Spinnmilben an Rosen – Was tun?

Bei Spinnmilben handelt es sich um winzig kleine, orangerote Spinnentiere, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind, Sie befallen die Rosen vorzugsweise bei sehr heißem und trockenem Wetter und vermehren sich scheinbar explosionsartig. Bei einem Befall – selbst wenn Sie ihn nur vermuten – sollten Sie so schnell wie möglich handeln – denn je stärker die Population, desto schwerer die Beseitigung. Glücklicherweise lassen sich Spinnmilben von natürlichen Mitteln relativ rasch vertreiben.

Rosen Spinnmilben
Spinnmilben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen

Woran erkennt man eigentlich Spinnmilben?

Die winzigen Spinnmilben selbst werden Sie eher nicht zufällig an Ihren Rosen herumhüpfen sehen, stattdessen zeigt sich der Befall durch die feinen weißen, Spinnenweben nicht unähnlichen Gespinste an den Blattunterseiten, zwischen den Blättern und Trieben sowie manchmal auch an den Blüten selbst. Die Blätter sind zunächst leicht grau-weiß gesprenkelt, verfärben und vertrocknen jedoch rasch und werden dann abgeworfen. An den Blattunterseiten sind häufig kleine, gelbliche bis orangefarbene Eier zu erkennen.

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Einem Spinnmilbenbefall effektiv vorbeugen

Spinnmilben lieben die Hitze, deshalb siedeln sie sich bevorzugt auf Pflanzen an, die sich an sehr sonnigen, trockenen und wenig luftigen Standorten befinden. Außerdem werden vermehrt ohnehin geschwächte Rosen angegriffen, da diese – im Gegensatz zu gesunden Pflanzen – kein starkes Abwehrsystem mehr besitzen. Ein luftiger Standort, der sich nicht unbedingt in der prallen Sonne befindet, ist für Rosen ideal – hier werden sich auch so schnell keine Spinnmilben einfinden. Sollte beispielsweise Ihre Topfrose direkt vor einer Wand stehen (womöglich noch vor einer weiß gestrichenen), so rücken Sie diese ab und sorgen für ein kühlendes Lüftchen. Schwächelnde Rosen können Sie mit einer regelmäßigen Ackerschachtelhalmtee-Kur stärken, zudem desinfiziert das Gebräu Boden sowie Pflanze und hält nicht nur lästige Spinnentiere, sondern auch anderes Ungeziefer und diverse pilzliche Erreger fern.

Spinnmilben erfolgreich bekämpfen

Gegen Spinnmilben hilft oft ein einfach herzustellendes Mittel, dessen Wirksamkeit eigentlich bei Mehltau hinlänglich bekannt ist: im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnte Vollmilch. Dieses Gemisch füllen Sie in einen Zerstäuber und besprühen die Spinnmilben ausgiebig damit, und zwar mehrere Tage hintereinander. Führen Sie die Kur am besten früh am Morgen durch, wenn die Biester noch träge und langsam sind. Wer zu stärkeren Mitteln greifen möchte, dem seien die diversen im Handel erhältlichen Präparate auf Rapsölbasis empfohlen. Greifen Sie so wenig wie möglich zu chemischen Mitteln, denn diese töten nicht nur unliebsame Schädlinge, sondern auch allerlei nützliche Insekten.

Tipps

Falls Ihre Rose im Topf steht, dann stellen Sie sie von Zeit zu Zeit unter die Dusche und brausen Sie sie kräftig ab – dann haben Spinnentiere und andere Schädlinge erst gar keine Chance, sich anzusiedeln. Achten Sie aber darauf, dass die Pflanze schnell wieder trocken wird, damit sich keine Pilze darauf niederlassen.

Text: Ines Jachomowski

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