Oleander regelmäßig auf Spinnmilben untersuchen

Spinnmilben (Tetranychidae) gehören zu den am häufigsten vorkommenden Schädlingen nicht nur am Oleander. Dabei handelt es sich um verschiedene Arten aus der Gruppe der Spinnentiere, wobei sie die einzige Fäden spinnenden Familie innerhalb der Milben bilden – daher auch der Name. Die winzigen, nur bis 0,8 Millimeter langen Tierchen sind mit bloßem Auge kaum zu entdecken, können dafür aber umso größeren Schaden anrichten.

Oleander Schädlinge
Spinnmilben nisten sich gern im Oleander ein

Spinnmilben lieben Oleander

Im Allgemeinen sind Spinnmilben nicht besonders wählerisch, wenn es um ihre Nahrungspflanzen geht. Bestimmte Gewächse jedoch befallen sie besonders häufig. Zu diesen bevorzugten Pflanzen gehört auch der Oleander, der für die Tiere ein wahrer Leckerbissen zu sein scheint. Ein Befall lässt sich kaum vermeiden, schließlich befinden sich die Spinnentiere in der Luft und werden mit dieser überall hingeweht. Gefährdet sind insbesondere warm und trocken überwinterte Oleander sowie Exemplare, die an warmen und geschützten Standorten (beispielsweise in der Sonne an einer Hausmauer) stehen. Freistehende Oleander werden dagegen eher selten befallen.

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Spinnmilbenbefall effektiv vorbeugen

Bis zu einem gewissen Grad können Sie einem Spinnmilbenbefall gut vorbeugen. Da die Tiere ein trockenes und warmes Klima bevorzugen, müssen Sie lediglich für eine hohe Luftfeuchtigkeit bzw. für einen leichten Windzug sorgen. Zwar sollten Oleander geschützt stehen, doch an heißen Sommertagen rücken Sie den Kübel besser von der Hauswand weg und lassen ihn frei stehen. Besprühen Sie den Oleander regelmäßig mit Hilfe einer Sprühflasche, so dass das Laub feucht ist. Im Winter sollte der Oleander nicht im warmen Wohnzimmer stehen, sondern bei etwa fünf Grad Celsius an einem frostfreien und hellen Ort überwintern. Vergessen Sie nicht, die Pflanze winters einmal in der Woche zu gießen.

So werden Sie die lästigen Spinnmilben wieder los

Gegen Spinnmilben helfen spezialisierte Mittel, die im Fachhandel erhältlich sind – oder aber einige erprobte Hausmittel, deren Zutaten Sie sicherlich auch in Ihrer Küche stehen haben. Bei einem leichten Befall – und wenn der Oleander noch nicht allzu groß ist – können Sie die Pflanze kräftig mit Wasser einsprühen und anschließend einen Plastikbeutel darüber stülpen. Die unter dem Beutel entstehende Luftfeuchtigkeit tötet die Spinnmilben zuverlässig ab. Ebenfalls bewährt haben sich Sprühmittel auf Rapsölbasis, mit denen vor allem die Blattunterseiten benetzt werden.

Tipps

Wenn Sie den Oleander regelmäßig mit Wasser einsprühen und anschließend ganz genau in Augenschein nehmen, können Sie einen Spinnmilbenbefall dank der in den feinen Gespinsten glitzernden Wassertröpfchen schon frühzeitig entdecken.

Text: Ines Jachomowski
Social Media Manager

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