Orchideen im Steckbrief – Wissenswertes kompakt

Mit wunderschönen Blüten bescheren Orchideen uns das ganze Jahr hindurch florale Glücksmomente. Grund genug, sich hier mit ihren einzigartigen Eigenschaften näher zu beschäftigen. Dieser Steckbrief fasst kurz und knapp zusammen, was die Königin der Blumen auszeichnet.

Orchideen Merkmale
Es gibt über 1000 Gattungen an Orchideen

Systematik und Habitus im Überblick

Als Dinosaurier vor 65 bis 80 Millionen Jahren noch die Erde besiedelten, nahm die Evolution der Orchideen ihren Anfang. Schon 500 vor Christus beschäftigten sich die ersten Schriften näher mit den einzigartigen Pflanzen aus tropischen Regionen. Bis heute haben Orchideen nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Im Gegenteil gelten Schönheiten, wie Phalaenopsis, Dendrobium oder Vanda als beliebte Zimmerpflanzen. Der folgende Steckbrief beleuchtet die spannenden Attribute näher:

  • Familie der Orchideen (Orchidaceae)
  • Mehr als 1.000 Gattungen mit etwa 30.000 Arten und ungezählten Hybriden
  • Überwiegend beheimatet in den Regenwäldern tropischer Regionen
  • Wachstum: Aufsitzer auf Bäumen (epiphytisch), Aufsitzer auf Felsen (lithophytisch), in Erde (terrestrisch)
  • Wuchshöhen von wenigen Millimetern (Bulbophyllum) bis zu mehreren Metern (Vanilla)
  • Rhizome, Bulben oder Pseudobulben als Speicherorgane
  • Vielgestaltige Blütenformen mit bis zu 30 cm Durchmesser
  • Blütezeiten von 1 Tag bis zu mehreren Monaten
  • Sattgrüne, ledrige bis fleischige Blätter mit glattem Rand

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Wenngleich 9 von 10 Orchideen aus tropischen Ländern stammen, sind dennoch einige Arten in Deutschland heimisch. Hierzu zählen Knabenkräuter, Stendelwurze und Waldhyazinthen, denen wir bei unseren Wanderungen begegnen können. Für exotisches Blütenflair in deutschen Wäldern sorgt die Gelbe Frauenschuh-Orchidee, die sich als einzige Cypripedium-Art im mitteleuropäischen Klima behaupten kann.

Pilze und Orchideen – Eine wunderbare Symbiose

Die mikroskopisch kleinen Samen von Orchideen verfügen nicht über Nährgewebe, wie es bei anderen Pflanzensamen Standard ist. Damit die winzigen Embryos überleben können, sind sie auf eine Symbiose mit Ammen-Pilzen angewiesen. Indem die Pilzsporen in einen Samen eindringen, stellen sie die Keimung und die Versorgung der Keimlinge sicher. Dieser Prozess zieht sich über viele Jahre hin. So ist es keine Seltenheit, dass Sämlinge erst nach 15 Jahren zum ersten Mal blühen.

Tipps

Ihr Status als beliebteste Zimmerpflanze täuscht über die Gefährdung von Orchideen hinweg. In freier Natur sind die einzigartigen Blumen vom Aussterben bedroht. Daher unterliegen alle Orchideenarten weltweit dem Naturschutz. Bewundern und fotografieren ist erlaubt – Pflücken und ausgraben wird hingegen mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.

Text: Paula Jansen
Social Media Manager

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