Was sind kleine Spinnen in Blumenerde? – Was tun?

Kleine Spinnen in Blumenerde sind nicht zu unterschätzen. Der Befall kann die betroffene Zimmerpflanze in arge Bedrängnis bringen. Dieser Ratgeber nennt die Spinnentiere beim Namen. Lesen Sie diese praxiserprobten Tipps für effektive Sofortmaßnahmen und eine giftfreie Bekämpfung mit Hausmitteln.

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Spinnmilben saugen die Pflanze aus

Was sind das für kleine Spinnen in Blumenerde?

Kleine Spinnen in Blumenerde sind in der Regel Spinnmilben (Tetranychidae). Spinnmilben sind gefürchtete Schädlinge, die den Blättern geschwächter Zimmerpflanzen den Saft aussaugen, dabei Giftstoffe abgeben und Viren übertragen. Die Blumenerde wird von den Biestern als Brutstätte genutzt. Diese Erkennungsmerkmale erhärten den Verdacht:

  • Aussehen: 0,2 mm bis 0,8 mm klein, 8 Beine, birnenförmiger Körper, braun, hellgrün, rotbraun gefärbt.
  • Vorkommen: in trockener, ausgelaugter Pflanzenerde, häufig auf den Blattunterseiten.
  • Schadbild: silbrige Blattsprenkel, hängende und abgestorbene Blätter, Gespinste in den Blattachseln.

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Was tun gegen kleine Spinnen in Blumenerde?

Beste Sofortmaßnahmen gegen kleine Spinnen in Blumenerde sind Umtopfen und Abbrausen. Auf diese Weise nehmen Sie die Schädlinge in die Zange, denn zumeist sind an Zimmerpflanzen Pflanzenerde und Blätter gleichzeitig befallen. Außerdem helfen diese Hausmittel gegen Spinnmilben:

  • Zimmerpflanze für eine Woche in einen Folienbeutel einpacken.
  • Stark befallene Pflanzenteile abschneiden und im Hausmüll entsorgen.
  • Pflanze und Blumenerde mit Seifen-Spiritus-Lösung besprühen.
  • Spinnmilben bekämpfen mit Nützlingen, wie Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) oder Gallmücken (Feltiella acarisuga).

Wie vermeide ich, dass kleine Spinnen in Blumenerde gelangen?

Indem Sie Zimmerpflanzen regelmäßig besprühen, vermeiden Sie, dass kleine Spinnen in Blumenerde gelangen und die Blätter befallen. Feuchtigkeit können die Spinnentiere nicht ausstehen.

Eine gute Pflege hält die Schädlinge fern, weil Spinnmilben vorzugsweise geschwächte Pflanzen anvisieren. Insbesondere eine Kalium-betonte Düngung kräftigt die Zellen im Blattgewebe, sodass die Spinnmilben mit ihren Mundwerkzeugen nicht durchdringen. Wenn sich die Blätter als Nahrungsquelle nicht eignen, bleibt auch die Blumenerde von den Spinnentieren verschont.

Tipp

Tauchbad hilft gegen helle Tierchen in Blumenerde

Konzentriert sich der Schädlingsbefall auf die Blumenerde, haben Sie es zumeist mit Springschwänzen oder den Larven von Trauermücken zu tun. Ein Tauchbad im Wassereimer macht mit dem Gesindel kurzen Prozess. Allerdings sind für die radikale Maßnahme nicht alle Zimmerpflanzen geeignet. Im Zweifel ziehen Sie für sechs Wochen einen Nylonstrumpf über den Blumentopf.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: BirdShutterB/Shutterstock

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