Das Kirschbaumwachstum kann man steuern

Das Wachstum der Kirschbäume erfolgt nicht regel- und richtungslos. Wuchsstärke und Wuchsrichtung der Triebe werden zum einen durch den inneren Antrieb des Baumes und zum anderen durch die äußeren Einflüsse bestimmt.

Kirschbaum Wachstum

Grundsätzliches zum Wachstum

Von außen wird das Wachstum eines Kirschbaumes durch das Licht, die Temperatur, den Boden, die Nährstoffzufuhr und die Schnittmaßnahmen beeinflusst. Der innere Wachstumsanreiz ist durch die verwendete Unterlage (Wurzelteil des Baumes) vorbestimmt, die dafür verantwortlich ist, wie groß der Kirschbaum wird. Die Unterlagen können stark-, mittelstark oder schwachwüchsig sein. Demnach unterscheidet man zwischen

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Das durch die Unterlage vorgegebene Trieb- und Kronenwachstum kann durch den gezielt eingesetzten Erziehungsschnitt gesteuert werden. Man wird zwar durch den Rückschnitt einen Hochstamm nicht zu einem Busch umerziehen können, aber man kann damit die Höhe und den Kronenumfang seines Kirschbaums den Gegebenheiten des vorhandenen Gartenplatzes anpassen.

Wachstum bremsen

Durch den Rückschnitt der Kirschbäume nach der Ernte im August/September hindert man den starkwüchsigen Kirschbaum am weiteren Wachstum. Gleichzeitig fördert man damit die Fruchtbarkeit des Baumes. Diese Maßnahme ist bei jungen, ohnehin sehr starkwüchsigen Kirschbäumen sinnvoll.

Wachstum fördern

Will man hingegen das Wachstum eines alten Baumes fördern, schneidet man diesen in den Wintermonaten, vom November bis Februar. Dies führt dazu, dass die Kirsche in der kommenden Vegetationsperiode sehr stark austreibt. Diese Maßnahme ist zu verwenden zum Verjüngen eines vergreisenden Kirschbaumes.

Tipps & Tricks

Laut einer Sendung auf n-tv Wissen gab vor einigen Jahren ein rasant wachsender Kirschbaum den japanischen Wissenschaftlern Rätsel auf. Der Baum ist aus einem Kern gewachsen, der mit einer Internationalen Raumstation rund acht Monate im Weltall unterwegs war. Danach pflanzte man den Kern ein und der Baum wuchs innerhalb von fünf Jahren vier Meter hoch und trug dann auch schon die ersten Blüten.

Text: Burkhard

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