obstbaeume-duengen
Junge Obstbäume können mit etwas Dünger versorgt werden

Obstbäume richtig düngen – Darauf sollten Sie achten

Nur Obstbäume, die ausreichend Nährstoffe erhalten, tragen reichen Fruchtbehang, setzen Blüten für das kommende Jahr an und entwickeln starke Neuaustriebe. Doch Vorsicht: Nicht immer ist eine Düngung tatsächlich notwendig. Vielfach sind Gartenböden ohnehin mit Stickstoff, Phosphat und Kalium überdüngt, was wiederum Krankheiten begünstigt. In nährstoffreichen Böden können Obstbäume mehr oder weniger lange auch ohne eine Düngung auskommen.

Bodenuntersuchung gibt Aufschluss über Notwendigkeit des Düngens

Vor der Pflanzung vor allem mehrerer Obstbäume ist die Entnahme einer Bodenprobe sinnvoll. Diese werden zur Untersuchung an ein staatliches Institut (welches häufig an die Landwirtschaftskammer angegliedert ist) oder privates Institut (Labor für Boden- und Düngemitteluntersuchungen) geschickt und dort analysiert. Innerhalb von zwei bis vier Wochen bekommen Sie eine Antwort mit den Analyseergebnissen sowie einer darauf aufbauenden Düngeempfehlung. Der beste Zeitpunkt für die Entnahme der Bodenproben ist nach der Ernte im Herbst bzw. im Winter, sofern der Boden nicht gefroren ist. Entnehmen Sie die Proben jedoch auf keinen Fall nach einer bereits erfolgten Düngung, auch nicht nach einer organischen mit Kompost.

Obstbäume richtig düngen – So geht’s

Beim Düngen sollten Sie sich in erster Linie an die aus den Bodenproben abgeleiteten Empfehlungen sowie an die speziellen Bedürfnisse der gepflanzten Obstarten und -sorten halten. Die folgenden Empfehlungen stellen mehr eine allgemeine Anleitung dar.

Beerensträucher und Obstbäume düngen

Kräftig wachsende Obstbäume benötigen zum Wachsen und zur Fruchtbildung gewöhnlich keine zusätzlichen Düngergaben, denn durch ihr umfangreiches, in die Tiefe gehendes Wurzelwerk ist eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung gewährleistet. Flach wurzelndes Obstgehölz dagegen kann oft eine zusätzliche Versorgung gebrauchen, denn diese Wurzeln erschließen nur einen kleinen Teil des Bodens und reichen auch nicht in die Tiefe. Decken Sie die Baumscheibe mit abgelagertem Kompost ab oder arbeiten Sie Volldünger leicht in den Boden ein. Trockene Erde muss angegossen werden, damit der Dünger auch dorthin gelangt, wo er gebraucht wird: an den Wurzeln.

Frisch gepflanzte Obstbäume mit Düngung unterstützen

Jüngeren Obstbäumen auf eher nährstoffarmen Böden können Sie beim Anwachsen helfen, indem Sie sie düngen. Hierfür sollten Sie einen Volldünger verwenden, der alle Spurenelemente enthält. Geeignet sind dabei sowohl organische wie auch mineralische Dünger. Als Pflanzenstärkungsmittel leistet Gesteinsmehl, das auch unter dem Namen Urgesteinsmehl im Handel erhältlich ist, im Garten hervorragende Dienste.

Im Rasen stehende Obstbäume richtig düngen

Bei im Rasen stehenden Obstbäumen macht es nur wenig Sinn, den Dünger einfach auszustreuen: Das meiste davon würde nämlich dem Gras und nicht dem Baum zugute kommen. In diesem Fall düngen Sie also flüssig, beispielsweise mit 100 bis 150 Gramm Blaukorn, welches Sie in 10 Litern Wasser auflösen. Diese Düngerlösung wird in Spalten hineingegossen, die Sie zuvor mit Hilfe einer Grabegabel im Wurzelbereich geöffnet haben.

Tipps

In Kübeln kultivierte Obstbäume werden entweder im Frühjahr mit einem Langzeitdünger versorgt oder während der Hauptwachstumszeit (längstens jedoch bis Ende Juni) alle zwei bis drei Wochen mit einem flüssigen Obstbaumdünger gedüngt.

Artikelbild: Singkham/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. Wer kennt diese Pflanze

    Ich habe mir letzten November von der Insel La Palma eine kleine Pflanzenspitze mitgebracht, eingetopft und am Fenster aufgestellt. Nun hat sie wunderhübsche kleine glockenähnliche Blüten.

  2. Ableger vom rotlaubigen Holunder

    Wie macht man von Holunder Ableger? Genau wie von Johannisbeeren durch Steckholz und auch im Frühwinter ? Ich habe einen wunderschönen rotlaubigen Holunder denn ich gerne vermehren würde. Dankeschön...

  3. Blauregen auf Stamm ziehen

    Hallo liebe Grünfinger, ich träume schon seit langem von einem Blauregen-'Bäumchen' und würde gern dieses Jahr damit beginnen mir diesen Traum zu erfüllen. Ich habe nicht viel Erfahrung, aber an Liebe, Pflege und Geduld soll es nicht mangeln. Auf dem angehängten Foto zu sehen ist der aktuelle Stand des veredelten Zöglings, wie gekauft (Höhe knapp 50cm) . Für die ersten Jahre wird er im Kübel auf dem Balkon stehen. Auf diesem Forum habe ich folgende Anleitungen zur Zucht als Hochstamm gefunden: https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm-schneiden Dort steht, dass ich im ersten Jahr mit dem Schnitt beginnen soll - nämlich alles bis auf []

  4. Bananenstaude-Blätter knicken ab

    Hallo an alle , mit einem grünen Daumen, ich habe 2 Bananenstauden(die sollten eigentlich winterhart sein, ich hab sie aber in großen Kübeln über den Winter ins Wohnzimmer geholt), nun knicken so nach und nach immer wieder die großen Blätter ab. Was fehlt ihr?Für Hilfe wäre ich dankbar.

  5. Arbeitseinsätze

    Wie werden bei euch Arbeitseinsätze vergütet ? Der Gartenfreund , der bei uns nach Ableistung seiner fünf Pflichtstunden an Arbeitseinsätzen teilnimmt , bekommt 5 € die Stunde . Fachleute wie zB . Elektriker bekommen 10 € . Egal ob Pflichtstunden oder freiwillige Teilnahme , es gibt immer Freibier . Wie ist das bei Euch ?

  6. Rasen nach dem Vertikutieren

    Guten Morgen in die Runde, nach dem Vertikutieren des Rasens sind doch einige Kahlstellen entstanden. Es muß also zwischengesät und gedüngt werden. Meine Frage hierzu: Kann ich beides zur gleichen Zeit oder wenn nacheinander, was zuerst? Erst säen oder erst düngen. Ihr seht, ich bin Anfänger, also erhellt mich.:oops::D