Lavendel hält Blattläuse fern

Blattläuse können die schönsten Pflanzen innerhalb kürzester Zeit ruinieren. Die lästigen Tierchen zapfen den Pflanzen nicht nur ihren Lebenssaft ab, sondern produzieren einen süßen Tau, der Ameisen anlockt. Diese wiederum zerstören durch ihre Gangbildung das Wurzelwerk und bringen die befallene Pflanze so zum Absterben. Falls also plötzlich vermehrt Ameisen auftauchen, sollten Sie Ihre Pflanzen unbedingt auf Blattläuse untersuchen.

Lavendel Blattläuse

Lavendel als Pflanzenschutz pflanzen

Allerdings befallen Blattläuse nicht jede Pflanzenart gleichermaßen. Insbesondere Arten, die viele intensiv duftende ätherische Öle produzieren, werden von dem Ungeziefer gemieden. Vor allem Lavendel mögen die kleinen Tierchen nicht, wobei diese Aussage allerdings nicht auf jede Lavendelart zutrifft. Weniger intensiv duftender Lavendel – wie etwa der Lavandin – kann durchaus selbst von Blattläusen befallen werden, ebenso wie Pflanzen, die aufgrund unzureichender Standortbedingungen und Pflege nur wenig ätherische Öle entwickeln. Stark duftender Lavendel dagegen – ganz besonders der Schopflavendel – eignet sich allerdings hervorragend, um als Schutzbastion vor räuberischen Insekten gepflanzt zu werden. Setzen Sie die Pflanzen am besten als dichte Hecke oder als Bodendecker ins Beet, beachten Sie dabei jedoch die unterschiedlichen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzenarten. Lavendel, ein trockenheitsliebendes Gewächs, verträgt sich längst nicht mit jedem Nachbarn.

Lavendelaufguss als Mittel gegen Blattläuse

Sind bereits Blattläuse aufgetreten, lassen diese sich oft durch eine intensive Behandlung mit einem Lavendelaufguss vertreiben. Zu diesem Zweck gießen zwei reichliche Hände voll getrockneter Lavendelblüten mit einem Liter kochendem Wasser auf und lassen die Mischung einige Stunden lang ziehen. Seihen Sie die Blüten anschließend ab und besprühen Sie die befallenden Pflanzen mit dem Sud. Die Behandlung sollten Sie mehrmals wiederholen, so lange, bis die letzte Blattlaus verschwunden ist. Zusätzlich lässt sich der Lavendelsud als Gießwasser verwenden. In diesem Fall werden die Wirkstoffe des Lavendels von der Wurzel aufgenommen und in die Blattadern transportiert, wo die Blattläuse sie aufsaugen. Statt getrockneten Lavendelblüten können Sie auch einige Tropfen konzentriertes Lavendelöl – am besten vom Wildlavendel, denn hier ist die Wirkstoffkonzentration am höchsten – benutzen.

Tipps & Tricks

Mulchen Sie gefährdete oder befallene Pflanzen – beispielsweise Rosen – mit abgeblühten und getrockneten Lavendelstängeln. Mit ein wenig Glück sät sich der Lavendel sogar selbst aus und Sie können im Frühjahr neue Jungpflanzen umsetzen.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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