Mehrjährige Pimpinelle ist winterhart

Die Pimpinelle, wie der Kleine Wiesenknopf auch volkstümlich bezeichnet wird, wächst schon seit vielen Jahrhunderten sowohl im nördlichen Afrika als auch im hohen skandinavischen Norden. Die pflegeleichte Pflanze ist winterhart und übersteht für gewöhnlich auch strenge Winter ohne größere Probleme.

Pimpinelle winterhart

Pimpinelle im Garten überwintern

Die Pimpinelle ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Eine Überwinterung im Garten funktioniert problemlos, wobei die überirdischen Pflanzenteile normalerweise absterben. Die abgestorbenen Teile können Sie im späten Herbst abschneiden, allerdings ist es meist besser, sie an der Pflanze zu belassen und erst im zeitigen Frühjahr abzuschneiden. Sie erleichtern der Pimpinelle die Überwinterung und dienen den Wurzeln als Nahrung. Im Frühjahr treibt die Pimpinelle aus den Wurzeln neu aus. In milden Wintern kann es auch passieren, dass das Kraut nicht abstirbt, sondern stattdessen weiter austreibt und neue Blätter entwickelt.

Pimpinelle im Topf überwintern

Im Gegensatz zur ausgewachsenen Pimpinelle sollten Sie bei Topfpflanzen den Topf mit einem wärmenden Vlies oder ähnlichem umwickeln, damit die Wurzeln nicht durchfrieren und absterben. Das Substrat lässt sich mit etwas Reisig oder mit Tannenzweigen abdecken.

Pimpinelle alle zwei Jahre verjüngen

Zwar handelt es sich bei der Pimpinelle um eine mehrjährige Pflanze, allerdings ist sie nicht besonders langlebig. Daher sollten Sie sie entweder alle zwei bis drei Jahre durch Teilung verjüngen oder aber ausreißen und neu aussäen. Dabei können Sie natürlich auch die Samen ausreifen und sich selbst aussäen lassen – das spart eine Menge Arbeit, zumal die Pimpinelle in dieser Hinsicht wirklich sehr vermehrungsfreudig ist. Weiterhin stellt es kein Problem dar, diese Pflanzenart immer wieder an derselben Stelle wachsen zu lassen. Die Teilung hingegen ist deutlich komplizierter, lässt sich die Pimpinelle aufgrund der langen und ausgeprägten Pfahlwurzel nur schwer umsetzen.

Pimpinelle teilen

Bei der Teilung darf die Pfahlwurzel auf keinen Fall verletzt werden, da die Pflanze sonst abstirbt. Besser ist es hingegen, viele kleine Teilstücke – je kleiner die einzelnen Teile, desto besser wachsen sie in der Regel an – mit Wurzelwerk zu entnehmen und neu einzupflanzen. Diese entwickeln im Laufe der Zeit selbst eine neue Pfahlwurzel. Der beste Zeitpunkt für eine Teilung ist das zeitige Frühjahr.

Tipps & Tricks

Ernten Sie die Pflanze im Sommer – etwa bis Anfang / Mitte März – komplett ab und frieren Sie gerade nicht benötigte Blätter ein. Die Pimpinelle wird, sofern der Winter nicht zu früh hereinbricht, erneut austreiben.

Text: Ines Jachomowski

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