Oleander

Oleander und Spinnmilben: So verhindern Sie den Befall

Artikel zitieren

Oleander verschönern Gärten mit ihrer Blütenpracht, aber Spinnmilben können ihre Schönheit trüben. Dieser Artikel hilft Ihnen, einen Befall zu erkennen, gibt Tipps zur Vorbeugung und stellt wirksame Bekämpfungsmethoden vor.

Oleander Schädlinge
Spinnmilben nisten sich gern im Oleander ein

Spinnmilbenbefall beim Oleander: Erkennen und Bekämpfen

Spinnmilben können ein bedeutendes Problem für Oleanderpflanzen darstellen, besonders unter trocken-warmen Bedingungen. Ein wachsamer Blick und frühzeitige Interventionen können jedoch helfen, einen Befall in den Griff zu bekommen.

Lesen Sie auch

Erkennung von Spinnmilben

Um Spinnmilben zu erkennen, sollten Sie auf die folgenden Symptome achten:

  • Blattsprenkelungen: Zu Beginn zeigt sich ein Befall durch kleine, helle Sprenkelungen auf den Blattoberseiten.
  • Verfärbungen: Im weiteren Verlauf können die Blätter silbrig oder graubraun werden.
  • Blattabfall: Im fortgeschrittenen Stadium fallen die befallenen Blätter ab.
  • Gespinste: Fein gesponnene Netze in den Blattachseln und an den Blatträndern sind ein sicheres Zeichen.

Eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten, zum Beispiel durch Abreiben mit einem Taschentuch, kann Ihnen helfen, Spinnmilben frühzeitig zu entdecken. Untersuchen Sie die Rückstände auf feine, krabbelnde Punkte.

Bekämpfung von Spinnmilben

Die Bekämpfung kann auf verschiedene Weise erfolgen, je nach Befallsstärke:

Vorbeugung:

  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit: Durch regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser können Sie ein Milben-freundliches Klima vermeiden.
  • Kühle Überwinterung: Stellen Sie sicher, dass der Oleander über den Winter in einem Bereich mit Temperaturen zwischen zwei und zehn Grad Celsius steht.

Direkte Bekämpfung:

  • Abduschen mit Wasser: Ein gründliches Abduschen der Pflanze mit lauwarmem Wasser kann den Befall mindern.
  • Einpacken: Steigern Sie die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze, indem Sie sie für einige Tage in eine durchsichtige Plastiktüte einhüllen.
  • Biologische Mittel: Produkte auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife können verwendet werden, um die Spinnmilben zu ersticken. Behandeln Sie besonders gründlich die Blattunterseiten.
  • Nützlinge: Setzen Sie Raubmilben wie Amblyseius californicus ein. Diese können im Fachhandel erworben werden und helfen, den Befall natürlich zu regulieren.
  • Rückschnitt: Bei starkem Befall sollten Sie betroffene Triebe zurückschneiden und das Schnittgut im Hausmüll entsorgen.

Indem Sie diese Maßnahmen ergreifen, können Sie Ihren Oleander vor Spinnmilben schützen und einen bestehenden Befall effektiv bekämpfen.

Andere Schädlinge am Oleander: Erkennen und Bekämpfen

Neben Spinnmilben können auch andere Schädlinge den Oleander befallen, darunter Blattläuse, Schildläuse sowie Woll- und Schmierläuse.

Blattläuse

Blattläuse sind wenige Millimeter groß und leicht erkennbar. Sie befallen meist frische Triebe und Blütenstände, wo sie den Pflanzensaft saugen. Die Folge sind Blattverformungen, Gelbverfärbungen und Rußtau, ein schwarzer Pilzbelag, der auf den Ausscheidungen der Läuse wächst.

Erkennen:

  • Sichtbare Ansammlungen auf frischen Trieben und Blütenständen
  • Weiße Häutungsreste zwischen den Läusen
  • Blattverformungen und Gelbfärbungen
  • Rußtau auf Blättern

Bekämpfung:

  • Abspritzen mit Wasser: Ein kräftiger Wasserstrahl kann Blattläuse von den Pflanzen spülen. Wiederholen Sie dies nach einigen Tagen.
  • Natürliche Fressfeinde fördern: Marienkäfer und Florfliegen sind nützliche Helfer im Garten. Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um diese Nützlinge anzulocken.
  • Hausmittel: Eine Lösung aus einem Esslöffel Schmierseife, einem kleinen Schluck Spiritus und einem Liter Wasser kann effektiv sein. Besprühen Sie die Pflanze gründlich und wiederholen Sie die Anwendung bei Bedarf.

Schildläuse

Schildläuse sind kleine, bräunliche Insekten, die sich oft auf der Unterseite der Blätter aufhalten. Sie scheiden ein klebriges Sekret aus, das sich auf den Blättern sammelt und auch zu Rußtau führen kann. Ein starker Befall schwächt die Pflanze erheblich.

Erkennen:

  • Braune, kleine Punkte auf den Blattunterseiten
  • Klebriges Sekret und Rußtau
  • Schwache Pflanzen mit verformten Blättern

Bekämpfung:

  • Mechanische Entfernung: Bei leichtem Befall können die Läuse mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.
  • Schmierseifenlösung: Eine Mischung aus Schmierseife und Wasser eignet sich zum Besprühen der Pflanze.
  • Nützlinge: Fördern Sie natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer und Florfliegen. Einige Arten von Schlupfwespen parasitieren auch auf Schildläusen.
  • Neemöl: Tragen Sie Neemöl direkt auf die Läuse auf, um die Population zu reduzieren.

Woll- und Schmierläuse

Woll- und Schmierläuse gehören zur Familie der Schildläuse, sind jedoch durch ihre weiße Behaarung und wachsartige Hülle erkennbar. Diese Schädlinge saugen Pflanzensaft und verursachen dabei erhebliche Schäden.

Erkennen:

  • Weiße, watteartige Gebilde auf Blättern und Trieben
  • Jüngere Triebe häufig betroffen
  • Klebrige Ausscheidungen, die zu Rußtau führen können

Bekämpfung:

  • Mechanische Entfernung: Entfernen Sie die Läuse mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste.
  • Schmierseifenlösung: Besprühen Sie die Pflanze mit einer Lösung aus Schmierseife und Wasser. Spülen Sie die Pflanze nach der Einwirkzeit gründlich ab.
  • Öl-basierte Mittel: Produkte auf Rapsölbasis können ebenfalls verwendet werden, um die Läuse zu ersticken. Wiederholen Sie die Anwendung, bis der Befall vollständig beseitigt ist.

Mit diesen Maßnahmen können Sie die verschiedenen Schädlinge an Ihrem Oleander erfolgreich erkennen und bekämpfen. Stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßig Ihre Pflanzen überprüfen, um einen Befall frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können.

Bilder: BobYue / iStockphoto