt. Dies ist besonders problematisch in Sport- und Freizeitanlagen.

Wühlmäuse bekämpfen

Es gibt verschiedene Methoden, um Wühlmäuse zu bekämpfen:

  • Lebendfallen: Diese ermöglichen es, Wühlmäuse lebend zu fangen und an einem anderen Ort wieder freizusetzen. Möhren- und Selleriestücke eignen sich als Köder.
  • Wühlmausgänge zerstören: Bekannte Gänge können regelmäßig zerstört oder mit Regenwasser geflutet werden, um die Tiere zu vertreiben.
  • Pflanzenjauchen: Jauchen aus Rainfarn, Wermut oder Holunder können in die Gänge gegossen werden, um die Tiere zu vertreiben.
  • Ultraschallgeräte: Diese Geräte senden Töne aus, die für Menschen nicht hörbar, für Wühlmäuse jedoch störend sind.
  • Stark riechende Pflanzen: Pflanzen wie Knoblauch oder Kaiserkrone können Wühlmäuse fernhalten.
  • Geräuschquellen: Geräuschmodule aus alten Geburtstagskarten können ebenfalls helfen, die Tiere zu vertreiben.

Wühlmäusen vorbeugen

Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig, um einen Wühlmausbefall zu verhindern:

  • Pflanzkörbe: Nutzen Sie Drahtkörbe aus engmaschigem und verzinktem Draht, um die Wurzeln von Pflanzen zu schützen.
  • Schutzgitter: Spezielle Wühlmausgitter werden tief in die Erde eingebracht.
  • Pflanzzeit: Pflanzen Sie Obstbäume und Ziergehölze im Frühjahr, damit sie bis zum Winter ausreichend Wurzeln bilden können.
  • Flächen-Management: Vermeiden Sie dicke Mulchschichten und hohe Wiesen, da Wühlmäuse offene Flächen meiden.
  • Abwehrpflanzen: Pflanzen wie Kaiserkrone, Knoblauch oder Kreuzblättrige Wolfsmilch können helfen, Wühlmäuse fernzuhalten.
  • Natürliche Feinde: Bieten Sie natürlichen Feinden der Wühlmäuse Lebensraum, z.B. durch Steinhaufen oder Totholz im Garten.
Bilder: Irondaru / Shutterstock