Pimpinelle

Mehrjährige Pimpinelle ist winterhart

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Die Pimpinelle ist eine robuste und winterharte Pflanze, die in den meisten Gärten ohne Winterschutz gedeiht. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Kultivierung von Pimpinelle, von der Standortwahl über die Vermehrung bis hin zur Ernte und Verwendung.

Pimpinelle winterhart

Winterhärte der Pimpinelle

Die Pimpinelle ist eine ausdauernde und robust winterharte Pflanze, die in unseren Breiten keinerlei zusätzliche Schutzmaßnahmen für die kalte Jahreszeit benötigt. In der Regel überdauert sie den Winter als grüne Halbrosette, was bedeutet, dass sie ihre unteren Blätter rosettenartig am Stängelgrund behält. Diese Blätter sterben nur sehr langsam ab, wodurch die Pflanze auch während des Winters oft grün bleibt. Im Frühjahr treibt die Pimpinelle aus ihrem kräftigen Wurzelstock erneut aus und bildet eine üppige Blattrosette. Sie ist somit gut an unser Klima angepasst und trotzt auch niedrigen Temperaturen zuverlässig. Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht erforderlich, was sie zu einer idealen Wahl für naturnahe Gärten macht.

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Standortbedingungen

Die Pimpinelle bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Ideal sind nährstoffarme, durchlässige Böden, die frisch und leicht feucht gehalten werden. Schwerere Lehmböden sind ebenfalls geeignet, solange sie gut durchlässig sind. Die Pflanzen gedeihen besonders gut in Kräuterbeeten oder Kräuterspiralen, können aber auch in Töpfen mit ausreichender Drainage kultiviert werden. Vermeiden Sie jedoch übermäßige Düngung, da dies zu weichem Wachstum und blassen Blättern führen kann.

Ein regelmäßiger Rückschnitt im Sommer fördert das Austreiben frischer Blätter und hilft zudem, die Samenverbreitung zu kontrollieren. Achten Sie auf eine ausreichende Bewässerung, vor allem während der warmen Sommermonate, vermeiden Sie jedoch Staunässe.

Zusammengefasst sind die wichtigsten Punkte für den idealen Standort der Pimpinelle:

  • Sonnige bis halbschattige Lage
  • Durchlässige, nährstoffarme Böden
  • Geringe Düngung und gleichmäßige Feuchtigkeit

Mit diesen Bedingungen schaffen Sie optimale Voraussetzungen für eine gesunde und ertragreiche Entwicklung der Pimpinelle in Ihrem Garten.

Vermehrung der Pimpinelle

Die Pimpinelle lässt sich auf einfache Weise durch Aussaat oder Teilung vermehren.

Vermehrung durch Aussaat

Die beste Zeit für die Aussaat ist von Anfang April bis Mitte Juni. Säen Sie die Samen direkt ins Beet mit einem Abstand von etwa 5 cm und drücken Sie diese leicht an. Da die Pimpinelle ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 15 °C, und die Keimung erfolgt normalerweise innerhalb von zwei bis drei Wochen. Achten Sie darauf, die Erde während dieser Zeit gleichmäßig feucht zu halten. Nach dem Auflaufen der Keimlinge sollten Sie diese auf einen Pflanzabstand von etwa 20-25 cm vereinzeln.

Vermehrung durch Teilung

Eine weitere effektive Methode zur Vermehrung der Pimpinelle ist die Teilung des Wurzelstocks. Dieser Ansatz eignet sich besonders für etablierte Pflanzen. Graben Sie im Frühjahr oder Herbst die Pflanze vorsichtig aus und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere Teile. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mindestens einen Trieb hat. Pflanzen Sie die geteilten Wurzelstücke anschließend an ihrem neuen Standort ein und halten Sie die Erde gut feucht, bis die Pflanzen wieder angewachsen sind.

Mit diesen Methoden können Sie die Pimpinelle problemlos in Ihrem Garten vermehren und für eine stetige Nachkommenschaft sorgen.

Pflege der Pimpinelle

Die Pimpinelle ist eine pflegeleichte Pflanze, die nur minimale Aufmerksamkeit benötigt. Eine ihrer wenigen Anforderungen ist eine regelmäßige Bewässerung, insbesondere während der warmen Sommermonate. Achten Sie dabei darauf, Staunässe zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Ein gut durchlässiger Boden hilft dabei, überschüssiges Wasser abzuleiten.

Es ist ratsam, den Boden um die Pimpinelle herum locker und frei von Unkraut zu halten. Dies vermindert die Konkurrenz um Nährstoffe und Licht. Die Pimpinelle bevorzugt nährstoffarme Böden, daher ist eine zusätzliche Düngung in der Regel nicht notwendig und kann sogar nachteilig sein.

Regelmäßiges Abschneiden der Blütenstände fördert das Wachstum neuer Blätter und verhindert, dass die Pflanze zu viel Energie in die Samenproduktion steckt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie die Pimpinelle als Küchenkraut verwenden möchten, da die Blätter so ihr volles Aroma behalten.

Mit diesen einfachen Pflegemaßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihre Pimpinelle gesund und ertragreich bleibt.

Ernte der Pimpinelle

Die Ernte der Pimpinelle erfolgt optimalerweise zwischen Mai und September. Beginnen Sie jedoch erst mit der Ernte, wenn die Pflanze mindestens acht Blätter ausgebildet hat. Beim Ernten ist es wichtig, nur die jungen, zarten Blätter zu verwenden, da ältere Blätter oft bitter schmecken. Achten Sie darauf, die Blätter regelmäßig zu ernten, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern.

