Kresse säen

Kresse säen – leckere Kräuter aus eigenem Anbau

Kaum ein Würzkraut lässt sich so leicht einsäen und ziehen wie die Kresse. Schon Kinder lernen durch das Pflegen von Kresse, wie Pflanzen ausgesät werden und wachsen. Wo Sie die Kresse aussäen, spielt keine Rolle. Das Kraut wächst fast überall.

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Kresse ins Freiland säen

Im eigenen Garten lässt sich Kresse an fast überall aussäen. Am einem günstigen Standort in sonniger Lage gedeiht die Pflanze besonders gut. Aber auch an einem schattigen Standort wächst Kresse. Es dauert dann nur etwas länger, bis das Kraut erntereif ist.

Sie können Kresse auch problemlos als Zwischenfrucht pflanzen oder in Mischkultur mit anderen Pflanzen halten. Nur zu Rucola-Salat passt Kresse nicht so gut.

An den Boden stellt Kresse keine besonderen Ansprüche. Sie gedeiht auch auf mageren und ausgelaugten Böden. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Saat nicht austrocknet und die Pflanzen auch später gleichbleibend feucht stehen.

Den Boden für die Aussaat vorbereiten

Wenn Sie im Garten Platz für ein eigenes Kressebeet haben, lockern Sie die Erde und legen Sie Reihen im Abstand von 15 Zentimetern an.

Wenn Sie Brunnenkresse einsäen, sollten Sie die Saat sehr dünn einbringen, da die Pflanzen etwas mehr Platz benötigen als Gartenkresse. Da der Samen sehr fein ist, mischen Sie ihn gegebenenfalls mit etwas feinem Sand.

Sie können die Kressesamen auch problemlos breitwürfig ausstreuen. Auf diese Weise erhalten Sie ein Beet, das mit einem dichten grünen Teppich überzogen ist.

Die beste Zeit zum Aussäen von Kresse

Kresse können Sie ab Mitte Mai ins Freiland säen. Die Pflanzen sind frostempfindlich und benötigen eine Bodentemperatur von mindestens 15 Grad, damit sie keimen.

Folgesaaten säen Sie bis in den Herbst hinein. Da die Kresse nur eine sehr kurze Vegetationszeit hat, wird auch im Frühherbst gesäte Kresse noch erntereif.

  • Von Mitte Mai bis September ins Freiland säen
  • Boden gleichmäßig feucht halten
  • Nach drei bis vier Wochen bis zur Blüte ernten

Kresse ist ein Lichtkeimer

Kresse wird nach der Aussaat nicht mit Erde bedeckt. Sie gehört zu den Lichtkeimern und braucht das direkte Licht, um die Keimhemmung des Samens abzubauen.

Vor Vögeln brauchen Sie die Samen nicht zu schützen, da die Inhaltsstoffe der Kresse den Tieren nicht schmecken.

Starke Regenfälle können jedoch zum Problem werden, weil sie die Samen wegschwemmen. Drücken Sie die Saat deshalb etwas an und besprühen Sie sie nach der Aussaat mit Wasser aus der Sprühflasche.

Im Kressebeet auf der Fensterbank aussäen

  • Aussaat ganzjährig möglich
  • Auf Erde, Watte oder Küchenkrepp aussäen
  • Gut feuchthalten
  • Staunässe vermeiden

Falls Sie keinen Garten zur Verfügung haben, ist das für das Pflanzen von Kresse kein Problem. Das anspruchslose Kraut gedeiht auch auf der Fensterbank wunderbar.

Als Pflanzschalen können Sie alles nehmen, was der Haushalt hergibt, vom Suppenteller über ein Wasserglas bis zum Eierkarton. Sehr gut macht sich die Kresse auch in Tongefäßen.

Kresse lässt sich auf nahezu jedes Substrat aussäen. Sie keimt in normaler Gartenerde ebenso gut wie auf einem gefalteten Stück Küchenkrepp, einem Wattebausch oder einem Tempotaschentuch.

So säen Sie Kresse richtig aus

Säubern Sie die vorgesehenen Pflanztöpfe gründlich, damit keine Schimmelsporen oder Bakterien daran haften. Falls Sie die Kresse in Erde einsäen, sollten Sie diese für einige Minuten in den heißen Ofen stellen, um eventuelle Keime abzutöten.

Füllen Sie die Pflanzgefäße mit Erde, Krepp oder Watte und lassen Sie das Material mit Wasser vollsaugen. Überschüssiges Wasser gießen Sie ab.

Streuen Sie die Kresse möglichst gleichmäßig auf das Pflanzsubstrat und drücken Sie sie leicht an. Halten Sie die Saat bis zum Keimen gleichmäßig feucht, achten Sie aber darauf, dass keine Staunässe entsteht, da die Kresse dann schimmelt. Nutzen Sie zum Befeuchten eine Sprühflasche, da ein zu harter Wasserstrahl die kleinen Samen fortschwemmt.

Saat schön feucht halten

Während der Keimzeit muss die Saat möglichst gleichbleibend feucht gehalten werden. Gießen Sie vorsichtig und lassen Sie überschüssiges Wasser abfließen.

Stellen Sie die Kressebeete möglichst hell und warm auf. Vermeiden Sie aber zu intensive Sonnenbestrahlung hinter der Glasscheibe, da die Samen dann austrocknen und die Keimblätter verbrennen können.

Die ersten Wurzeln entwickeln sich bereits am ersten und zweiten Tag. Kressesprossen sind chon nach vier Tagen erntereif.

Kresse auf dem Fensterbrett das ganze Jahr aussäen

Auf dem Fensterbrett können Sie das ganze Jahr über immer neue Kresse aussäen. Sorgen Sie nur für genügend Licht, damit die Pflanzen kräftig werden und nicht zu sehr in die Höhe schießen.

Tipps & Tricks

Um stets frische Kresse aus dem eigenen Garten oder vom Fensterbrett ernten zu können, säen Sie sie in regelmäßigen Abständen neu aus. Dazu können Sie im Freiland das alte Beet ebenso nutzen wie einen neuen Standort.

Text: Sigrid Hestermann

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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