Wuchs und Ertrag durch Düngen des Kirschbaums fördern

Die Kirschbäume benötigen jährlich große Mengen an Nährstoffen, um zu wachsen, zu blühen und Früchte zu tragen. Nur wenige Böden verfügen von Natur aus über genügend Nährstoffreserven. Meistens muss der Gärtner durchs Düngen nachhelfen.

Kirschbaum düngen

Die durch die Kirschbäume dem Boden entzogenen Nährstoffmengen gelangen nur teilweise durch natürliche Verrottungsprozesse in den Boden zurück. Um dauerhafte Wuchs- und Ertragsleistung der Kirschbäume zu fördern, muss der Gärtner die Nährstoffe durch Düngung wieder zuführen. Dabei handelt es sich um die vier Kernnährstoffe: Stickstoff, Kali, Phosphor und Kalk. Das Fehlen einzelner dieser Nährstoffe führt zu Mangelerscheinungen.

Bei Stickstoffmangel geht das Längenwachstum zurück, die Blätter bleiben klein und nehmen gelblich-grüne Färbung an. Ständiger Stickstoffüberschuss führt zu einem Überwiegen des Triebwachstums und einem Nachlassen der Blütenknospenbildung. Kalimangel wirkt sich vor allem in ungenügender Widerstandskraft gegen Krankheiten und Frost aus. Phosphormangel macht sich in der verzögerten Fruchtbildung bemerkbar. Durch Kalk wird schwerer Boden lockerer, während leichter Boden in seinem Wasserhaushalt verbessert wird.

Organische Dünger

Unter organischem Dünger versteht man die verrotteten Reste von Pflanzen sowie tierische Ausscheidungen. Aus pflanzlichen Abfällen aller Art, die auf einem Komposthaufen zusammengetragen werden, entsteht durch Zersetzung ein intensives Bodenleben und die Abfälle verwandeln sich in Humus. Als tierische Ausscheidungen finden im Garten Kuh- oder Pferdemist Verwendung.

Mineralische Dünger

Die Mineraldünger sind natürlich vorkommende oder industriell hergestellte Salze, die einen oder auch mehrere Pflanzennährstoffe enthalten. Gut anwendbar sind die sogenannten Voll- bzw. Mischdüngemittel, die mehrere Kernnährstoffe und wichtige Spurenelemente in einem für die Pflanzen günstigen Verhältnis enthalten.

Zeit und Durchführung der Düngung

Organischer Dünger sollte zum Ende des Winters auf der Baumscheibe nicht zu tief eingearbeitet werden. Mit den mineralischen Düngemitteln verfährt man wie folgt:

  • stickstoffhaltiger Dünger wird im März/April zur Förderung des Triebwachstums und etwa Anfang Juni zur Förderung des Blütenknospenansatzes gegeben,
  • kali- und phosphorhaltige Düngemittel werden im Winter (November bis Februar) ausgebracht,
  • nach starkem Ertrag sollte der Kirschbaum mit Volldünger versorgt werden.

Tipps & Tricks

Der Boden unter den Kirschbäumen kann man auch durch die Gründüngung verbessern. Dabei werden Ende des Sommers bestimmte einjährige Pflanzen auf die Baumscheibe gesät und im nächsten Frühjahr ihre Reste in die Erde eingearbeitet.

Text: Burkhard

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