Microgreens: Der Vitaminkick von der Fensterbank

Microgreens stecken voller gesunder Inhaltsstoffe und gelten zu Recht als schmackhaftes Superfood. Sie lassen sich unkompliziert selbst heranziehen und bereichern den winterlichen Speiseplan mit ihrer Geschmacksvielfalt.

microgreens-anbauen-newsletter
Microgreens können rund ums Jahr auf der Fensterbank gezogen werden

Was sind Microgreens?

Während Sprossen nur wenige Tage nach der Keimung verzehrt werden, handelt es sich bei Microgreens um die ein bis zwei Wochen herangezogene Pflanze. Sie ist dann etwa zwanzig Zentimeter groß und der Stängel ist noch so zart, dass sie im Ganzen gegessen werden kann. Geschmacklich übertrumpfen Microgreens ihre ausgewachsenen Verwandten, denn sie haben ein deutlich intensiveres Aroma.

Lesen Sie auch

Warum sind Microgreens so gesund?

In den kleinen Pflanzen steckt die gesamte Kraft, welche die Gewächse zu einem späteren Zeitpunkt bereits für das Wachstum oder die Fruchtbildung verbraucht haben. Insbesondere der hohe Eisengehalt, Carotinoide, Proteine und die sekundären Pflanzenstoffe machen Microgreens gesundheitlich wertvoll.

Für die Anzucht geeignete Gemüse- und Kräutersorten

Es gibt viele verschiedene Samen in Bioqualität, die Sie verwenden können. Nachfolgend einige Vorschläge:

  • Kohl,
  • Rotkraut,
  • Brokkoli,
  • Rucola,
  • Kresse,
  • Erbsen,
  • Pak Choi,
  • Koriander,
  • Radieschen,
  • Mangold,
  • Rettich,
  • Möhre,
  • Salate,
  • Kapuzinerkresse,
  • Buchweizen.

Nachtschattengewächse wie Paprika und Tomaten hingegen eignen sich nicht. Diese enthalten Giftstoffe, die sich negativ auf die Verdauung auswirken und die sogar gesundheitsschädlich sein können.

Microgreens selbst anbauen

Microgreens lassen sich ganz unkompliziert heranziehen. Sie benötigen lediglich:

  • Einen hellen Platz auf der Fensterbank
  • Eine flache Schale oder Auflaufform
  • Küchenkrepp oder eine spezielle Kokosmatte

Die Anzucht

  1. Breiten Sie eine nicht zu dünne Schicht Küchenkrepp oder die Kokosmatte in der Schale aus.
  2. Das Saatgut gleichmäßig darauf streuen.
  3. Mit einer Sprühflasche befeuchten. Der Untergrund darf jedoch nicht übernässt sein.
  4. Damit ein für die Keimung günstiges Mikroklima entsteht, mit Frischhaltefolie abdecken.
  5. Einige Gewächse sind Dunkelkeimer. Dies ist meist auf den Samentütchen vermerkt. Decken Sie das Gefäß in diesem Fall mit einem Deckel oder einem Stück Karton ab.
  6. Alles an einen hellen, warmen Ort stellen.
  7. Um Fäulnis vorzubeugen, zweimal täglich lüften.
  8. Bei Bedarf wässern.
  9. Sobald die Samen gekeimt haben, können Sie die Abdeckung entfernen.
  10. Damit die Microgreens nicht zu stark zum Licht hin wachsen, regelmäßig drehen.
  11. Weiterhin gleichmäßig feucht halten.
  12. Nach ein bis zwei Wochen, abhängig von der Sorte, sind die Pflänzchen erntereif.
  13. Mit einer Schere direkt über dem Substrat abschneiden und genießen.

Tipp

Verwenden Sie zum Gießen stets frisches Leitungswasser. Abgestandene Flüssigkeit kann eine gewisse Keimlast mitbringen und zur Verunreinigung der Microgreens führen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Sunflower Light Pro/Shutterstock

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.