Eine besonders schonende Methode ist es, die Blätter nahe der Basis abzuschneiden, ohne jedoch ins Pflanzenherz zu schneiden. Nutzen Sie ein scharfes Messer für den Schnitt, um Quetschungen zu vermeiden und die Blätter in ihrem besten Zustand zu halten.

Tipps zur Ernte

  • Erntebeginn: Sobald die Pflanze mindestens acht Blätter hat (ideal ab Mai).
  • Methode: Junge, zarte Blätter abschneiden, nahe der Basis, ohne das Pflanzenherz zu verletzen.
  • Werkzeug: Nutzen Sie ein scharfes Messer.
  • Häufigkeit: Regelmäßige Ernte fördert neues Wachstum und erhält das Aroma.

Für das volle Aroma sollten Sie die Blätter direkt nach der Ernte verwenden. Wenn Sie mehr Pimpinelle ernten, als Sie sofort benötigen, können Sie die Blätter für einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, indem Sie sie in feuchte Tücher wickeln. Alternativ können Sie die Blätter auch einfrieren, um sie länger haltbar zu machen.

Verwendung der Pimpinelle

Die Pimpinelle, auch als Kleiner Wiesenknopf bekannt, ist ein vielseitiges Küchenkraut, dessen Blätter und Blüten essbar sind. Ihr würzig-nussiger Geschmack, der an Gurken erinnert, verleiht vielen Gerichten eine besondere Note.

Kulinarische Verwendung

  • Salate und Suppen: Die zarten, jungen Blätter der Pimpinelle passen hervorragend in grüne Salate und Suppen. Sie verleihen eine frische, gurkenähnliche Note, die besonders gut zu Frühlings- und Sommersalaten passt.
  • Saucen und Dips: Pimpinelle eignet sich hervorragend für Kräutersaucen und Dips. Ein Klassiker ist die Frankfurter Grüne Soße, in der Pimpinelle unverzichtbar ist. Auch in Kräuterbutter oder als Ergänzung zu Quark sorgt sie für geschmackliche Vielfalt.
  • Getränke und Smoothies: Auch in Getränken wie Smoothies oder Kräuterlimonaden macht sich die Pimpinelle gut. Ihr erfrischender Geschmack harmoniert dabei besonders mit Zitronen- oder Limettensaft.
  • Gewürz für Fisch und Geflügel: Nutzen Sie Pimpinelle ebenfalls als wohlschmeckendes Gewürz für Fisch- und Geflügelgerichte. Sie sollte dabei erst zum Ende der Garzeit zugegeben werden, um das Aroma zu bewahren.

Tipps zur Verwendung

  • Frische Blätter bevorzugen: Verwenden Sie die jungen, zarten Blätter der Pimpinelle stets frisch, um das volle Aroma zu erhalten. Ältere Blätter können bitter schmecken.
  • Nicht mitkochen: Da das Aroma der Pimpinelle hitzeempfindlich ist, sollten die Blätter nicht mitgekocht, sondern erst am Ende der Zubereitung zu den Speisen gegeben werden.
  • Zitronensaft verwenden: Ein paar Tropfen Zitronensaft intensivieren das Aroma der Pimpinelle und bringen ihre frische Note noch besser zur Geltung.

Durch ihre Vielseitigkeit und den angenehmen Geschmack ist die Pimpinelle eine Bereicherung für Ihre Küche und ein Muss für jede Kräutersammlung.

Konservierung der Pimpinelle

Um die Pimpinelle länger haltbar zu machen und ihr volles Aroma zu bewahren, ist das Einfrieren eine der effektivsten Methoden. Hierbei sollten die frisch geernteten Blätter nicht abgewaschen, sondern lediglich mit einem Küchentuch vorsichtig abgetupft werden. Hacken Sie die Blätter anschließend möglichst fein und frieren Sie sie portionsweise in kleinen Gefrierdosen oder Eiswürfelbehältern ein. Obwohl eingefrorene Pimpinelle bis zu ein Jahr haltbar ist, empfiehlt es sich, sie innerhalb von drei bis vier Monaten zu verbrauchen, um den bestmöglichen Geschmack zu genießen.

Alternativ können Sie die Pimpinelle auch in verschiedenen Flüssigkeiten einlegen. Besonders gut eignet sich hierfür Zitronensaft, der dem Kraut eine zusätzliche, frische Note verleiht. Auch das Einlegen in Essig oder Öl ist möglich und bietet eine gute Möglichkeit, das Kraut über längere Zeit zu konservieren. Diese Methode hält das Aroma der Pimpinelle weitestgehend intakt und bietet Ihnen so auch in der kalten Jahreszeit Zugang zu den aromatischen Blättern.

Methoden der Konservierung

Einfrieren:

  • Blätter nicht waschen, sondern mit einem Küchentuch abtupfen.
  • Fein hacken und portionsweise in Gefrierbehälter oder Eiswürfelbehälter füllen.
  • Innerhalb von drei bis vier Monaten verbrauchen, um das Aroma zu bewahren.

Einlegen:

  • In Zitronensaft für eine frische Note.
  • In Essig oder Öl für längere Haltbarkeit.

Vermeiden Sie das Trocknen der Pimpinelle, da die Blätter bei diesem Prozess deutlich an Aroma verlieren und dann nur noch eingeschränkt als Küchenkraut verwendbar sind. Für eine optimale Nutzung in der Küche sollten Sie immer darauf achten, frische oder sorgfältig konservierte Blätter der Pimpinelle zur Hand zu haben.

Bilder: sitox / iStockphoto