Würzig und gesund: Kresse selbst ziehen

Kresse lässt sich in der Küche vielfältig verwenden und steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe. Das aromatische Grün keimt auf der Fensterbank oder im Garten innerhalb einer Woche. Wie – das erfahren Sie hier.

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Kresse selber ziehen ist denkbar einfach

Kresse auf der Fensterbank

Gartenkresse lässt sich komplett ohne Erde heranziehen und wächst in wenigen Tagen zu kleinen Pflänzchen heran.

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Sie benötigen:

  • Teller, flache Schale, spezielles Anzuchtgefäß für Kresse (Kresseigel), Microgreens-Behälter
  • Küchenkrepp
  • Kressesamen

Anleitung

Die Samen keimen besonders gut, wenn Sie diese zunächst für eine Stunde wässern. Geben Sie das Saatgut in ein Glas, vermengen Sie es mit zwei Esslöffeln Wasser und stellen Sie alles so lange an einen hellen, kühlen Ort, bis sich um die Körnchen eine Schleimschicht gebildet hat.

  1. Feuchten Sie das Küchenkrepp gründlich an und legen Sie es in den Behälter.
  2. Der Kresseigel wird einfach angefeuchtet, der Microgreens-Behälter entsprechend der Anweisung mit Wasser gefüllt.
  3. Säen Sie das Saatgut aus. Die Körner dürfen sehr dicht liegen.
  4. Stellen Sie das Gefäß an einen hellen, warmen Ort.
  5. Halten Sie die Unterlage mit einem Sprühgerät feucht.

Schon nach fünf Tagen hat die Kresse einen grünen Teppich gebildet und ist bereit, um im Kartoffelsalat, Kräuterquark oder auf Butterbrot verzehrt zu werden.

Kresse im Garten kultivieren

Sobald die Bodentemperatur im März über sechs Grad Celsius liegt, können Sie Gartenkresse direkt ins Freiland aussäen. Sie keimt auch hier schnell und kann spätestens nach zwei Wochen geerntet werden.

  • Bauen Sie Kresse nicht in Beeten an, in denen zuvor andere Kreuzblütler wie Rucola oder Kohl kultiviert wurden.
  • Säen Sie breitwürfig oder in Reihen mit einem Abstand von zehn Zentimeter.
  • Kresse ist ein Lichtkeimer. Bedecken Sie die Samen deshalb nur mit einer sehr dünnen Schicht gesiebter Erde.
  • Gießen Sie mit feinem Strahl, damit die kleinen Körnchen nicht weggeschwemmt werden.
  • Schneiden Sie Gartenkresse vor der Blüte, da sie ansonsten an Geschmack verliert.
  • Um fortlaufend ernten zu können, empfehlen sich Folgesaaten bis in den September.

Tipps

Da Kresse so schnell keimt, wird sie genutzt, um zu überprüfen, wie reif der Kompost ist. Keimen Kressesamen nach vier Tagen nicht, sollte der Dünger noch ruhen. Geht die Saat innerhalb dieser Zeit frischgrün auf, dürfen Sie die Komposterde ausbringen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: HollyHarry/Shutterstock

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