Was sind kleine helle Tierchen in der Blumenerde? – Was tun?

Wird es in Blumenerde lebendig, haben sich kleine, helle Tierchen eingenistet, die da nicht hingehören. Dieser Ratgeber erklärt, um welche Schädlinge es sich handelt. Profitieren Sie von praxiserprobten Tipps für eine erfolgreiche Bekämpfung mit Hausmitteln.

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Trauermücken-Larven verstecken sich gern in Blumenerde

Was sind das für kleine, helle Tierchen in der Blumenerde?

Kleine, helle Tierchen in Blumenerde sind häufig Trauermücken-Larven, mitunter Springschwänze, Wurzelmilben oder Thripse-Larven. Diese Schädlinge nagen am unterirdischen Pflanzenmaterial, bis die Pflanze abgestorben ist:

  • Trauermücken-Larven (Sciaridae): 2-7 mm, gräulich-durchsichtig, schwarze Kopfkapsel.
  • Springschwänze (Collembola): 0,1-17 mm, weiß, Fühler am Kopf, 6 Beine, bevorzugen nasse Blumenerde.
  • Wurzelmilben (Rhizoglyphus): 1-1,5 mm, glänzend-weiß, spinnenförmig, 8 Beine.
  • Thripse-Larven (Thysanoptera): 1-4 mm, durchscheinend-hellgrün, flügellos, 6 Beine.

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Wie kann man kleine helle Tierchen in Blumenerde bekämpfen?

Kleine helle Tierchen in Blumenerde bekämpfen Sie am besten, indem Sie die befallene Zimmerpflanze umtopfen in desinfiziertes Substrat, zuvor die verseuchte Erde restlos vom Wurzelbereich entfernen und den Blumentopf mit Essigwasser reinigen. Darüber hinaus haben sich diese Hausmittel hervorragend bewährt:

  • Nützlinge ausbringen: Nematoden (speziell Steinernema-feltiae), Raubmilben (speziell Hypoaspis miles)
  • Wurzelbereich mit Seifen-Spiritus-Lösung gießen.
  • Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser stellen und die Schädlinge abschöpfen.
  • Substrat mit Backpulver übersieben.
  • Nylonstrumpf von unten über den Blumentopf ziehen, am Wurzelhals zubinden, um den Vermehrungskreislauf zu stoppen.

Tipp

Spinnmilben nisten sich auch in Blumenerde ein

Wenn kleine Spinnen durch die Blumenerde flitzen, handelt es sich um Spinnmilben. Die Milben sind 0,1-0,5 mm klein mit einem roten, braunen oder gelbgrünen, birnenförmigen Körper. Zumeist sitzen die Schädlinge auf Blättern, um am nährstoffreichen Pflanzensaft zu saugen. Aber auch alte, ausgelaugte Blumenerde ist als Brutplatz willkommen. Bewährte Hausmittel zur Spinnmilben-Bekämpfung sind Seifen-Spiritus-Lösung, Rapsöl-Spritzmittel, Neem und Nützlinge, wie Raubmilben und Florfliegen-Larven.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Tomasz Klejdysz/Shutterstock

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