Amaranth anpflanzen: Standort, Boden, Aussaat, Ernte und Co.

Amaranth, auch unter dem Namen Fuchsschwanz bekannt, überzeugt nicht nur mit essbaren Pflanzenteilen, sondern auch mit farbenfrohen und lamettaartig herunterhängenden Blütenständen. Hierzulande kann er einjährig kultiviert werden. Doch was ist beim Anbau zu beachten?

Amaranth anbauen
Amaranth gedeiht am besten in der Sonne
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Welcher Standort eignet sich für Amaranth?

Ein vollsonniger Standort gefällt dem Amaranth am besten. Doch auch im Halbschatten kann er gedeihen. Wichtig ist neben viel Licht ein Platz, der vor Wind geschützt liegt. Damit wird die Wärmebedürftigkeit dieser Pflanze zufriedengestellt. Nicht zuletzt sollte der Standort eher zu Trockenheit als zu Nässe neigen.

Welche Anforderungen stellt das Pseudogetreide an den Boden?

Bevor Sie den Amaranth pflanzen, können Sie den Boden gern mit einer Portion Kompost oder Stallmist anreichern. Harken Sie den Dünger einfach grob unter die Erde. Folgende Merkmale sollte der Boden bzw. das Substrat aufweisen:

  • tiefgründig
  • locker
  • durchlässig
  • nahrhaft

Wann und wie sät man die Samen?

Die Samen können ab Mitte Mai (frostempfindliches Gewächs) einfach direkt ins Beet gesät werden. Nehmen Sie eine Hand voll Samen und werfen Sie sie breitwürfig auf die Fläche. Anschließend werden die Samen leicht untergeharkt. Jetzt ist es wichtig, dass der Boden mäßig feucht gehalten wird, so dass die Keimung problemlos vonstattengehen kann.

Auch eine Vorkultur ist möglich. Damit können Sie schon im März beginnen. Bis Juni ist das Vorziehen Zuhause empfehlenswert. Spätere Aussaaten sind nicht ratsam, da die Samen durch die verkürzte Zeit bis zum Herbst nicht richtig ausreifen können. Säen Sie die Samen 1 bis 2 cm tief!

Wann blüht der Amaranth?

Nachdem der Amaranth nach der Aussaat und dem Auslaufen auf circa 30 cm vereinzelt wurde, begibt er sich etwa ab Juli in seine Blütezeit. Bis September kann die Blüte dieses Pseudogetreides andauern.

Wann ist Erntezeit?

Schon vor der Samenreife können Sie einzelne Blätter des Amaranths nach Bedarf ernten. Sie lassen sich wie Spinat zubereiten. Die Samen werden bei Vollreife geerntet. Das ist in der Regel zwischen Anfang September und Mitte Oktober der Fall. Die vollreifen Fruchtstände werden abgeschnitten und zum Trocknen aufgehängt.

Neben welchen anderen Gewächse sieht der Amaranth gut aus?

Auch als Zierpflanze sieht der Fuchsschwanz aufgrund seiner Blüten und Fruchtstände gut aus. Die großwüchsigen Sorten sind eher als Solitärpflanzen geeignet. Kleinwüchsige Sorten kommen unter anderen ausdrucksstark neben Margeriten, Lobelien und Silberblättern zum Vorschein.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hier noch ein paar wichtige Hinweise für die Zeit nach der Aussaat :

  • erst ab Mitte Mai ins Freiland pflanzen
  • bei hochwüchsigen Sorten eine Stütze anbringen
  • junge Pflanzen sind anfällig für Schneckenfraß
  • Standfestigkeit fördern: Stamm mit Erde anhäufen
  • an vollsonnigen Standorten den Boden mulchen

Tipps

Da sich Amaranth schnell verkreuzt, sollten Sie pro Jahr nur eine Sorte anbauen!

Text: Anika Gütt

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