Kresse

Kresse trocknen: Geht das und welche Alternativen gibt es?

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Kresse ist ein wohlschmeckendes und gesundes Kraut, das sich einfach anbauen lässt. Doch die Trocknung eignet sich nicht, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu konservieren.

Kresse trocknen

Kresse trocknen: Eine schlechte Idee?

Wenn Sie darüber nachdenken, Kresse zu trocknen, sollten Sie davon Abstand nehmen. Die empfindlichen ätherischen Öle in der Kresse, die ihr das unverwechselbare Aroma verleihen, gehen beim Trocknen verloren. Das Ergebnis ist getrocknete Kresse, die praktisch keinen Geschmack mehr hat und somit ihren Wert als Würzkraut einbüßt. Auch die wertvollen Vitamine und Nährstoffe, für die Kresse so geschätzt wird, gehen beim Trocknungsprozess weitgehend verloren.

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Alternativen zum Kressetrocknen

Da das Trocknen von Kresse keine sinnvolle Option ist, möchten wir Ihnen einige Alternativen vorstellen, mit denen Sie das frische Aroma der Kresse länger bewahren können.

Einlegen in Öl

Eine hervorragende Möglichkeit ist das Einlegen von Kresse in Öl. Hierbei wird frische Kresse in ein hochwertiges Pflanzenöl wie Oliven- oder Rapsöl gegeben. Das Öl schützt die Kresse vor Oxidation und erhält deren Aroma. Zusätzlich nimmt das Öl den Geschmack der Kresse an und kann selbst genutzt werden, um verschiedensten Gerichten eine besondere Note zu verleihen. So halten sich sowohl die Kresse als auch das aromatisierte Öl mehrere Monate.

Kresse-Pesto

Sie können Kresse auch zu einem Pesto verarbeiten. Häufig wird Kresse hierfür mit Zutaten wie Nüssen, Parmesan und Olivenöl zu einer würzigen Paste verarbeitet. Kresse-Pesto kann als Brotaufstrich verwendet oder zu Pastagerichten serviert werden. Ein weiterer Vorteil: Das Pesto hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen und das Aroma bleibt weitgehend erhalten.

Mit diesen Methoden haben Sie immer die Möglichkeit, das volle Aroma und die wertvollen Inhaltsstoffe der Kresse zu nutzen, selbst wenn Sie einmal mehr geerntet haben, als Sie sofort verarbeiten können.

Kresse frisch verwenden: Tipps und Tricks

Um das volle Aroma und die wertvollen Nährstoffe der Kresse zu genießen, sollten Sie sie möglichst frisch verwenden. Hier sind einige Tipps, wie Sie die Frische der Kresse optimal bewahren:

  • Kresse nach Bedarf frisch ernten: Ob im Garten oder auf der Fensterbank, es ist am besten, die Kresse erst kurz vor dem Verzehr zu schneiden. So bleiben die ätherischen Öle und das intensive Aroma erhalten.
  • Richtige Lagerung im Kühlschrank: Wenn Sie Kresse für später aufbewahren möchten, sollten Sie sie im Kühlschrank lagern. Wickeln Sie die Kräuter in ein feuchtes Tuch oder nutzen Sie einen luftdichten Behälter. Das hilft, die Frische einige Tage zu bewahren.
  • Kresse in Töpfen oder Schalen ziehen: Eine fortlaufende Versorgung mit frischer Kresse ist möglich, indem Sie sie in Töpfen oder Schalen selbst anbauen. Die Aussaat kann ganzjährig erfolgen und die ersten Ernten sind bereits nach etwa zehn Tagen möglich.
  • Vermeidung von Hitze: Da Kresse beim Erhitzen ihr Aroma und ihre Vitamine verliert, sollten Sie sie immer frisch nach der Zubereitung der Speisen hinzufügen. Kresse eignet sich daher hervorragend als Garnitur oder Zutat in kalten Gerichten wie Salaten und Brotaufstrichen.
  • Alternative Verwendungsmöglichkeiten: Sollten Sie einmal zu viel Kresse haben, können Sie sie an Freunde oder Nachbarn verschenken oder in Öl einlegen, um das Aroma zu konservieren.

Mit diesen Tipps können Sie sicherstellen, dass Sie stets frische und aromatische Kresse zur Verfügung haben, um Ihre Gerichte zu verfeinern.

Kresse: Ein vielseitiges Küchenkraut

Kresse ist ein überaus vielseitiges Küchenkraut, das Ihrem Speiseplan nicht nur zusätzliche Würze, sondern auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Eisen und Kalzium verleiht. Mit ihrem leicht scharfen, pfeffrigen Geschmack bereichert sie eine Vielzahl von Gerichten und ist sehr einfach in der Handhabung. Hier sind einige Beispiele, wie Sie Kresse in Ihrer Küche vielseitig nutzen können:

  • Salate: Geben Sie frisch geschnittene Kresse über Ihren gemischten Salat oder einen Karottensalat und genießen Sie die zusätzliche Würze. Kresse harmoniert auch hervorragend mit Tomaten und Radieschen.
  • Suppen: Nutzen Sie Kresse zur Verfeinerung von Suppen wie Kartoffelsuppe oder einer cremigen Kressesuppe. Da die Kresse beim Erhitzen ihr Aroma verliert, sollten Sie sie immer erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
  • Brotaufstriche: Mischen Sie Kresse in Frischkäse, Quark oder Butter, um einen schmackhaften Brotaufstrich zu erhalten. Auch auf einem einfachen Butterbrot macht sie eine ausgezeichnete Figur.
  • Eiergerichte: Ob in Rührei, Omelette oder gefüllten Eiern – Kresse verleiht Eiergerichten eine besondere Frische. Streuen Sie sie nach dem Kochen frisch über die Speisen.
  • Fischgerichte: Besonders zu gegrilltem oder gedünstetem Fisch passt die Kresse mit ihrem scharfen Aroma hervorragend. Streuen Sie die frischen Blätter direkt vor dem Servieren über den Fisch.
  • Kartoffelsalat: Ein Klassiker, der durch die Würze der Kresse eine neue Dimension erhält. Mischen Sie sie nach dem Abkühlen unter den Kartoffelsalat.
  • Pasta: Runden Sie Ihre Pastagerichte mit frischer Kresse ab. Ein Kresse-Pesto ist eine exquisite Möglichkeit, Kresse in Ihre Pasta zu integrieren.

Mit diesen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist Kresse nicht nur ein Hingucker, sondern auch eine kulinarische Bereicherung Ihrer Küche. Sie lässt sich leicht auf der Fensterbank anbauen und ist bereits nach etwa zehn Tagen erntereif, sodass Sie stets frische Kresse zur Hand haben. Denken Sie daran, Kresse immer erst kurz vor dem Servieren zu den heißen Gerichten zu geben, um ihr volles Aroma zu erhalten. So profitieren Sie maximal von ihren gesundheitsfördernden Eigenschaften und ihrem einzigartigen Geschmack.

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Bilder: Saddako / iStockphoto