Pimpinelle: Anbau und Pflege des kleinen Wiesenknopfs

Ursprünglich stammt die pflegeleichte Pimpinelle - eigentlich "Kleiner Wiesenknopf" aus dem Mittelmeerraum, wo sie auch heute noch wild wächst. Allerdings ist das krautige Gewächs seit dem hohen Mittelalter auch bei uns heimisch und gedieh in vielen Kloster- und Bauerngärten. Einst wurde der Pimpinelle sogar eine Heilwirkung gegenüber der gefürchteten Pest zugeschrieben.

Pimpinelle Anbau

Pimpinelle aussäen

Die Aussaat der Pimpinelle ist recht einfach, da die Samen ab März direkt ins Freie ausgebracht werden können. Ein Vorziehen auf der Fensterbank ist ergo nicht notwendig. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit humosem, eher feuchtem und kalkhaltigem Boden, wobei die einzelnen Samen leicht mit Erde bedeckt werden. Die Jungpflanzen sollten später mit einem Abstand von ca. 20 bis 30 Zentimetern verzogen werden. Das Gewächs entwickelt sehr tief reichende Pfahlwurzeln, weshalb ein späteres Umpflanzen in der Regel nicht möglich ist.

Blütenstände regelmäßig schneiden

Leider hat die Pimpinelle die Gewohnheit, sich selbst auszusäen und anschließend ordentlich zu wuchern. Sollten Sie also Ihren Garten lieber nicht mit der wuchsfreudigen Pimpinelle zuwuchern lassen wollen, schneiden Sie in der Wachstumsperiode besser regelmäßig die Blütenstände ab. Diese Maßnahme hat außerdem den Vorteil, dass das Kraut aromatisch und in der Küche verwendbar bleibt – blühende Pimpinelle sieht zwar sehr hübsch aus, schmeckt aber nicht besonders. Die Hauptblütezeit liegt in den Monaten Mai bis August.

Pimpinelle gießen und düngen

Der Kleine Wiesenknopf braucht zum Gedeihen einen lockeren, humosen und feuchten Boden. Auf keinen Fall sollte die Pflanze zu trocken stehen, da sie sonst nicht allzu viel Aroma entwickeln kann. Auch ein Austrocknen des Bodens – etwa bei Topfpflanzen oder an sehr sonnigen Standorten – ist zu vermeiden, weshalb gerade in warmen Sommern ein regelmäßiges Gießen erfolgt. Gießen Sie die Pflanze dabei möglichst von unten, damit die Blätter nicht benetzt werden. Im Frühjahr kann die Pflanze mit etwas reifem Kompost oder mit Hornspänen versorgt werden, während der Vegetationsperiode erfolgt die Düngung mit einem flüssigen Kräuterdünger.

Krankheiten und Schädlinge

Im Grunde ist die Pimpinelle gegenüber Krankheiten oder dem Befall von Schädlingen recht unempfindlich – vorausgesetzt, die Pflanze ist gesund und kräftig. Geschwächte bzw. falsch gegossene Pflanzen werden schnell durch den Falschen Mehltau befallen. Diese durch einen Pilz verursachte Erkrankung macht sich durch braune, sich rasch ausbreitende Flecken auf den Blättern bemerkbar. Auch Blattläuse machen vor den saftigen Blättern der Pimpinelle nicht halt.

Tipps & Tricks

In der Küche werden ausschließlich die jungen, zarten Blätter der Pimpinelle verwendet. Diese schmecken frisch am besten, lassen sich aber auch einfrieren.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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